Gesundheitsausschuss: „Freedom Day“ frühestens im März 2022 Alle Freiheiten erst, wenn Kinder ab fünf Impfangebot haben

Kinder Maske Corona

Von Alexander Wallasch

Der „Freedom Day“ war bis zum Vorpreschen des Kassenärzte-Chefs Andreas Gassen in der Debatte um ein Ende der Corona-Maßnahmen kein viel genutzter Begriff. Das immerhin kann man Gassen zurechnen, dass er hier einen Begriff verstärkt bzw. eingeführt hat, der länger bleiben wird.

Und unter normalen Bedingungen wäre Gassens Beitrag, wie der seines Stellvertreters Hofmeister, auch wertvoll für eine Debatte gewesen, die so wichtig für das Wohlergehen eines ganzen Landes ist. Stattdessen weht ihm ein eiskalter Wind entgegen, auch aus den eigenen Reihen, als hätte er zu irgendetwas sehr Düsterem aufgerufen. Die Präsidentin des Berufsverbandes der Pflegeberufe (DBfK) nennt Gassen hier gegenüber dem RND sogar „verantwortungslos“. Eine Eskalation.

Interessant in dem Zusammenhang ist übrigens, dass die Verbandschefin davon spricht, dass das Pflegepersonal am Limit sei, von Personalmangel ist die Rede – der wurde allerdings schon vor Corona immer wieder ausgerufen.

Und da es aktuell noch keinen generellen Corona-Notstand in den Kliniken gibt, ist der Personalmangel also auch nicht darauf zu beziehen. Es sei denn, man würde bestimmte Intensivfachkräfte in Wartestellung nur für schwer an Corona-Erkrankte freihalten. Das wiederum wirft die Frage auf nach der Belegdichte der Intensivstationen durch eben diese Klientel.

Aber gut, die Debatte ist nun mal dank Gassen in der Welt. Jedenfalls in jener, die bisher die Bitte um ein Ende der Maßnahmen und die Rückkehr zu Rechtsstaatlichkeit und Grundrechten für Querdenken-Teufelswerk hielt.

Jetzt hat sich auch der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zu Wort gemeldet. Erwin Rüddel (CDU) spricht aber nicht für alle Mitglieder, denn der Ausschuss setzt sich zusammen aus Vertretern aller Parteien im Deutschen Bundestag.

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der Ausschuss-Vorsitzende Erwin Rüddel jetzt jedenfalls, er erwarte ein Ende der Corona-Maßnahmen erst ab dem kommenden Frühjahr. Dem vom Kassenärzte-Chef zur Diskussion gestellten Ende schon im Oktober 2021 erteilt Rüddel eine Absage, er halte den Vorschlag für „nicht hilfreich in der aktuellen Situation, kurz vor einer möglichen vierten Welle.“

Aber Rüddel geht noch weiter. Und damit sicher weiter, als es eine Reihe der Abgeordneten im Ausschuss befürworten würden: Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag meint, man könne erst dann „zur Normalität“ zurückfinden, sobald Kinder ab fünf Jahren ein Impfangebot erhalten haben.

Bis das erreicht sei, befürwortet Rüddel das 2G-Optionsmodell um „in der Kombination mit der Hospitalisierungsrate als Leitindikator ohne weitere Einschränkungen“ durch Herbst und Winter zu kommen.

Weiter äußert Rüddel, der seinen Wahlkreis Neuwied 2013 und 2017 mit Direktmandat für die CDU gewonnen hatte, dass die Geimpften bereits ihren Solidaritätsbeitrag geleistet hätten, also größtenteils ihre Freiheiten dann zurückbekämen. Also ab März 2022 doch nur ein „Freedom Day“ für Geimpfte?

Beispielsweise N-TV spricht von einer „breiten Ablehnung“ des von Andreas Gassen vorgeschlagenen Endes aller Maßnahmen im Oktober. Neben der Bundesregierung hätten sich auch der Deutsche Lehrerverband und besagter Berufsverband der Pflegeberufe dagegen ausgesprochen. Dass allerdings die Bundesregierung hier von N-TV als Beleg angeführt wird, ist ziemlich schräg.

Und die schon eingangs erwähnte Präsidentin des Bundesverbandes für Pflegeberufe, Christel Bienstein, erwähnt weiter, solange es keine Impfung für Kinder unter zwölf gebe, sei das „keine Freiheit, sondern ein zusätzliches Risiko.“

Für gesunde Kinder allerdings ist das Virus nach aktuellem Wissensstand ungefährlich. Es gibt hier einfach keinen Krankenstand, der eine Impfung rechtfertigen würde – so die übereinstimmende Einschätzung etlicher Fachleute und Kommissionen.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Alexander Wallasch ist gebürtiger Braunschweiger und betreibt den Blog alexander-wallasch.de. Er schrieb schon früh und regelmäßig Kolumnen für Szene-Magazine. Wallasch war 14 Jahre als Texter für eine Agentur für Automotive tätig – zuletzt u. a. als Cheftexter für ein Volkswagen-Magazin. Über „Deutscher Sohn“, den Afghanistan-Heimkehrerroman von Alexander Wallasch (mit Ingo Niermann) schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: „Das Ergebnis ist eine streng gefügte Prosa, die das kosmopolitische Erbe der Klassik neu durchdenkt. Ein glasklarer Antihysterisierungsroman, unterwegs im deutschen Verdrängten.“ Seit August ist Wallasch Mitglied im „Team Reitschuster“.

Bild: Shutterstock
Text: wal

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