Kardinal warnt vor Überwachungsstaat mit „totaler Kontrolle“ Journalisten rotieren

Diesmal ist es keiner der üblichen Verdächtigen, der in deutlichen Tönen vor der Corona-Politik warnt: Kardinal Gerhard Ludwig Müller spricht jetzt Klartext. Die großen Medien springen prompt im Dreieck. Der Kirchenmann greife „dabei auch Verschwörungsmythen auf“, behauptet die „Welt“. Und natürlich darf, wie bei inzwischen fast jedem, der die Corona-Maßnahmen deutlich kritisiert, auch der Vorwurf des Antisemitismus nicht fehlen. Schon in der Unterzeile framet die „Welt“: „Kritiker werfen dem 73-Jährigen Antisemitismus vor.“ Ntv titelt: „,Antisemitische Chiffre‘. Kardinal Müller verbreitet Verschwörungsmythen“. Auslöser dieses Vorwurfs: Der Kardinal „beharrt auf einer ‘nicht legitimierten Einflussnahme‘ von ‘superreichen Eliten‘“. Es ist ebenso absurd wie dreist, das gleich mit „Antisemitismus“ gleichzusetzen. Und es wirft die Frage auf: Entlarven da nicht diejenigen, die sofort solche Schlüsse ziehen, ihren eigenen Antisemitismus? 

Der frühere Regensburger Bischof warnte vor einer in seinen Augen geplanten Gleichschaltung der Menschen und einem Überwachungsstaat. In einem Interview meinte der 73-Jährige, der heute ein hoher Richter im Vatikan ist, hinter den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie könnte eine finanzkräftige Elite stecken. „Leute, die auf dem Thron ihres Reichtums sitzen“, sehen angeblich „eine Chance jetzt, um ihre Agenda durchzusetzen“, sagte er. Es gebe ein gewisses Chaos, „auch geboren aus dem Willen, die Gelegenheit zu nutzen, die Menschen jetzt gleichzuschalten, einer totalen Kontrolle zu unterziehen, einen Überwachungsstaat zu etablieren…“ Der Kardinal hatte schon zu Beginn des Jahres 2020 ein Manifest eines Erzbischofs gegen die Corona-Beschränkungen unterschrieben, in dem, so die „Welt“, „Narrative aus Verschwörungstheorien“ vorkommen. Die Rede war vom „Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“. 

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Die Aussagen kursieren in Videos in den sozialen Netzwerken. Die Echtheit hat Müller bestätigt. Prompt erfolgte – ein Treppenwitz der Geschichte – eine Ketzerverfolgung, deren Ziel ein katholischer Kirchenfürst ist. Die Deutsche Presse-Agentur, Leitmedium und stramm auf Regierungskurs, fragte Müller an. Und natürlich auch den Vatikan – Anschwärzen beim Arbeitgeber gehört offenbar zum neudeutschen Pressekodex. Auch die Deutsche Bischofskonferenz wurde offenbar angefragt. Denn in diversen Medienberichten hieß es, sie kommentiere die Aussagen nicht. Was für ein Frevel! Kein Lossagen vom Ketzer. Dafür habe die Bischofskonferenz auf ihren Aufruf verwiesen, sich impfen zu lassen. Für eine Absolution durch die Inquisitions-Medien reicht das natürlich nicht. 

Die „Welt“ schreibt in Hinblick auf Müllers Aussagen: „Solche Formulierungen kommen in Verschwörungstheorien vor und werden auf die Corona-Pandemie übertragen.“ Prompt wird auch im Heer der Hilfs-Inquisition unter den zahlreichen „Fachleuten“ ein Kronzeuge gefunden – und zitiert: „Der Politikwissenschaftler und Experte für solche Theorien Jan Rathje sagte zu Müllers Behauptungen: ‘Die Aussagen lassen sich größtenteils verschwörungsideologisch werten.‘“ Durch den Begriff „Gleichschaltung“, so heißt es weiter, ziehe Müller „einen Vergleich zum Nationalsozialismus, der dadurch verharmlost wird“. Aber es geht noch weiter: „Darüber hinaus erwähnt Müller in seiner Rede den jüdischen Geschäftsmann George Soros, ‘was als antisemitische Chiffre gewertet werden kann‘, sagte Rathje.“

Wer hier in meinen Augen den Nationalsozialismus und den Antisemitismus verharmlost und instrumentalisiert, sind die Medien und sogenannte Fachleute wie Rathje. Sie nutzen beides, um Kritiker mundtot zu machen, zu diffamieren und gegen diese zu hetzen.

Bild: Shutterstock
Text: br

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