Hier geht es direkt zum Interview mit Kuessner.
Die Aufkäufe der staatlichen Anleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach Ansicht von Kritikern nichts anderes als das Drucken von Geld – und wird deswegen zu einer Inflation führen. Selbst Verteidiger der Anlage-Aufkäufe wie der ebenso populäre wie bedächtige Finanzexperte Andreas Beck sparen aber inzwischen nicht mehr mit Kritik an der Politik der sogenannten „Währungshüter“: Mit ihrem neuen Kurs, Schulden zu „vergemeinschaften“, habe die EZB den Pfad der Tugend verlassen und den Euro auf den Weg Richtung Inflations-Währung wie einst die italienische Lira geschickt, klagt Beck. Und rät unter anderem zur Flucht in den Schweizer Franken.
Wie geht es also weiter mit dem Euro? Was sind die nächsten Schritte der Zentralbanken? Der umtriebige Jungunternehmer Max Kuessner hat sich auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage tief in die Unterlagen der Banken eingearbeitet. Seine These: „Zur Deckung wirtschaftlichen Schadens der Pandemie mussten die Zentralbanken 40 Prozent des jemals existenten US-Dollar aus dem Nichts erschaffen. Der Dollar hat bereits 98 Prozent seiner ursprünglichen Kaufkraft verloren. Durch die Pandemie wurde dieser Entwertungsprozess zusätzlich beschleunigt. Selbst wenn die Zentralbanken wollten, könnten auch sie die immer weiter ansteigende Inflation nicht mehr aufhalten.“
Eine steile These, aus der der Jungunternehmer weitreichende Schlüsse zieht. Die Kryptowährungen per se sieht er nicht als sicheren Ausweg: „In der Theorie sind Kryptowährungen eine gute Absicherung, wenn von den Zentralbanken Unmengen an Geld gedruckt werden. Das große Problem, das Kryptowährungen in 2022 jedoch haben, werden nennt sich Regulation.“
Starke Regulierung
Kuessners Prognose nach Durchforsten der Zentralbank-Papiere: „Weltweit arbeiten die Behörden, Regierungen und Großinstitutionen an einem legalen Rahmen, mit dem die Finanzwelt Kryptowährungen für ihren Vorteil nutzen kann. 99 Prozent der Kryptowährungen inklusive dem Bitcoin werden diesem legalem Rahmen nicht entsprechen und dementsprechend in Schwierigkeiten kommen. Die übrigen 1 Prozent werden die neue, auf Kryptographie basierende Wurzel des Finanzsystems bilden und ihren Investoren ähnliche Vermögenszuwächse verschaffen wie es beim Bitcoin seit 2011 der Fall war.“
Die Zentralbanken planen laut Kuessner eigene digitale Währungen. Manche Geheimnisse würden sie hinter einer Flut von Informationen verstecken. So veröffentlichten die Zentralbanken zu eigenen Plänen für eine Digitalwährung White-Paper von oft mehreren hundert Seiten – durch die sich kaum jemand durchkämpfe. Er habe das gemacht – mit erstaunlichem Resultat, so der Jungunternehmer. Seine Thesen sind steil und gewagt – aber auch interessant.
Wenn Sie, genauso wie ich, nachdem mir Kuessner seine Thesen zugeschickt hat, neugierig geworden sind, sehen sie sich hier mein Interview mit dem Jung-Unternehmer an – wegen der Zensur auf Youtube auf der freien Plattform Rumble (oder alternativ hier auf Odysee). Dazu noch ein wichtiger Hinweis: Ich gebe selbst keinerlei Anlage-Tipps und kann auch externe Anlage-Tipps nicht einschätzen. Auch dieses Video stellt ausdrücklich keine Empfehlung dar.

Text: br
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