Dass sich Alt-Kanzler Gerhard Schröder für keine Peinlichkeit zu schade ist, dürfte mittlerweile keinen Nachrichtenwert mehr haben. Die Umstände eines noblen Abendessens, das der Sozialdemokrat und Vater von Hartz-IV im Hamburger Luxushotel „The Fontenay“ ausgab, sind aber so bizarr, dass man sie nicht unerwähnt lassen kann. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hatte der 79-Jährige am Samstag zu einem Austausch in das Zwei-Sterne-Restaurant „Lakeside“ des Nobelhotels geladen – dabei aber bereits im Vorfeld die Gäste darauf aufmerksam gemacht, dass er nur das Menü bezahlen werde – nicht aber Bestellungen darüber hinaus.
Was bei einem Alt-Politiker, der nur von seiner Pension lebt, durchaus schicklich gewesen wäre, wirkt bei Schröder, der dank seines Engagements für russische und andere Unternehmen auf ein Millionenvermögen geschätzt wird, eher knausrig. Ein ausländischer Freund schrieb mir, als er mich auf das Abendessen aufmerksam machte: „Ein Deutscher Kanzler lädt ein und sagt: Ich bezahle euch nur das Essen. Was für eine Provinzialität! Unter jedem Niveau!!!“
Man mag diese herbe Kritik teilen oder nicht – Fakt ist, dass Schröders Bedingungen zu einem Eklat an der Hamburger Außenalster führten. Und zu einem Polizeieinsatz. Denn einer der Gäste wollte sich offenbar nicht an die Abmachung über die Zeche halten. „Wie aus einem Polizeibericht hervorgeht, bestellte der Geschäftsmann Getränke im Wert von 6.117 Euro und weigerte sich anschließend, die Rechnung zu bezahlen. Das Restaurant soll sofort die Polizei informiert haben“, wie der „Focus“ schreibt.
Als der alarmierte Streifenwagen um 18.59 Uhr an dem Restaurant eintraf, hatte der Geschäftsmann demnach aber längst das Weite gesucht. „Weil es im ‚Fontenay‘ schon öfter Ärger mit dem Mann gegeben haben soll, wird gegen den 41-Jährigen nun wegen möglichen Betrugs ermittelt“, schreibt das Portal.
Die Geschichte ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Am wenigsten noch dadurch, dass der Sozialdemokrat den Luxus sucht. Dafür ist er schon lange bekannt, weswegen er auch den Spitznamen „Genosse der Bosse“ bekam. Nicht ganz neu, aber nichtsdestoweniger interessant ist aber, mit welchen Leuten er sich umgibt. Ein Geschäftsmann, der mal eben beim gemeinsamen Essen Getränke im Wert von 6.117 Euro bestellt und dann schnell verschwindet, der schon mehrfach Ärger bereitete in einem Luxusrestaurant ist niemand, den man als Gast bei einem Altkanzler erwarten würde.
Wenn dieser Altkanzler nicht Gerhard Schröder heißt.
Aus Schaden wird man klug, besagt eine alte deutsche Redensart. Im Falle des früheren Bundeskanzlers scheint diese Aussage allerdings nicht zu gelten.
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