Eines vorweg: ich habe überhaupt nichts gegen Emanzipation. Im Gegenteil: Ich finde, sie ist sehr wichtig. Und allein der Gedanke, dass früher Frauen nicht wählen durften und die Zustimmung ihres Mannes brauchten, um zu arbeiten, ist gruselig. Aber die Auswüchse, die aus dieser einst so wichtigen und sinnvollen Bewegung heute entstanden sind, sind gruselig.
Über das jüngste Beispiel habe ich erst gestern hier berichtet: Nachdem ein Diplomat mit satirischen Versen über „Hochglanzschminke“ und „perfekt gewelltes Haar“ die Ex-Außenministerin kritisierte, meldete sich sofort die unvermeidliche Gleichstellungsbeauftragte – in diesem Fall des Auswärtigen Amtes.
Was sie sagte, klingt für mich wie Hohn: „Das Gedicht reduziert Frauen auf Äußerlichkeiten, unterstellt ihnen mangelnde Kompetenz und stellt Gleichstellung und Feminismus als lächerlich dar.“ Was für ein Unsinn! Und wie üblich in diesen Zeiten! Jemand spießt Baerbocks Eitelkeit auf – und die Gleichstellung-Maschinerie will uns vormachen, es sei ein Angriff auf alle Frauen, es reduziere alle Frauen und unterstelle allen Frauen mangelnde Kompetenz. Das ist nichts anderes, als Gleichstellung zu missbrauchen, um Kritik an Frauen ganz zu verbieten.
Womit wir endlich beim Thema wären – denn da, wo sie nichts zu suchen haben, da melden sich Gleichstellungsbeauftragte lautstark und missbräuchlich. Da, wo sie sich wirklich einmischen müssten, hört man nichts von ihnen. Im konkreten Fall bei einer Entscheidung der Havel-Therme in Werder. Die hat ihre Einlassbeschränkungen drastisch verschärft, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Und zwar geschlechtsspezifisch.
Wenn ein biologisches Geschlecht das andere um maximal 20 Prozent überwiegt, erfolgt ein temporärer Einlassstopp für das überwiegende biologische Geschlecht. Klingt geschlechtsneutral, ist es aber nicht. Denn dreimal dürfen Sie raten, welches Geschlecht hier im Visier des Betriebes ist. Und warum.
Laut einer Sprecherin der Therme haben Regelverstöße und Fehlverhalten bis hin zur Körperverletzung stark zugenommen – insbesondere von Gästegruppen. Also offenbar von dem, was man neudeutsch „Partyszene“ nennt. Sie wissen alle, was ich meine. Und Sie ahnen, um welches Geschlecht es geht. Denn in dem Wellness-Bad wurden natürlich nicht Männer begrapscht, sondern Frauen. Auch von einer Messerstecherei auf einem Parkplatz wird berichtet.
Messerstechereien, wie sie eben typisch sind in Brandenburg seit Jahrzehnten. Achtung – das ist natürlich Ironie. Aber ohne die ist all das nicht mehr zu ertragen.
Die Sprecherin der Havel-Therme teilte auf Anfrage der „Berliner Zeitung“ mit, dass es häufig zu Polizeieinsätzen gekommen sei. Gäste seien unzufrieden und beschweren sich, Mitarbeiter zeigten sich verunsichert. In Abstimmung mit den Behörden habe man deswegen die neuen Einlassregelung erlassen: „Die Grenze für einen Einlassstopp beruht auf Erfahrungswerten aus dem operativen Betrieb, die sich bewährt haben“, so die Sprecherin.
Auf der Website der Therme steht auch: „Die Havel-Therme in Werder (Havel) möchte eine angenehme, familienfreundliche und vor allem sichere Atmosphäre für alle Gäste gewährleisten. Dazu gehört es auch, auf ein ausgewogenes Verhältnis der biologischen Geschlechter zu achten.“ Dementsprechend dürfe zur Erhaltung einer „angenehmen, familienfreundlichen“ Atmosphäre in der Havel-Therme „ein biologisches Geschlecht das andere um maximal 20 Prozent überwiegen“. Andernfalls erfolgt ein temporärer Einlassstopp für das überwiegende biologische Geschlecht.
Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde. Dass in Deutschland 2026 solche Geschlechter-Quoten nötig sind? Dass über die eigentlichen Ursachen – Gewaltexport – niemand spricht, weil es ein Tabu ist? Und sich auch die „Berliner Zeitung“ darüber ausschweigt? Oder dass die Sprecherin eine Erklärung abliefert, die an den Zynismus der DDR erinnert? Sie schrieb: „Die Einlassregelung gilt ausdrücklich für jedes Geschlecht gleichermaßen und unabhängig von Herkunft und Vielfalt.“
Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Willkommen in Absurdistan: Eine Therme führt geschlechterbasierte Zugangsbeschränkungen ein – und nennt das Gleichbehandlung. Frauen werden begrapscht, bedroht, belästigt – und die Behörden setzen nicht auf eine harte Strafverfolgung und Abschreckung, sie gehen nicht mal mehr davon aus, Ordnung in dem Bad durchsetzen zu können mit normalen Mitteln – sondern greifen zu einem Männer-Stopp auf Basis von Prozentrechnung – der alle Männer in Sippen- bzw. Geschlechtshaft nimmt. Wenn das keine Diskriminierung nach Geschlecht ist – was dann bitte?
Und niemand, wirklich niemand in den etablierten Medien wagt es, Ross und Reiter zu nennen. Zu groß die Angst, zu laut das moralische Dauergetöse von Leuten, die sich Gleichstellung auf die Fahnen schreiben, aber Schweigen als Prinzip kultiviert haben – immer dann, wenn die Realität nicht ins Weltbild passt.
Wo bleiben die Gleichstellungsbeauftragten jetzt? Wenn Frauen real bedroht werden, nicht in Gedichten? Wenn Männer ausgeschlossen werden? Wenn ausgerechnet in öffentlichen Einrichtungen der Rückzug aus Angst beginnt?
Die Antwort ist so simpel wie bitter: Die Gleichstellungsbeauftragten sind da – sie schauen nur weg. Weil sie längst nicht mehr für Gleichheit der Geschlechter vertreten, sondern Ideologie. Dabei ist schon der Begriff „Gleichstellung“ absurd – denn die Geschlechter sind Gott sei Dank nicht gleich, es kann nur um gleiche Chancen und Diskriminierungs-Freiheit gehen. Aber das wird absichtlich vermischt.
Und die Gleichstellungsbeauftragten sollen nicht mehr Frauen schützen, sondern Narrative – unter anderem das, dass Geschlechter beliebig seien und es keinen Unterschied gebe. Herausgekommen sind dabei Gleichstellungsbeauftragte (natürlich nicht alle, sorry), die bei der Realität lieber weghören, als das falsche Milieu zu kritisieren. Denn wehe, man benennt die wahren Tätergruppen – dann ist man „rechts“, „rückständig“ oder „toxisch maskulin“. Also kuscht man lieber. Und lässt Frauen in öffentlichen Bädern allein mit der Gefahr. Bzw. schließt pauschal Männer aus. Statt die Täter konsequent zu verfolgen.
Das ist kein Feminismus mehr – das ist Feigheit mit Dienstsiegel.
Was wir erleben, ist die Kapitulation des Staates im Badehosenformat. Wenn selbst ein Badebetrieb öffentlich einräumen muss, dass er den Schutz seiner Gäste nur noch über geschlechtsspezifische Zugangsbeschränkungen gewährleisten kann – dann hat nicht das Bad versagt, sondern der Rechtsstaat.
Doch statt darüber zu diskutieren, welche importierten Männlichkeitsbilder und Gewaltkulturen hier auf unsere offene Gesellschaft prallen, ergeht sich die Öffentlichkeit lieber in peinlicher Lyrik-Empörung.
Und das ist das eigentlich Obszöne an dieser Geschichte: Das Reimchen eines Diplomaten führt zur Hyperventilation – die blanke Angst in einer Therme in Brandenburg ist kaum eine Zeile wert.
Ein Land, in dem Thermen Gewalt-Notbremsen in Form geschlechtsspezifischer Ausgrenzung einführen müssen, weil Polizei, Justiz und Politik versagen – und in dem dieselben Politiker dann Gedichte zum Skandal aufblasen, statt Gewalt zur Chefsache zu machen – dieses Land ist nicht auf dem Weg zurück in die Normalität. Es ist auf dem Weg in den Kontrollverlust mit Gleichstellungszertifikat.
Und das Problem sind nicht diejenigen, die das kritisieren und dafür als „rechts“ diffamiert werden. Das Problem sind diejenigen, die sich an diesen Irrsinn gewöhnt haben und/oder schweigen und alles schönreden.
Ein Land, in dem Thermen jetzt durch Männer-Quoten versuchen, ein wenig Rest-Sicherheit zu schaffen, weil der Staat es nicht mehr kann – das hat fertig.
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