Auf Druck der Grünen: Tampon-Automat im Herrenklo des Rathauses Gaga-Entscheidung in Stuttgart

Im Latein-Unterricht in der Schule haben wir uns wenig mit der Spätphase Roms befasst – der Dekadenz, die sich dort ausbreitete, und dann zum Zerfall des Römischen Reiches führte. Heute muss ich sagen: Es ist wohl ein Fehler, dass diese Phase in den Lehrplänen so stiefmütterlich behandelt wird. Denn sonst würden einige Parallelen ins Auge stechen. Und von den rotgrünen Kulturrevolutionären könnten entsprechende Vergleiche – wie einst von Guido Westerwelle – nicht derart leicht und erfolgreich tabuisiert werden.

An den Begriff spätrömische Dekadenz musste ich auch denken, als ich folgende Nachricht las: „Gaga-Einbau im Stuttgarter Rathaus: Stuttgart hängt Tampon-Automat ins Herrenklo“.

Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Diese Nachricht ist echt. Sie steht heute in der „Bild“. Und, zumindest laut Google News, in keinem anderen deutschen Medium.

Besonders pikant: Verwirklich hat den Wahnsinn ausgerechnet ein CDU-Mann. Wie die einst konservative Partei – die heute selbst diesen Fakt, dass sie einmal konservativ war, verleugnet, sich zum Hampelmann des rotgrünen Zeitgeists hat machen lassen, ist schlicht phänomenal. Wenn die champagner-linken Kulturkrieger schreien, machen die Christdemokraten Männchen. Allen voran Parteichef Friedrich Merz, der sich den Spitznamen „der Umfaller“ redlich verdient hat und gefühlt politisch mehr Zeit in der Vertikale verbringt als aufrecht.

In diesem Fall war es nun Oberbürgermeister Frank Nopper von der CDU, unter dessen Ägide im Stuttgarter Rathaus ein Automat installiert wurde, der kostenlos Tampons und Binden ausgibt – auf der Herren-Toilette, wie die Bild schreibt. Und sich fragt: „Ein Versehen oder regiert hier der Mann-Frau-Divers-Wahnsinn?“ Die Antwort gibt die Zeitung sofort: „Der Christdemokrat musste einen Wunsch der Rathaus-Mehrheit (u.a. Grüne, Linke) umsetzen.“ Tatsächlich hat Nopper im Stadtrat gegen die Installation gestimmt. Aber er hatte, nachdem ihn Rotgrün überstimmte, dann eben auch nicht den Mumm, die Sache auf Eis zu legen. Sondern er beugte sich dem Irrsinn – so wie sich Merz ständig beugt.


Wie weit soll die Liebedienerei gegenüber offensichtlich absurden Forderungen von realitätsresistenten Ideologen noch gehen? Kommt bald der BH für Männer, damit sich Frauen nicht diskriminiert fühlen? Sie lachen – aber in Berlin sind Frauen-Pissoirs ein ernsthaftes Thema, weil die Ideologen es diskriminierend finden, dass nur Männer im Stehen Wasser lassen können (der Tagesspiegel schrieb darüber unter der Überschrift: „Feministisch Pinkeln: In Berlin gibt es jetzt ein Pissoir für Frauen„).

Zumindest etwas Widerstand regt sich noch in der CDU gegen den politisch organisierten Wahnsinn, der biologische Fakten einfach außer Gefecht setzen möchte. Fraktionschef Alexander Kotz sagt laut Bild: „Völlig absurd! Was soll ich als Mann mit Tampons anfangen? Und meiner Frau kann ich sie auch nicht mitbringen.“ Dabei ist Kotz keinesfalls ein „Fortschrittsfeind“ in Sachen Geschlechter – er lebt mit einem Mann zusammen.

„Der skurrile Tampon-Spender geht auf eine Initiative der Grünen zurück“, schreibt das Blatt: „Sie hatten beantragt, auf allen öffentlichen Toiletten die Menstruationsartikel ‘ohne Wenn und Aber‘ zur Verfügung zu stellen. Der Antrag ging mit den Stimmen der linken Rats-Mehrheit durch.“

Auf der Zunge zergehen lassen muss man sich die Begründung von Grünen-Fraktions-Chefin Petra Rühle: „Viele Menschen mit Monatsblutung identifizieren sich nicht als Frauen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, ihnen genauso Tampons bereitzustellen wie den Menstruierenden, die sich als Frau bezeichnen.“

Doch offenbar herrscht bei den „Alternativen“, die immer mehr für alternative Fakten stehen, etwa hier in der Biologie, Verwirrung bei dem Thema. Denn vor der Aussage ihrer Fraktionschefin hatte ihre Parteifreundin Christine Lehmann auf „Bild“-Anfrage noch an ein Versehen geglaubt: „Ich sehe keinen Sinn darin, Männern Tampons anzubieten.“

Rathaus-Sprecherin Jana Steinbeck erklärt die Männer-Tampon-Automaten gegenüber dem Blatt so: Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit stelle in einem Pilotprojekt kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung. Steinbeck: „Die Produkte liegen sowohl in den Damen- als auch Herrentoiletten aus, damit sie auch von nicht-binären oder Trans*Menschen genutzt werden können.“

So leid es mir tut – aber mir fehlen hier ganz einfach die Worte, um diesen Irrsinn druckreif und juristisch sauber zu kommentieren. Und ich traue mich nicht, meinen Freunden im Ausland davon zu erzählen. Zum einen könnten manche glauben, ich würde ihnen Märchen erzählen. Zum anderen könnte bei anderen das Rest-Urvertrauen verschwinden, das sich gegenüber Deutschland dank der harten Arbeit von Generationen noch hält.

Zudem bin ich als Journalist mit einer Erklärung überfordert – ich denke, da wären eher Psychologen gefragt, wenn nicht gar Psychiater.

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Lauterbach spricht offen über seinen Alkoholkonsum: Unglaubliche Archivszenen, die einiges erklären. 

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