Fake-„Faktenfinder“ – der verlängerte Arm von Lauterbach & Co. Staatsnahes Propaganda-Kombinat hat wieder zugeschlagen

Man werde für das, was früher die Stasi machte, neue Formen finden, warnte kurz nach der friedlichen Revolution in der DDR die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Sozusagen eine Stasi im Outsourcing. Nach 16 Jahren Angela Merkel wirkt die Warnung von einst wie eine Prognose. Die Arbeitsbereiche, die früher für „Desinformation“ und „Zersetzung“ zuständig waren, haben in den so genannten „Faktenfindern“ würdige Nachfolger im neuen Gewand erhalten. Ihre Aufgabe besteht offenbar darin, von Steuergeldern und mit Mitteln aus der Wirtschaft Regierungskritiker zu diffamieren, zu „zersetzen“, und das Schwarze zu Weiß zu machen und umgekehrt.

Einer der Männer, dessen Name im Zusammenhang mit dem „Recherchebüro“, wie sich „Correctiv“ nennt, auftaucht, ist der Vertraute Gerhard Schröders und Sozialdemokrat Bodo Hombach, der bis zu seinem Rückzug in der Correctiv-Ethikkommission saß. Hombach ist Vorsitzender des Vorstands der Brost-Stiftung, die Correctiv zwischen 2014 und 2016 mit mehr als drei Millionen Euro förderte. “Correctiv” wird von diversen anderen Unterstützern mit Millionen an Spenden ausgestattet, etwa George Soros’ Open Society Foundation, Google, Facebook, Deutsche Telekom etc. Auf Facebook ist „Correctiv“ als „Wahrheitspolizei“ im Einsatz – und biegt dreist Fakten so zurecht, dass sie ins pseudolinke Weltbild passen.

Jetzt hat das „Recherchebüro“, das mit Staatsgeldern indirekt und direkt wie etwa von der „Bundeszentrale für politische Bildung“ gepäppelt wird, wieder zugeschlagen. Und zwar versuchen die woken „Wahrheitswärter“, ein wörtliches Zitat von Karl Lauterbach, das ich auf meiner Seite kritisch analysiert habe, ins Gegenteil zu verdrehen. Die Art und Weise, in der dies geschieht, ist sehr typisch. Und erinnert mich an meine Zeit in Moskau. Schon damals fiel mir bei der Analyse der sowjetischen und postsowjetischen Propaganda auf, wie diese ihre Logikbrüche in ellenlangen Texten versteckt, denen man bei klarem Verstand nicht folgen kann (vielleicht muss man einfach viel trinken). Aber das ist auch gar nicht wichtig. Hauptsache, der Vorspann und die Überschrift sitzen, und die dort vorgebrachte Diffamierung bleibt hängen. Wer will sich schon durch wirre Texte mit Logik-Nebelbomben kämpfen?

Correctiv & Co. stehen fest in der Tradition sozialistischer bzw. sowjetischer Propaganda. Möglicherweise, ohne sich dessen bewusst zu sein. Doch ihre Methoden sind letztlich nur eine moderne Fortentwicklung von denen, die Stasi und KGB lehrten und die ihre Handlanger in den staatstreuen Medien im Sozialismus anwendeten.

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Im konkreten Fall ging es um eine Aussage von Lauterbach, die ich aus der völlig unverdächtigen „Zeit“ übernommen hatte. Der Minister sagte auf der Bundespressekonferenz: „Derjenige, der jetzt Corona gehabt hat und sechs Monate später an einem Herzinfarkt stirbt, der kommt nie in die Corona-Statistik.“ Die müssten aber eigentlich auch gezählt werden, denn der Mensch wäre ohne die Infektion nicht gestorben, so der Minister. Diese Verharmlosung sei nicht angemessen.

Punkt. Lauterbach bringt hier also eindeutig ins Spiel, tödliche Herzinfarkte nach einer Infektion zu zählen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Außer bei den „Faktenfindern“.

Die beweisen nun ellenlang und absurd, dass Lauterbach das, was er sagte, nicht gesagt habe. Oder, genauer: zumindest nicht so gemeint. Sie empören sich nicht über Lauterbachs unsägliche Aussage. Für sie ist Anlass zur Empörung, dass ich sie aufgreife: „Ein Beitrag auf dem Blog von Boris Reitschuster interpretiert eine Aussage von Karl Lauterbach irreführend.“

Dabei interpretiere ich sie gar nicht, sondern nehme sie nur wörtlich.

Aber offenbar darf man das nach Meinung der „Faktenchecker“ nicht. Weil bekannt ist, wie viel Unsinn der Minister redet?

Die Logik von „Correctiv“ ist an Absurdität und Dreistigkeit ist das kaum zu überbieten.

Strohmann-Argument

Mein Kollege Felix Perrefort, der mit einem Artikel auf „Achgut“ ebenfalls ins Visier der Fake-Faktenfinder geriet, schrieb gerade: „Wie ein sogenanntes Strohmann-Argument funktioniert, zeigt ein jüngerer Faktencheck von Correctiv. Bei einem solchen Schein-Argument wird dem Gegner eine Position unterstellt, die er gar nicht vorgetragen hat, um diese dann zu widerlegen. Es ist ein wiederkehrendes Muster in der Arbeit von Manipulateuren und ein typisches Instrument aus dem Werkzeugkasten der Propaganda.“ Nachlesen können Sie die für Correctiv vernichtende Analyse hier.

Sie agieren damit als eine Art „Staatsschutz“.

Systematisch.

Berichte und „Faktenchecks“ über die vielen Lügen der Politiker? Fehlanzeige!

Berichte darüber, wie sie angebliche „Fehlinformationen“ diffamierten, die sich später als Realität bewahrheiteten? Fehlanzeige!

Mit welch stilistischen, sprachlichen und logischen Volten die vom Staat gepäppelten „Wahrheits-Wärter“ versuchen, einen Strich für einen Kreis zu verkaufen und das Offensichtliche zu negieren, hat schon etwas Tragikomisches. Meistens ist es ein Ritterschlag für den Autor, wenn die vom Staat „outgesourcten“ Propaganda-Kombinate einen Artikel aufgreifen.

Allerdings: Die Lügen von Correctiv werden dann wieder von Wikipedia und anderen Medien verwendet, um Kritiker zu diffamieren und Rufmord zu betreiben. Natürlich bleiben die Widerlegungen dort unerwähnt. Ein in sich geschlossenes System der „Zersetzung“, eine moderne Version des „Prangers“ – so wie es Bürgerrechtlerin Bohley vorhergesagt hatte.

Hier eine Übersicht über weitere Desinformation der Regierungs-Propaganda-Maschine von Correctiv & Co.:

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

amzn
Bild: Shutterstock

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