Wie die „Welt“ der „Linken“ zu Füßen liegt AFP schreibt, die einst bürgerliche Zeitung druckt – wer zahlt?

Sie wundern sich, hier einen Artikel über die Fraktionschefin der „Linken“ im Bundestag, Heidi Reichinnek zu finden? Ich mich auch. Warum ich diesen Text trotzdem schreiben musste? Weil er sich nicht um Reichinnek dreht. Sondern um die erodierten Reste der einst bürgerlichen Medienlandschaft, die ihr zu Füßen liegen.

Was ist geschehen? Die Fraktionschefin der Linken wetterte gegen Kürzungen im staatlich alimentierten Sumpf jener angeblichen Nicht-Regierungsorganisationen, die angeblich für Demokratie kämpfen — und dabei von genau dieser Regierung bezahlt werden, um deren Kritiker zu bekämpfen. Ein Geschäftsmodell der organisierten Denunziation, betrieben von Spezialisten wie Correctiv oder der Amadeu-Antonio-Stiftung, bei deren Methoden selbst Erich Honecker in der Hölle neidisch werden dürfte. Und sich wohl fragt: „Warum habe 

ich bloß auf die plumpen Methoden der Stasi gesetzt, wenn es mit dem Feigenblatt der Zivilgesellschaft so viel eleganter geht?“

Ich erspare Ihnen die Ergüsse von Reichinnek, wenn Sie wirklich erpicht darauf sind, Ihre Zeit damit zu verbringen – gerne hier. Dass die lauteste Linken-Politikerin gegen Kürzungen für ihre Hilfsorganisationen in der Pseudo-Zivilgesellschaft wettert, hat in etwa den Nachrichtenwert eines Taschendiebs, der gegen bargeldlosen Zahlungsverkehr streikt — um die traditionelle Handwerkskunst des Entwendens zu retten.

Mit anderen Worten: Medien, die ihren Auftrag ernst nehmen, würden das allenfalls in einem Absatz in einem größeren Beitrag zu dem Thema erwähnen. Umso mehr konservative Medien. Dass ausgerechnet die einst bürgerliche „Welt“ Reichinneks Nichtigkeiten einen großen Artikel widmet, zeigt, wie weit die feindliche Übernahme des Blattes durch eine linke Redaktion erfolgt ist. Pikantes Detail am Rande: Der Text wurde übernommen von der ebenso staatlichen wie linken französischen Nachrichtenagentur AFP — was alles über den Zustand des Blattes aussagt. Eine staatliche Agentur mit Linksdrall bestimmt, was Deutschlands angeblich bürgerliches Leitmedium seinen Lesern serviert. Das Feigenblatt hängt nicht nur schief, es ist längst abgefallen.

Die eigentliche Frage ist nicht, warum Reichinnek schreit. Schreien ist ihr Beruf, umso mehr, wenn die steuerfinanzierte Wettbewerbsverzerrung zu ihren Gunsten eingeschränkt werden soll. Die Frage ist, warum Redaktionen, die zumindest offiziell ein bürgerliches Publikum bedienen wollen, ihr dafür jedes Mal die Bühne bauen. Ein Blick in die Kommentarspalten genügt: Die Leser durchschauen das Theater längst und sind ihrer Redaktion meilenweit voraus. Die Antwort ist so unangenehm wie naheliegend: weil sie dieses Publikum im Grunde verachten — und ihre eigene Relevanz nur noch durch das Nachbeten staatlicher Agenturmeldungen simulieren können.

Bild KI-generiert (Grok)

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