Zurück aus dem Youtube-Sibirien Corona-Demos, Spaltung der Gesellschaft, Nawalnij

Nach sieben Tage Sperrung konnte ich jetzt zum ersten Mal wieder auf meinem angestammten Kanal auf Youtube auf Sendung gehen – dafür wartete gleich eine neue Strafaktion der Firma, die zum google-Imperium gehört. Doch dazu mehr in der Sendung und demnächst hier auf der Seite. Als „Überraschungsgast“ war diesmal Marina Litwinenko bei mir in der Sendung: Die Witwe des 2006 mit radioaktivem Polonium in London vergifteten Ex-FSB-Agenten und Putin-Intimfeinds Alexander Litwinenko. Wir sprachen über die Vergiftung von Kreml-Kritiker Alexej Nawalnij. Ein Thema, mit dem sich Marina Litwinenko leider bestens auskennt.

Hier noch ihr bewegender Appell an die Deutschen:

„Liebe Deutsche: Verwechselt bitte nicht Putin mit Russland!“ Ein bewegender Appell der Witwe des 2006 mit Polonium ermordeten Kremlkritikers Alexander Litwinenko*: „Wer Putin unterstützt, der unterstützt den Zerfall Russlands.“

Ich bin oft in Deutschland, weil ich Land und Leute liebe. Fast jedes Mal, wenn ich hierher komme, wundere ich mich über die Einstellung vieler Deutschen zu Russland. Auf der einen Seite herrscht eine große Begeisterung für alles Russische – für die russische Kultur, für die russische Literatur, für die russische Musik, für das, was man hier die russische Seele nennt, also die Emotionalität von uns Russen. Diese Sympathie für Russland bewegt mich tief.

Allerdings tut es mir sehr weh, zu sehen, wie oft diese Sympathie fehlgeleitet, ja missbraucht wird. Viele Deutsche glauben, wer Russland liebt, muss auch Putin gut finden. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Wer Putin unterstützt, der unterstützt den Zerfall Russlands. Das heutige Regime im Kreml ist kriminell, raubt das Land aus, terrorisiert Kritiker, wie meinen Mann, den es umbrachte. Es überfällt Nachbarländer wie die Ukraine. Es steht für Krieg. Für Terror. Und für eine Mischung aus den schlimmsten Elementen der Sowjetunion und des Westens: Stalinismus und Mafia-Herrschaft.

Ich habe in Deutschland eine merkwürdige Begriff-Verwirrung festgestellt: Russland-Freude nennt man hier diejenigen, die Putin verteidigen – aus der Ferne, ohne in Russland zu leben. Und Putin-Kritiker werden hier Russland-Feinde genannt. Putin-Versteher nennt man diejenigen, die kein Russisch sprechen, die also die Kriegshetze im russischen Fernsehen, das Schüren von Hass gegen Kritiker, von Ultra-Nationalismus, von Blut- und Boden-Stimmung nicht verstehen.

Das Argument vieler Putin-Verteidiger ist, die Menschen in Russland seien nicht reif für Demokratie und Rechtstaat. Wie zynisch ist das! Glauben sie etwa, wir Russen würden gerne in Willkür, und Rechtlosigkeit, in Armut und Unterdrückung leben? Was für ein Bild von den Menschen in Russland haben Putins Verteidiger, wenn sie so argumentieren? Das erinnert an Rassismus, an finstere Zeiten…

Ich bitte alle Deutsche: Gehen Sie diesem Etikettenschwindel nicht auf den Leim. Würden Sie einen Franzosen, der Merkel kritisiert, für einen Deutschlandhasser halten? Nein? Dann tun sie das auch bei Putin-Kritikern nicht. Bitte trennen Sie zwischen den Menschen in Russland und diesem Regime, das sie unterdrückt und ausbeutet.

Es wundert mich, dass in Deutschland so viele Menschen glauben, Putin habe 80 Prozent Unterstützung in Russland. Das, so heißt es, besagten Meinungsumfragen. Das ist absurd. Und naiv: Die Mehrheit der Russen haben Angst, bei Meinungsumfragen die Wahrheit zu sagen. Hinter jedem Befrager könnte ein IM des FSB stecken, wie der KGB heute heißt. Wenn so ein unbekannter Befrager anruft oder klopft, denkt jeder normale Russe sofort an den Standardspruch aus US-Filmen: „Alles, was sie sagen, kann gegen sie verwendet werden.“

Auch höre ich hier oft, Russland wäre ohne Putin verloren. Dass es keine Alternative gäbe, und man deshalb mit ihm zusammenarbeiten müsse. Das ist Unsinn.

Die Demonstrationen Ende März mit Zehntausenden Teilnehmern zeigen das. Es waren vor allem junge Menschen, die auf die Straße gingen. Weil sie keine Zukunft sehen unter dem heutigen Regime. Die in Demokratie und Freiheit leben wollen.

Es ist wichtig, dass Deutschland und Europa jetzt genau die Menschen unterstützt, die sich für Demokratie einsetzen in Russland: Für eine Politik mit ehrlichem Wettbewerb und Konkurrenz, in der Regierungen friedlich abwählen können, in der die Justiz unabhängig ist und die Medien frei.

Wichtig ist auch, dass der Westen endlich umdenkt bei den Sanktionen: Dass die heute geltenden so schlecht greifen, liegt daran, dass sie zu allgemein sind.

Die Sanktionen müssten gegen konkrete Leute aus der Führungsschicht und dem Umfeld von Putin gehen – auch gegen deren Familienmitglieder. Sie entgegnen, das sei Sittenhaft? Nein, denn sie nutzen ihre Beziehungen, um riesige Vermögen anzuhäufen und Russland auszubeuten.

Schon heute bekommen viele einfache Russen kein Visum für EU, auch wenn sie Verwandte dort haben. Oft wird die „Rückkehrwilligkeit“ angezweifelt, oder die Geldmittel, die sie nachweisen können, reicht nicht aus.

Warum wird bei einfachen Bürgern mit so hartem Maß gemessen – und diejenigen, die auf ihre Kosten Vermögen anhäuften, sollen privilegiert werden?  Die EU muss hier den Spieß umdrehen: Visaerleichterungen für einfache Russen, Erschwernisse für die Nomenklatura.

Der so genannte Magnizki-Akt zeigt, wie das wirkt: Mit ihm haben die USA für eine Reihe von russischen Beamten, die direkt oder indirekt am Mord an dem Anwalt Sergej Magnizki beteiligt waren, Einreise- und Vermögens-Sperren beschlossen. Im vergangenen Jahr wollte Russland alles daransetzen, dass diese aufgehoben werden. Weil sie so wirksam sind. Wir brauchen einen Magnitzki-Akt der EU.

Die Menschen in Deutschland haben oft keine Vorstellung davon, wie die Lage in Russland wirklich ist. Wie angespannt. Dass die einfachen Menschen die Leidtragenden sind von dem, was schief läuft im Land. Die einfachen Menschen werden mit Abgaben und Steuern erdrückt – viele können ihre Familien nicht mehr ernähren. Die medizinische Versorgung ist katastrophal. Abseits von Moskau und den Millionenstädten zerfällt das Land buchstäblich.

Was in Russland passiert, ist außerhalb der Vorstellungswelt der Deutschen. Bei vielen Gesprächen sehe ich: Sie tun sich schwer, sich das vorzustellen, was ich ihnen erzähle. Etwa bei der Korruption. Die Menschen in Deutschland stellen sich das vor wie Rost an einem Metall. Aber sie verstehen nicht, dass in Putins Russland alles aus Rost besteht – und kein Metall mehr übrig ist.

Hier wären auch die Medien gefragt, die Dinge besser zu erklären. Den Deutschen die Augen zu öffnen. Ja, die Medien berichten von Missständen. Aber Missstände gibt es überall. Aufgabe der Journalisten ist es, den Menschen klar zu machen, dass diese Missstände in Putins Russland allzu oft nicht die Ausnahme sind, wie im Westen, sondern die Regel.

Das System Putin mit seiner unvorstellbaren Korruption und kriminellen Energie ist ein Krebsgeschwür, das leider Metasthasen bildet; die gehen nach Europa, in die USA. Konkret bedeutet das, dass Teile der Eliten dort korrumpiert werden. Putin steht für weltweite Korruption! Das hat mein Mann immer erzählt, davon wollte er berichten. Vor über zehn Jahren. Damals nahm das keiner Ernst. Inzwischen gibt es immer mehr Menschen, die das verstehen.

Ich bitte Sie, liebe Deutsche: Lieben Sie weiter Russland, seine Literatur, Kultur, Musik. Aber auch wenn es schwierig ist: Machen Sie einen Trennstrich in Ihren Köpfen zwischen diesem wunderbaren Russland und diesem Monster, das im Kreml sitzt.

Aufgezeichnet von: Boris Reitschuster


Hier mein aktuelles Wochenbriefing:

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hatte dieses Wochenbriefing schon fertig geschrieben, da bekam ich eine Nachricht, die ich unbedingt noch an den Anfang stellen will. Gerade kamen die neuen Zahlen für August rein. reitschuster.de hatte 1,33 Millionen Besucher – ein Plus von 99,8 Prozent gegenüber dem Juli. Die Seite wurde 2,34 Millionen mal aufgerufen. Damit ist reitschuster.de dem Cicero auf den Fersen, einem großen Medium mit großer Redaktion (1,89 Millionen Besucher im August). Aber jetzt weiter mit dem ursprünglichen Wochenbriefing:

Die Ideen von General Iwan I. Agajanz, dem früheren Chef der KGB-Desinformation, scheinen noch erschreckend lebendig. „Jeder, der über unsere wahren Pläne genau oder unparteiisch … schreibt oder spricht, muss rasch als Rechter oder Faschist abqualifiziert oder der Lächerlichkeit ausgesetzt werden.“ Auch heute wird diese Methode wieder ganz breit angewandt. Ohne dass sich diejenigen, die das tun, wohl bewußt sind, wer einst diese Idee ausbrütete.

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung werden in den Medien mit aller Gewalt als rechtsextrem dargestellt. Dieses Framing ist so erfolgreich, dass der führende Kopf hinter „Querdenken 711“, Michael Ballweg, jetzt seine  Absicht fallen ließ, am 3. Oktober eine neue Demonstration in Berlin zu machen. Stattdessen soll die nun in Konstanz an der Grenze zur Schweiz stattfinden. Ballweg wollte vermeiden, dass erneut Rechtsextreme seine Demonstration nutzen, um mitzumischen.

Das ist tatsächlich auch passiert am 29. August. Es ist gut, das zu thematisieren, denn es ist selbstverständlich ein Problem. Eine Irreführung ist es allerdings, wenn heute sehr viele Medien deswegen den ganzen Protest gegen die Corona-Maßnahmen als rechtsextrem oder zumindest anfällig für Rechtsextremismus hinstellen. Das Zurückweichen von „Querdenken 711“ zeigt, dass diese Taktik aufging: Eine Demonstration an der Schweizer Grenze ist irrelevant. KGB-General Agajanz hätte wohl seine helle Freude daran, wie seine Methoden auch heute noch funktionieren (siehe auch meinen Beitrag „Der Kampf gegen rechts von KGB und Stasi)

Auch ich selbst werde immer wieder mit dem Erbe des KGB-Manns konfrontiert.  Schon mehrfach haben mir Leser, durchaus wohlmeinend, geschrieben, ich solle mich doch mehr mit Rechtsextremismus beschäftigen, weil ich mich sonst angreifbar mache, wenn ich mehr über Linksextremismus schreibe. Das sehe ich genau umgekehrt: Solange in den großen Medien zu 90 Prozent das Thema Rechtsextremismus vorherrscht, wäre es Unsinn, wenn ich als kleines Korrektiv auch noch die Hälfte meiner knappen Zeit damit verbringen würde, mit dem Strom zu schwimmen. Ich muss da Akzente setzen, wo die anderen schweigen. Würden sie nur über Linksextremismus schreiben – ich müsste mich auf den Rechtsextremismus konzentrieren. Weil jeder Extremismus gefährlich ist. Und man sich nicht an den politischen Moden orientieren darf bei der Berichtertattung über ihn.

Wenn in Ihrer Nachbarschaft zwei Häuser brennen, eines links und eines rechts, und wenn alle rennen, um das rechts zu löschen, wenn der Andrang der Löschkräfte so groß ist, dass die Löscher gar nicht mehr durchkommen: Müssen Sie sich dann auch dort in die Schlange der Löschkräfte einreihen? Um „Haltung“ zu zeigen? Oder macht es mehr Sinn, das Feuer links zu löschen, wo kaum jemand löscht? Dass man solche Dinge überhaupt erst erklären muss, zeigt, wie tief das Framing á la KGB-General Agajanz inzwischen in die Köpfe vorgedrungen ist.

Zum Schluss noch ein paar Sätze zur neuen Seite. Endlich ist der lang ersehnte Umzug erfolgt. Mit Nervenkitzel bis in die letzte Minute. Ich bin vom Resultat sehr angetan. Die Seite ist jetzt übersichtlicher, viel schneller, zuverlässiger. Sie hat neue Funktionen. Ich kann jetzt die Themen selbst gewichten. Etwa in der  Rubrik „Empfohlen“ auch ältere Beiträge wieder oben präsentieren, wenn sie wieder aktuell werden. Die Rubriken machen die Seite übersichtlicher, ebenso die Schlagwörter. Wenn Sie sie anklicken, bekommen Sie alle verwandten Themen präsentiert. Es gibt eine Druck-Funktion (unten vor den Kommbewegeentaren), ebenso eine Funktion zum Mailen. In der mobilen Version ist auch Whatsapp integriert.

Ich hoffe, wir haben viel Freude an der neuen Seite. Und sie hat auch gleich eingeschlagen. Heute konnte sie nach der Umstellung zum ersten Mal wieder in der Relevanz-Hitliste der deutschen Medien von 10000flies antreten. Dort wird gemessen, welche Artikel am meisten geteilt wurden bundesweit. reitschuster.de hat in der Kategorie „Blogs“ gleich Platz 1, 3 und 7 besetzt. In der „Bundesliga“ mit allen Medien, also einer Klasse mit „Bild“, „Focus“, „Spiegel“ & Co. war immerhin noch Platz 15 drin.
Bei dieser Gelegenheit ganz herzlichen Dank für die vielen Zuschriften zu meinem Artikel über den Neustart der Seite – viele haben mich tief bewegt, und ich empfehle sie auch sehr zum Durchsehen.

Ein ganz besonderer Dank für Ihre Treue und Ihre Unterstützung. Ohne Sie wäre die Seite insgesamt nicht möglich. Und auch die Neugestaltung wäre undenkbar gewesen. Ich bin Ihnen sehr dankbar!

Einen guten Wochenstart und alles Gute,
herzlich
ihr
Boris Reitschuster

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Erdmaennchen
5 Monate zuvor

Lieber Herr Reitschuster, ich hielte es für hilfreich und legitim, wenn Sie Ihr Interview mit dem Deutschlandfunk zum Thema Nawalny vom 21.08.20 auf Ihrer Seite einstellen würden.
Dies würde viel erklären zum Punkt 3 meiner Kritik an Ihnen.

Günter Käppel
5 Monate zuvor

Nur ein Schelm wer böses dabei denkt.

Die Frage wem es nützt führt meistens zum Ziel. Amerika will mit „absolut allen“ Miteln verhindern, das Nord Stream 2 fertig gestellt wird. Amerika kennt bei der Durchsetzung seiner Ziele keine Freunde, und zwar egal unter welchem Präsident. Guantanamo, Vietnam, Hiroschima … jeder kann sich hier seine eigene Liste zusammenstellen. Also wem nutzt dieser Anschlag???

Werner Lieb
5 Monate zuvor

Herr Reitschuster, sie mögen Recht haben, aber wo blieben/blieben die Sanktionen gegen die USA, Großbritanniens etc.., für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak, der weit über 1 Million Menschenleben kostete, und wir bis heute die Auswirkungen spüren. Ich glaube es ist die Heuchlerei, die viele von den Kommentatoren wahrscheinlich so denken lässt.
Jeder Ermordete ist einer zuviel. Zivile Kriegsopfer heissen auf der westlichen Seite Kolateralschäden, das andere mal kommen wegen einzelnen Vergiftungsopfern, Nato, EU etc. zusammen und wollen bestrafen. Hunderttausende Opfer ohne Sanktionen, ein paar wenige auf der Anderen, so tragisch es ist, da wird nach Sanktionen geschrien.

caesar
5 Monate zuvor

Lieber Herr Reitschuster ,

die alte römische Gerichtsfrage „cui bono?“ gilt nach wie vor.Und der russischen Regierung -ich spreche ausdrücklich nicht von Putin -denn auch dort ist die Regierung kein ein-Mann Betrieb- nützt die Vergiftung oder der Tod von Litwinenko,Skripal oder Navalny nicht ,sondern er schadet erheblich ,wie alle sehen können und natürlich auch voraussehen konnten.Sie sollten sich ernsthaft die Frage stellen ,wem die Anschläge genutzt haben.Jemand mit Polonium zu vergiften ,der dann noch zwanzig Tage lebt und jede Menge Beschuldigungen verbreiten kann ist ziemlich unprofessionell.Skripal hat ein absolut tötliches Gift überlebt ,dito Navalny.Angeblich kann man das Gift noch nach Tagen nachweisen ,obwohl dieses angeblich nur in Rußland bekannt ist.Dabei ist bekannt ,daß Gifte auf der Basis von Cholinesterasehemmern sehr rasch wirken.Es kommt zur Atemlähmung wenn nicht umgehend als Gegenmittel Atropin verabreicht wird.Nach zwei Tagen hilft das nichts mehr.
Es ist relativ plausibel ,daß die Genannten und noch einige mehr vergiftet wurden.Die Frage ist nur von wem und wozu.Wenn man die Reaktionen der diversen Politiker hört ,kann man erkennen wozu.Daraus kann man auch schließen von wem.
Profi-Geheimdienste beseitigen unliebsame Personen geräuschlos.Sehr beliebt ist Selbstmord,da gibt es auch keine gerichtliche Untersuchung.Eine ganze Anzahl Banker hat sich aus dem Fenster gestürzt.

Erdmaennchen
5 Monate zuvor

Herr Reitschuster,Sie leisten, sofern es um innerpolitische Themen geht, eine anerkennenswerte Arbeit als freier Journalist
Bei Themen, welche Russland tangieren ist dies diametral anders.
Meine Fragen an Sie:
1. Weshalb übersetzen Sie in dem Gespräch mit Frau Litwinenko unwidersprochen Fake News zum angeblichen Tod Skripals und seiner Tochter( (2.25:33) ?
2. Wo rührt denn Ihre enge Bekanntschaft zur Familie Litwinenko her? Alexander Litwinenko war bis 2003 KGB- und FSB-Offizier, bevor er die Seiten wechselte und für britische Geheimdienste tätig wurde.
3.Weshalb stellen Sie sich indirekt auf die Seite derjenigen, welche im Fall Nawalny ohne Beweise reflexartig den russischen Staat als Täter identifizieren? Ich bin kein Putin-Anhänger, aber ich halte den Mann nicht für blöd und stelle mir prinzipiell die Frage:“Wem nützt dies?“
Auf Ihre Antwort bin ich gespannt.

Marcel
Antwort an  Erdmaennchen
5 Monate zuvor

Vielleicht schaffen es die Fragen ja ins nächste Reitschuster.live. ??

Viva
Antwort an  Boris Reitschuster
5 Monate zuvor

@B.Reitschuster

1. Zitat: „und Putin ganz offen sagt, Verräter gehören umgebracht.“
Wo sind denn ihre Kolegen: Julian Assange, Jamal Khashoggi, Chelsea Manning, Edward Snowden ?
2. Zitat:“Als solcher wäre er auch nicht 20 Jahre an der Macht in Russland.“ Wie lange ist Angela Merkel an der Macht ? 15 Jahre und es dauert noch.
3.Zitat: „Sie denken da offenbar sehr westlich und messen Putin nach Ihren Maßstäben“ Genau das tuen Sie. Sie waren zu lange in Russland als Korrespondent, und da ist so wiel Hass angestaut, das es nicht zu übersehen ist.

Putin mag vieles sein, aber der ist nicht ein Lappen, der um im Westen gelibt zu werden sein Land verkauft. Er vertritt Russlandinteressen hart und dafür wird er im Westen gehasst und mit allen Mitteln denunziert, und das sind offenbar westliche Maßstäbe.

Erdmaennchen
Antwort an  Boris Reitschuster
5 Monate zuvor

Lieber Herr Reitschuster,
in Minute 25:32 kam die klare Aussage von Ihrer Interviewpartnerin, dass in England die Skripals mit Nervengift ermordet wurden.
Die Vorgänge damals mit dem Giftanschlag sind mir sehr wohl bekannt Allerdings gibt es bis heute keinerlei Meldungen, dass Vater und Tochter daran gestorben wären. Ermordet heißt für mich getötet. Daher möchte ich Ihren Vorwurf bezüglich schlechter Information an Sie zurückgeben.

Margit Kästner
5 Monate zuvor

Die Frage darf doch mal gestattet sein : Weshalb unbedingt Berlin und nicht Genf , Paris , Wien , diplomatisches Gespür unserer Außenpolitik , oder gewollte Eskalation ? Nur wir sind die Guten . mit einer Minderheitsregierung , die ja abgelehnt wurde , hätte unsere Kanzlerin mehr Gegenwind . Amen

Walter Roth
5 Monate zuvor

Erstaunlich das Nawalny hier im westen als Zukunft Russlands betrachtet wird.

Die Russen selber sind keineswegs Navalny Fans, die werden ihm nie zu einem Sieg bei Wahlen verhelfen. Aber natürlich, zur Demokratie gehören auch Oppositionelle, ganz klar.
Aber ein Navalny wäre nicht in der Lage Russland in seinem jetzigen Stadium stabil zu halten. Das aber ist wohl gerade die Ursünde Putins, dass er Russland frei von ausländischen Begehrlichkeiten hält und dafür wird er angefeindet.
Dabei hatte man sich in den 90igern doch so gefreut das Riesenreich ungehemmt plündern zu können.
Allerdings klappte das in den 90-igern nicht so recht, denn die „Mafia“ in Russland war hemmungslos und Brutal, die scherten sich kaum um Gesetze und machten den Firmen die sich dort Ausbreiten wollten, viele Schwierigkeiten.
Was wurde da alles über die rechtlosen Zustände in Russland geklagt.
Putin hat das beendet…… aber eben auch dafür gesorgt das Russland im Gegenzug nicht von Ausländern geplündert wird.

Tja, Russland wird verteufelt, aber beim Iran, einem Schurkenstaat welcher Homosexuelle tötet, ……und Mädchen ab 9, …… Jungen jedoch erst ab 14 aufghängt, gibt’s keine Hemmungen im Umgang.

Nein, Russland braucht noch Zeit und bis dahin ist Putin ein sehr guter Lenker Russlands.
Das ist zwar nicht das was wir Demokraten uns erträumen, aber es ist die zur Zeit einzig mögliche Realität.

—————————————————–

Bei Navalny haben die russischen Ärzte jede Zusammenarbeit mit dem Westen angeboten.
Sie wollen Proben, Befunde usw. zur Verfügung stellen wenn sie im Gegenzug das selbe aus Deutschland bekommen.
Aber Deutschland antwortet auf diese Angebote nicht einmal.
Dafür wird dort von vorsätzlicher Vergiftung gesprochen, was aber purer Politik geschuldet ist, Beweise gabs bislang für nichts.
Die Indoktrination durch Deutsche Medien erreicht in der Sache mal wieder Höhepunkte.

Aber es ist hier das selbe wie mit den Skripals, nichts wird Transparent dargelegt, nichts kann überprüft und abgewogen werden, nein alles wird verschleiert.
Was in England passierte kann man so nur als Anschlag der Dienste in England einstufen.

Hildegard Hardt
Antwort an  Walter Roth
5 Monate zuvor

Was mich am „Fall Nawalny“ stört, ist die einseitige Betrachtungsweise. Ohne eindeutige Beweise ist niemand zu verurteilen und wer den Begriff „zweifelsfrei“ benutzt, sollte diese auch vorlegen können.
Alles andere sind Spekulationen, wenn nicht gar Unterstellungen und haben mit seriösem Journalismus nichts zu tun.

Margit Kästner
5 Monate zuvor

Dazu auf den NACH DENK SEITEN ein Podcast vom 26.8. von Ulrich Heyden und auf Kenfm Willi Wimmer unter der Rubrik Tagesdosis vom 3.9.

Margit Kästner
Antwort an  Boris Reitschuster
5 Monate zuvor

Willi Wimmer hat guten alten Politikstil mitgestaltet und ist auf Ausgleich aus ,er vertritt verlorene Werte auch die einer ehemaligen SPD in der noch Verstand anzutreffen war . Interessant wäre ja auch mal die Archivöffnung der Alliierten anzusprechen so wie es zwischen Macron und Putin thematisiert wurde .

Werner Lieb
Antwort an  Boris Reitschuster
5 Monate zuvor

Nein Herr Reitschuster,
nicht alles schönreden, aber wem nützt dieser Anschlag?
Jetzt treffen sich Nato, EU, etc…
Warum so kurz vor Nordstream2 Bauende?
Putin wäre wirklich dumm, es genau zu diesem Zeitpunkt zu tun.
FG
Werner Lieb

Rainer Klar
5 Monate zuvor

Zum Interview mit Marina Litwinenko:
Gerade der Fall Skripal hatte doch gezeigt, dass das Ganze getürkt war von vorn bis hinten, und zwar von den Briten. Putin hätte Null Vorteile davon, einen unliebsamen Russen zu vergiften. Noch dazu, dass es in dem Jahr um die Fußball-WM in Russland ging und entspr. Negativ-Presse.
Die Skripals sind nicht gestorben, die Frau hat sich schneller erholt, wurde jedoch eigenartigerweise von den Briten vollkommen abgeschottet (eingesperrt). Bis heute? Ich habe leider nicht mehr von ihnen gehört.
Putin ist hochintelligent, und er hat so etwas nicht nötig. Er wird öfter hart durchgreifen müssen, doch das geht auch anders.
Ohne dass ich weiss, was letztlich die Wahrheit hier ist, müssen wir davon ausgehen, dass der „DeepState“ auch in Russland Wurzeln geschlagen hat. Ähnlich wie in den USA finden auch in Russland noch oft behördliche Massnahmen statt, die von den Handlangern der globalistischen Elite betrieben werden.
Systemkritiker sind dabei nicht selten eben diese Handlanger. Putin hat gerade noch rechtzeitig verhindern können, dass Russland ausverkauft wurde an diese Elite, vor allem die USA (vor Trump).
Warten wir mal ab, wie die Sache sich entwickelt. Die deutschen Ärzte, die Nawalnij mit dem Flugzeug abholten, hatten es jedenfalls alles andere als eilig, sich um ihn zu kümmern. Siehe Interview mit Hans-Joachim Müller.
Mein Riecher sagt mir, dass Putin weder Skripal noch Nawalnij vergiften ließ, sondern dass es False-Flag-Geschichten sind.

MamaSchlumpf
5 Monate zuvor

Es ist angenehm Ihnen zuzuhören.
Meinungsfreiheit: Was Nawalny betrifft, da habe ich eine eigene Meinung. Für mich fühlt es sich so an, als würde dort jemand gerne Unruhe rein bringen wollen. Das Gefühl hatte ich von vornherein.
Coronawahn: Ich rauche und rauche auch gerne. Ab und zu huste ich auch . Wenn mir das im Geschäft passiert, hoffe ich immer, dass nicht plötzlich so ein Sturmtrupp aus einem Raum gerannt kommt um mich raus zu werfen.

Ich finde den ganzen Ablauf eher merkwürdig. Ich frage mich: was passiert zur gewohnten Herbstgrippezeit? Was für ein Denver kommt dann auf uns zu?
Sieht man dann wieder auf jedem TV-Sender „wir bleiben zuhause „?
Ja bitte genau „die“ sollen zuhause bleiben aber andere Menschen auch leben lassen.
Für mich ist das alles eine rein wirtschaftliche Sache.
Es fühlt sich an wie ein stiller Krieg.
Hinzu kommt dieses Enorme. Die Bilder der Demo wie mit Menschen umgegangen wurde. Ich muss erwähnen, dass ich mir sehr viel Bildmaterial angesehen habe um zu sehen was da geschieht.
Ich bin ehrlich: Wäre ich bei der Polizei (davon mal ab ich wäre schon längst gegangen) aber spätestens jetzt wäre ENDE! Ich würde erst einmal lange einen Krankenschein einreichen! Ich könnte all das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren.
Wenn man verachtet wird weil man an einer Demo teilnimmt, eigentlich nur noch arbeiten darf und schön schweigen was macht das alles noch für einen Sinn?
Die Menschen dort haben viele Anliegen gehabt! Sie gingen an dem Tag dort hin weil sie zum Ausdruck bringen wollten, dass es hier nicht gut läuft.
Eigentlich kann der Staat doch froh sein, dass diese Menschen nicht alle hin gehen und sich für 2 Wochen eine AU holen!!!!

Die nächsten Wochen werden spannend.