Diejenigen, die ständig sagen, „war doch früher auch schon so“, müssen heute besonders harte Verdrängungsarbeit leisten: Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein 13-Jähriger in Leipzig einen Busfahrer ins Koma geschlagen – und der Mann ringt jetzt um sein Leben.
Der Fahrer, 62 Jahre alt, hatte die Gruppe junger Männer nur gebeten, etwas leiser zu sein. Nicht mehr. Das reicht im „besten Deutschland aller Zeiten“, um sein Todesurteil zu unterschreiben.
Was folgte, beschreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung so: „Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem 13-Jährigen, bei der der Busfahrer verletzt wurde. Aufgrund der Verletzungen musste er in ein Krankenhaus gebracht und stationär behandelt werden.“ Sprache als Sedativum. Die Realität ohne amtliches Beruhigungsmittel klingt so: Drei Kopfstöße. Schlaganfall. Notoperation. Koma. Ob er aufwacht, weiß niemand.
Jetzt wird schon diskutiert, ob die Kopfstöße den Schlaganfall wirklich auslösten oder nur „begünstigten“. Koinzidenz. Was für ein praktisches Wort.
Strafunmündig, aktenkundig, frei
Der Täter? Im Irak geboren, laut Polizei als „Intensivtäter hinlänglich bekannt“. Er besucht keine Schule. Und hat strafrechtlich nichts zu befürchten. Null. Niente. Denn in Deutschland darf man zwar ab 16 Jahren in vielen Bundesländern wählen. Aber gleichzeitig kann man unter 14 Jahren tun, was man will. Während die meisten europäischen Länder die Strafmündigkeit bei 12 oder 13 ansetzen, klammert sich Deutschland eisern an die magische Grenze der 14 fest.
Fortschritt nennt man das. Humanität.
Und jetzt? Das Jugendamt übernimmt.
Mit „Intervention und Repression“, wie der zuständige Leiter stolz verkündet – derselbe, der kürzlich mit einer Kinderbande zu tun hatte, die Leipzig mit über 150 Straftaten terrorisierte. Die Täter lachen, das Amt verwaltet, die Opfer schweigen. Unterbringungsplätze sind rar, die Hürden hoch. Und ein falscher Schritt von Amts wegen – schon ist der Rassismusvorwurf da.
Und der Busfahrer?
62 Jahre lang Linien durch diese Stadt gefahren, Fahrgäste sicher nach Hause gebracht. Und als er einmal um Ruhe bat, ließ ihn der Staat allein. Kein Schutz. Keine Konsequenzen für den Täter. Nur die Hoffnung, dass er aufwacht.
Irgendwo tippt gerade jemand: „War doch früher auch schon so.“
Nein. War es nicht.
Der Busfahrer kämpft ums Leben. Deutschland kämpft ums richtige Pronomen.
Sein Angreifer wird wohl in drei Jahren wählen dürfen. Der Busfahrer vielleicht nicht mehr.
Bild: Symbolbild/KI-generiert/Grok
