90 Minuten Pflichtfernsehen – für Befürworter und Maßnahmen-Kritiker „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“

Von Christian Euler

Die Medien bestimmen die Wahrnehmung der Pandemie. In Österreich wurde kürzlich ein Film in der Primetime ausgestrahlt, der hierzulande im Mainstream-TV als Verschwörungstheorie abgetan würde. „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“ ist die Weltreise des Linzer Virologen Martin Haditsch auf der Suche nach Antworten. Antworten, die Licht ins Dunkel einer Krise bringen, für die unsere Regierung offensichtlich keine Lösung hat.

Gerade deshalb sollte dieser 90 Minuten umfassende Mix aus Wissen und Erfahrung gleichermaßen Pflicht für Lockdown-Befürworter wie für Maßnahmen-Kritiker sein. Er könnte die Grundlage für einen offenen Diskurs sein, der hierzulande bis heute unmöglich erscheint. Wie um dies zu bestätigen, hat nicht ein einziger der von Haditsch befragten Wissenschaftler bislang eine Rolle in der Corona-Politik der Bundesregierung gespielt.

Klaus Stöhr, ehemaliger Projektleiter bei der WHO und Impfstoffentwickler beim Schweizer Pharma-Giganten Novartis, fragt sich daher nicht ohne Grund: „Hat man die Pandemie vom Ende zum Anfang durchdacht oder ist man gestolpert von Lockdown zu Lockdown?“

Unprätentiös und frei von jeglicher Sensationslust regt „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“ zum Nachdenken an. Etwa, wenn Martin Haditsch mit Luca Speziani spricht, dem Präsidenten des Ärzteverbands Bergamo und Vorsitzenden mehrerer medizinischer Organisationen in Italien. Speziani konstatiert im Rückblick zwei gravierende Fehler: Die Allgemeinmediziner wiesen ihre Patienten ab, da sie Angst hatten sich selbst anzustecken. Sie gaben ihnen die kriminelle Anweisung, das fiebersenkende Mittel Paracetamol zu nehmen und abzuwarten. „Dies führte zu vielen, vielen Todesfällen.“

Es gibt keinen Grund, Symptomlose zu testen

Als „kriminellen Akt“ bezeichnet er, die auf den Intensivstationen Genesenen in die Altenheime zu verlegen. „Daraufhin hatten wir 30 bis 40 Prozent der Todesfälle in Altenheimen.“ Zudem zitiert er eine Anweisung der WHO für die Gerichtsmediziner, auf der Sterbeurkunde Tod durch Covid anzugeben, wenn der Gestorbene zu irgendeinem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf positiv auf Covid-19 getestet worden war. Da regelmäßige Obduktionen Speziani zufolge verboten waren, war es nicht möglich zu erfahren, wie viele Menschen tatsächlich an Corona gestorben sind.

Interessant ist auch das Gespräch von Haditsch mit Thomas Ly, der für die infektiologische Expertise der größten Krankenhauskette Thailands verantwortlich ist. In 49 Kliniken werden dort alleine 1,5 Millionen ausländische Patienten aus über 160 Ländern pro Jahr behandelt. Haditsch will wissen, warum es laut Worldometer in Thailand bezogen auf die Bevölkerung 80 Mal weniger Covid-19-Fälle und 650 Mal weniger Tote als in Deutschland gibt. Der gebürtige Deutsche Ly geht noch weiter: „In Thailand haben wir seit Beginn der Pandemie auf eine Million Einwohner einen mit Corona assoziierten Todesfall.“ Zum Vergleich: Zum Zeitpunkt des Gesprächs am 9. März 2021 waren es in Deutschland 866 mit Corona assoziierte Todesfälle je eine Million Einwohner.

„Ich glaube, der Unterschied ist recht einfach erklärt“, meint Ly. „In Thailand untersuchen wir nur Patienten, die Symptome haben. Es gibt für uns keinen Grund, einem Menschen, der keine Symptome hat, zu sagen: ‚Komm bitte mal her und ich suche mal, ob Du irgendetwas hast.‘ Das machen wir einfach nicht. Wenn jemand zu uns kommt und hat Atemwegssymptome, dann machen wir das, was wir die ganzen letzten Jahre auch gemacht haben.“

Szenenwechsel in die USA, wo Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt konstatiert: „Panik ist eine sehr gefährliche Sache. Meiner Meinung nach wäre es logisch gewesen, im Wesentlichen das zu tun, was Schweden getan hat.“ Ganz falsch scheint der US-Wissenschaftler nicht zu liegen, wie der von ihm beratene Bundesstaat Florida zeigt. Dort sind die Schulen seit Ende des vergangenen Sommers geöffnet, die Maskenpflicht ist längst tabu und die meisten Menschen leben wie vor Ausbruch der Krise. Dennoch lag die 7-Tage-Inzidenz Ende April bei 50.

Ivermectin als Therapie – aber nicht in Europa

In Hamburg trifft Haditsch auf Roland Wiesendanger, der mit seinen Aussagen zum Ursprung des Virus für Aufsehen sorgte (Reitschuster.de berichtete). Nachdem der Physikprofessor den Ausbruch aus einem Labor als plausible Theorie bezeichnete, sah er sich einem massiven medialen Shitstorm ausgesetzt. 2012 hätten führende Virologen vor einer Pandemie gewarnt, die auf Basis der Anzahl von Laborunfällen pro Jahr abzusehen sei. Die Wahrscheinlichkeit binnen 10 Jahren bezifferten sie auf 80 Prozent. Wiesendanger fühlt sich vor diesem Hintergrund dazu berufen, öffentlich zu warnen – auch wenn er dabei einen Teil seines Renommees durch öffentliche Angriffe riskiert.

Zu Wort kommt auch Pierre Kory, der in den Mainstream-Medien ein Nischendasein fristet. Als Lungenfacharzt kämpfte er in New York gegen das Virus und setzte allen Vorgaben zum Trotz das Antiparasitikum Ivermectin zur Therapie ein. Damit rettete er tausenden Erkrankten das Leben. Bis heute wird diese Behandlungsmethode in Europa von der Europäischen Arzneimittel-Agentur verhindert. Haditsch hält das nicht davon ab, seinen Grazer Kollegen Kurt Zatloukal das Präparat unter experimentellen Bedingungen testen zu lassen. Drei Wochen nach dem Treffen mit Haditsch berichtet Zatloukal über das Ergebnis: Bereits bei geringen Konzentrationen führt Ivermectin zu einer Verringerung der Virusvermehrung um den Faktor 1000.

„Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“ sind 90 Minuten geballte Erfahrung und Kompetenz zum wohl wichtigsten Thema unserer Zeit. Ein Muss für jeden, der mehr wissen will – unabhängig von der politischen Richtung.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Dipl.-Volkswirt Christian Euler widmet sich seit 1998 intensiv dem Finanz- und Wirtschaftsjournalismus. Nach Stationen bei Börse Online in München und als Korrespondent beim „Focus“ in Frankfurt schreibt er seit 2006 als Investment Writer und freier Autor u.a. für die „Welt“-Gruppe, Cash und den Wiener Börsen-Kurier.
Bild: Screenshot/ServusTV
Text: ce

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Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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