Amsterdam: Polizei hetzt Hunde ohne Maulkorb auf Demonstranten "Bilder, die man nur aus totalitären Staaten kennt"

Hier finden Sie einen Video-Zusammenschnitt der Aufnahmen aus Amsterdam.

Abertausende Menschen haben am Sonntag in Amsterdam trotz Verbots gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung und dem seit 19. Dezember verhängten Lockdown demonstriert. Sie skandierten unter anderem „Es geht nicht um einen Virus, es geht um Kontrolle“ oder „Mehr Freiheit“. Videoaufnahmen in den sozialen Medien vermitteln ein Bild vom Ausmaß der Proteste:

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Die staatsnahe französische Nachrichtenagentur AFP, die auch einen deutschen Dienst unterhält (für den ich früher arbeitete), berichtet von „Dutzenden Demonstranten“:

 

Ihr Verbot begründeten die Behörden damit, sie hätten Hinweise, dass die Demonstranten „Gewalt vorbereiten“ würden. Es wurde sogar im Rahmen einer „Notverordnung“ ein Betretungsverbot für den Museumplein erlassen, den Platz, auf dem die Demo geplant war. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot und mit Wasserwerfern vor Ort. Es kam in der Folge zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Ordnungskräften und den Demonstranten:

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Die Lage eskalierte. Die Beamten versuchten, die Demonstranten aufzuhalten und Gruppen aufzulösen. Teilnehmer der Kundgebung wollten Polizeisperren durchbrechen. Diese reagierte, indem sie Hunde ohne Maulkorb auf die Demonstranten hetzte und auf diese teilweise wahllos einprügelte. Hier ist ein neuer Tiefpunkt an Brutalität im Umgang mit der eigenen Bevölkerung erreicht. Bisher kannte man solche Bilder eher aus Diktaturen:  

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Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Polizeiauto eine Demonstrantin umfährt: 

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Teilweise prügelten die Polizisten bis zum Umfallen auf die Demonstranten ein:

 

Aufnahmen im Netz zeigen, wie sich Polizei und Veteranen in Uniform gegenüber stehen, dann macht die Polizei eine Gasse auf und Beamte fangen ohne ersichtlichen Grund an, auf die demonstrierenden Veteranen einzuprügeln:

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Der Daily Express aus Großbritannien schreibt: „Schreckliche Aufnahmen im Internet zeigen den Moment, in dem Bereitschaftspolizisten mit Schlagstöcken und Schilden versuchten, eine Menge von einigen Tausend Menschen aufzulösen, während Polizeihunde auf die Demonstranten losgingen.“

Ganz anders die Berichterstattung unserer öffentlich-rechtlichen Medien:

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Dushan Wegner schreibt auf Twitter: „Wird man so wie hier in Amsterdam, wenn man Corona-Polizist ist, oder werden mancherorts ganz bewusst Leute eingestellt, die ohne Gewissensbisse auf Gundrechte-Demonstranten einschlagen? Oder nehmen die gar Drogen, die das Gewissen lahmlegen?“

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Andere Stimmen im Internet machten die Demonstranten für die Gewalt verantwortlich. Kommentatoren bezweifeln allerdings, ob das Bild echt ist – und ob es sich um einen Schlagstock handelt, wie suggeriert, oder nur um einen Schirm.

Andere Kommentatoren verspotten die Demonstranten:

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Hier finden Sie einen Video-Zusammenschnitt der Aufnahmen aus Amsterdam.

Bild: Screenshot/Twitter
Text: br

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