Gerüchte über „zweiten Masken-Tod“ eines Kindes Emotionales Video von Bodo Schiffmann sorgt für Wirbel im Netz

Die Emotionen um die Corona-Maßnahmen kochen immer höher. Ein neues Video des Sinsheimer Hals-Nasen-Ohren-Arztes Bodo Schiffmann hat am Samstag für heftige Wellen im Internet gesorgt. In dem kurzen Film auf Youtube, der von der Google-Tochter zunächst gelöscht, dann aber wieder online gestellt wurde (und auch  hier anzusehen ist), verbreitet der Mediziner die Nachricht, so wörtlich, „ein weiteres Kind“ ohne Vorerkrankungen sei „mit großer Wahrscheinlichkeit wegen Maske gestorben“. Konkrete Angaben machte der für seine massive Kritik an den Corona-Maßnahmen bekannte Schiffmann dazu aber nicht. Er sagte, es läge noch kein Obduktionbericht vor.

Der Arzt aus Baden-Württemberg spricht, so ist zumindest anzunehmen, von einem „zweiten Fall“ unter Berufung auf den Tod einer 13-jährigen Schülerin Anfang September. Das Mädchen war im Landkreis Germersheim im Schulbus urplötzlich zusammengebrochen und später im Krankenhaus gestorben. Im Internet gab es Spekulationen, der Tod des Kindes habe mit der Maske zu tun. Belege dafür gibt es allerdings nicht, Obduktionsergebnisse liegen noch nicht vor.

Schiffmann kritisiert seit längerem die Maskenpflicht und sieht insbesondere für Kinder schwerwiegende Folgen. Ebenso wie Prof. Sucharit Bhakdi, der von „Kindesmisshandlung“ spricht (siehe hier). Aus Kliniken und von Neurologen würde er Nachrichten erhalten, dass Kinder vermehrt über Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen klagen, so Schiffmann in dem Video, in dem er sehr emotional ist.

Der Mediziner berichtet auch von anderen Problemen mit der Maske: Ein Vater habe ihm geschrieben, dass sein Sohn beim Sportunterricht zum Aufsetzen einer solchen gezwungen und ihm verboten wurde, seine Brille zu tragen, um einen sicheren Halt der Maske zu gewährleisten. Aufgrund der hohen Kurzsichtigkeit mit sechs Dioptrien sei das Kind dadurch im Schulsport „blind“ gewesen, so der Mediziner. Mund-Nasen-Schutzmasken für Kinder im Sportunterricht seien „Mord“, sagt der Sinsheimer Arzt in dem Video. Er spricht von Kindeswohlgefährdung und einem Spiel. Selbst Prof. Drosten gebe zu, dass Masken nicht helfen, so Schiffmann. Er bezieht sich damit wohl auf eine Aussage des Virologen vom Januar (siehe hier). In Asiatischen Ländern würden sie so schon lange getragen, trotzdem habe es dort starke Grippewellen gegeben, so der HNO-Arzt in dem Video.

[themoneytizer id=“57085-1″] Mich lässt die Aufnahme ratlos, ja konsterniert zurück. Obwohl ich es für unbedingt erforderlich halte, die Corona-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und hierbei sehr große Defizite sehe, halte ich es für mehr als problematisch, Todesfälle ohne konkrete Nachweise oder Belege auf die Maskenpflicht zurückzuführen. Ich persönlich habe mehrfach von Lesern Hinweise erhalten, dass Kinder Probleme mit der so genannten „Mund- und Nasenbedeckung“ haben. Eine Leserin schilderte mir, wie bei der Einschulung ihres Sohnes ein Kind mit Maske plötzlich umkippte. In diversen Internet-Foren sind viele solche Berichte zu lesen. Eine schwierige Situation: Einerseits habe ich als Journalist eine Aufklärungspflicht, andererseits aber auch eine Sorgfaltspflicht.

 

Nicht nur ich persönlich stehe so vor einem schrecklichen Dilemma. Die ganze Situation ist eine solche: Weil einerseits inzwischen das Vertrauen zerstört ist, dass Medien und Institutionen mögliche Missstände wirklich aufklären, ist andererseits Spekulationen und auch Falschinformationen Tür und Tor geöffnet. Einen Ausweg aus dieser misslichen Lage sehe ich zumindest kurzfristig nicht. Außer einen: nicht zu schweigen, zu berichten, aber nach allen Seiten extrem kritisch zu bleiben. Und sich zu mäßigen. Ich sehe die Einschränkungen von Grundrechten als extrem problematisch an und thematisiere das regelmäßig. Andererseits halte ich es für maßlos überzogen, von einer  „faschistischen Diktatur“ zu sprechen, wie Schiffmann das in seinem Video tut – wohl aus einer sehr emotional aufgeladenen Situation heraus. Doch das ist kontraproduktiv.

Ich würde gerne mit Ihnen hier in eine Diskussion treten, bzw. Ihre Meinung lesen, welche Auswege und Perspektiven Sie aus dem geschilderten Dilemma sehen. Vielen herzlichen Dank im Voraus!


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PS: Der Dialog hat bereits ein erstes Resultat. So erfuhr ich aus zuverlässiger Quelle, die erste Obduktion der Leiche der 13-Jährigen habe noch kein klares Bild ergeben. Die Rechtsmedizin führe nun weitere Untersuchungen durch. Dies könne erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen. Ob der Mund- und Nasenschutz teil- oder ursächlich war, sei ebenfalls Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Auf Anregung eines Lesers habe ich folgende Presseanfrage an die Staatsanwaltschaft Landau geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,erlauben Sie mir folgende Anfrage zum Tod einer 13-Jährigen in einem Schulbus bei Germersheim Anfang September:
1.) Liegt ein Obduktionsbericht vor?
2.) Wenn nein:
A) wann ist mit diesem zu rechnen?
B) was ist der Grund, dass sich die Obduktion so lange hinzieht?
3.) Wenn ja:
A) was war die Todesursache?
4.) Gibt es, ggf. auch nach vorläufigen Obduktionsergebnissen, Hinweise dafür, dass der Tod im Zusammenhang mit dem Tragen einer so genannten Mund- und Nasenbedeckung stand?
5.) Ist auszuschließen, dass ein in 4.) beschriebener Zusammenhang bestehlt?Besten Dank im Voraus und freundliche Grüße
Boris Reitschuster
www.reitschuster.de

Bild: Screenshot YouTube
Text: br


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