Wie mich der Pfleger, der Spahn zerlegte, zum „Millionär“ machte Eine Geschichte und ihre Wellen

Das Schicksal ist ein Schelm. Da verpasse ich einmal die Bundespressekonferenz. Und prompt wird der Artikel über genau diese der meistgelesene auf meiner Seite seit ihrem Beginn: 771.117 Mal wurde der Beitrag über Ricardo Lange aufgerufen – den Pfleger, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bzw. dessen Politik in nur wenigen Metern Abstand von ihm vor laufenden Kameras derart abwatschte, dass der Minister politisch k.o. ging. Besonders bemerkenswert: Es war eine Mitarbeiterin aus meinem Team, die mich auf den Auftritt aufmerksam machte und darauf, wie Lange den Minister bloßstellte.

Die Geschichte schlug solche Wellen, dass auch die großen Medien nicht umhinkamen, sie groß aufzugreifen – nachdem sie anfangs allenfalls beiläufig Langes Kritik erwähnten. Ein klassischer Beweis, wie man auch als Einzelkämpfer Zeichen setzen kann. Bei 10000flies, der Plattform, die jeden Tag eine Rangliste erstellt, in der sie die Relevanz von Artikeln bundesweit misst, kam der Beitrag mit weitem Abstand auf Platz 1, vor Spiegel, Focus, Bild und Co. Er wurde sogar Wochensieger und sogar Monatssieger – mit mehr als 128.150 Teilungen:

 

Noch unglaublicher schlug das Thema auf Youtube ein. Auch hier war der Weg steinig – ich hatte in der ersten Version einen Schnittfehler, in einer Passage fehlte bei Lange der Ton. Auch beim zweiten Hochladen blieb der Fehler – und erst im dritten Anlauf ging alles gut (anzusehen hier). Doch das tat dem Erfolg keinen Abbruch: Insgesamt wurde der Streifen bislang knapp 1,2 Millionen Mal angesehen. Das sind Dimensionen, die ich mir früher nie hätte vorstellen können. Und die auch politisch relevant sind. Ebenso wie die Zahl der Abonnenten auf meinem Youtube-Kanal – heute schon mehr als 255.000. Zum Vergleich – vor einem Jahr waren es rund 3.000.

Besonders spannend ist natürlich, warum ausgerechnet die Geschichte über Lange so einschlug. Ich kann es mir nur so erklären: Der Intensivpfleger, der in seinen Auftritten im Tagesspiegel ja immer sehr auf Linie ist und meistens das schreibt, was die Politik erfreut, fiel aus der Rolle, redete Klartext – und sprach dabei offenbar sehr, sehr vielen Menschen aus der Seele. Weil man spürte, dass er das erzählt, was ihn bewegt. Ungeschönt. Mit klarem Menschenverstand. Und weil der Kontrast zum Polit-Sprech des Ministers so gigantisch war. Der Tagesspiegel fragte Lange jetzt: „Einige schrieben nun, Spahns Aktion, Sie einzuladen, sei nach hinten losgegangen, weil Sie ihm vor laufenden Kameras mehrfach widersprachen.“ Lange zeigte sich vorsichtig: „Ich finde, es ist ein Zeichen für eine lebendige Demokratie, dass ich das alles in diesem Forum sagen konnte. Gerade hat mich das Gesundheitsministerium gefragt, ob es mich auf seiner Webseite zitieren darf. So schlimm scheinen die meine Aussagen also nicht gefunden zu haben.“ Wenn sich der Pfleger da mal nicht irrt!

Aber zurück zu meiner Seite: Die explodierte parallel zum Youtube-Kanal: Im April hatten wir 18,5 Millionen Zugriffe – 5,5 Millionen mehr als im März. Ich sehe das weniger als meinen Erfolg denn als Teamarbeit. Die vielen freiwilligen Helfer, Menschen aus ganz Deutschland, die aus eigenem Antrieb Reklame für unsere Seite machen und sie empfehlen! Ich bin ihnen extrem dankbar!

Quelle: Internes Analyse-Tool (Zähler) der Seite

Und ich freue mich riesig, dass ein neues Format, das ich mir spontan ausgedacht habe, so gut ankommt: Politiker dechiffriert. Im Video nehme ich sie und ihr Polit-Sprech aufs Korn und übersetze es in Klartext. Nach Söder, Laschet und Baerbock (auf Youtube mit Tonproblemen, in guter Fassung hier) ist heute Merkel bei mir im Fadenkreuz dieser Mischung aus politischer Analyse und Satire. Sehen Sie rein – und lernen Sie Angela Merkel von einer ganz neuen Seite kennen! Einfach hier klicken!

PS: So ungern ich mit den hohen Zahlen hausieren gehe – ich sehe Sie als meine Arbeitgeber an. Durch Ihre Unterstützung – moralisch, zeitlich und finanziell – haben Sie diese Seite möglich gemacht. Und ich finde, deshalb muss ich Sie auch auf dem Laufenden halten über die Entwicklung. Es ist ja auch Ihr Erfolg. Meine große Hoffnung im Moment ist, bald wieder etwas geringere Zahlen zu haben – und dafür etwas mehr Schlaf und vielleicht sogar etwas Freiheit! 😉

Herzlich

Ihr

Boris Reitschuster

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Ben Gingell/Shutterstock (Symbolbild)
Text: br

Transparenzhinweis:
Hier war kurzzeitig auf einen Artikel aus dem Jahr 2018 über den 1. Mai damals aktuell Bezug genommen und aus diesem aktuell zitiert worden. Der Fehler wurde umgehend korrigiert. Ich bitte, ihn zu entschuldigen.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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