Bundeswehr-Funk: Zwei Milliarden – kein Anschluss Pistorius' teuerste Beschwichtigung

Ich bin mir sicher – die Bundeswehr ist eine echte Herausforderung für Moskau. Ich kenne das russische Militär aus meiner Zeit dort recht gut, und die Leute dort sind aus hartem Holz geschnitzt. Deshalb glaube ich: Wenn bei uns von Unisex-WCs, Diversität, Workshops für sexuelle Orientierung und Panzer-Schwangerenadaptierung gesprochen wird, denkt man dort, es handle sich um kryptische Tarnnamen für neue Wunderwaffen. Dass es schlichte Dekadenz ist, liegt jenseits des Vorstellungsvermögens dieser Haudegen vom alten Schlag.

Ich bin auch überzeugt, dass sie die ständigen Nachrichten über fehlende Munition, fahruntüchtige Hubschrauber, Schiffe, die nicht schwimmen, und Flugzeuge, die falsch betankt wurden, schlicht für Desinformation halten, um ihre Wachsamkeit einzuschläfern. Dass ausgerechnet Deutschland wirklich so auf den Hund gekommen sein könnte, wie es das ist – das übersteigt die Phantasie jedes Russen, der mit dem Mythos der deutschen Zuverlässigkeit aufgewachsen ist.

Insofern wird man im Verteidigungsministerium an der Snamenka-Straße in Moskau auch nicht glauben, was heute in den großen deutschen Medien zu lesen ist: Dass die Bundesregierung zwei Milliarden Euro in den Sand gesetzt hat für einen Digitalfunk, der nicht funktioniert. Schlimmer noch: Der nicht mal für den Übungsbetrieb freigegeben ist.

Funk für die Tonne

Ein neues Desaster. Und noch schlimmer: Es wundert keinen mehr. Es würde uns eher wundern, wenn etwas funktionieren würde. Das Projekt „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ (D-LBO) sollte Soldaten, Fahrzeuge und Gefechtsstände vernetzen – die Bundeswehr endlich ins 21. Jahrhundert bringen. Stattdessen: Leopard-2-Panzer, die sich gegenseitig nicht erreichen. Funksprüche, die gar nicht übertragen werden oder so leise sind, dass sie niemand versteht. Reichweiten, die weit hinter den Anforderungen zurückbleiben. Und das bei einer Brigade Litauen, die im Ernstfall unverschlüsselt – also für jeden russischen Funker mithörbar – kommunizieren würde, oder gar nicht. Das Verteidigungsministerium reagierte auf das Desaster mit dem, was es am besten kann: wortreichen Beschwichtigungen.

Und ausgerechnet der Mann, der für das alles verantwortlich ist, ist der beliebteste Politiker in Deutschland: Boris Pistorius. Dieses Land hat sich derart zur Lachnummer gemacht, dass Beobachter von außen sich das gar nicht vorstellen können. Insofern tun mir die Militärs in Moskau fast leid. Sie werden rätseln, sie werden Geheimdienstberichte anfordern, sie werden Experten befragen. Und am Ende werden sie zu dem einzigen logischen Schluss kommen, zu dem Russen mit ihrem nostalgischen Bild von Deutschland kommen können: Das muss Absicht sein. Eine geniale Täuschung. Die perfekte Tarnung.

Die Bundeswehr – Europas unterschätztes Wunderwaffen-Programm.

Wahrscheinlich ist diese kollektive Unfähigkeit tatsächlich unsere einzige Lebensversicherung: Wer selbst dazu zu blöd ist, seinen eigenen Funk auf die Reihe zu bringen, den hält der Kreml für so gefährlich, dass er sich aus reiner Angst vor der unberechenbaren deutschen Genialität nicht über die Grenze traut.

PS: Wer mir ein Osterei ins Nest legen möchte – ich verspreche: Anders als der Bundeswehr-Digitalfunk funktioniert dieser Link.

Bild: Symbolbild/KI-generiert/Grok