91 Prozent weniger Todesfälle durch Omikron als durch Delta Großangelegte US-Studie

Es sind unglaubliche Daten aus den USA. Beim ersten Durchlesen meint man, man müsse sich wohl vertan haben. Aber es steht da tatsächlich: Omikron-Patienten mussten um 74 Prozent seltener auf Intensivstationen gebracht werden und starben um 91 Prozent seltener als Menschen, die mit der Delta-Variante des Corona-Virus infiziert wurden. Das sagt nicht irgendwer. Die Daten ergeben sich aus einer Studie, die im Auftrag des US-Centers for Disease Control and Prevention erstellt wurden, der für die Seuchenbekämpfung zuständigen Bundesbehörde in den USA. Die Autoren der Studie sollten systematisch untersuchen, wie gefährlich die Omikron-Variante ist. Basis für die Untersuchung, die im Moment nur als „Preprint“ vorliegt und damit noch unter Vorbehalt steht, waren die Daten des Krankenversicherers Kaiser Permanent. Mit deren Hilfe ließen sich in Süd-Kalifornien knapp 70.000 Fälle untersuchen, in denen Menschen einen positiven PCR-Tests hatten. In 52.297 Fällen wurde die Omikron-Variante festgestellt, in 16.982 die Delta-Variante.

Hospitalisiert wurden dem Ergebnis der Untersuchung zufolge 235 von 52.297 Omikron-Fällen und 222 von 16.982 Menschen, bei denen die Delta-Variante gefunden wurde. Demnach ist die Hospitalisierungsrate bei 0,5 Prozent in den Omikron-Fällen und bei 1,3 Prozent in den Delta-Fällen.

Auch die Verweildauer in den Krankenhäusern war bei Omikron-Fällen deutlich geringer als bei anderen: um 69,6 Prozent. Die Schlussfolgerung der  Autoren:  Bei paralleler Verbreitung der beiden Varianten sei Omikron mit einem „wesentlich geringeren Risiko für schwere klinische Verläufe“ verbunden, und auch die Länge der Krankenhausaufenthalte sei kürzer.

Auch wenn die Studie noch keinem „Peer-review“ unterzogen wurde: Noch in keiner anderen Arbeit wurden bisher so viele Omikron-Fälle unter die Lupe genommen. Bemerkenswert: Das wichtigste Ergebnis der Studie, die beruhigenden 91 Prozent weniger Todesfälle, wird in großen Medien geradezu schamhaft versteckt. Bei Spiegel Online etwa ist sie erst im letzten Satz des siebten Absatzes zu finden. Auch in der „Welt“ ist sie erst am Ende des fünften Absatzes zu finden – bei viel längeren Absätzen. Eine schnelle „Google-News“-Suche deutet darauf hin, dass in den traditionellen Medien die gute Nachricht, die geringere Sterberate durch Omikron, offenbar nicht für eine Schlagzeile gut war. Oder diese durch den Google-Algorithmus nicht prominent angezeigt werden.

 

Bild: Alexander Heil
Text: br

mehr zum Thema auf reitschuster.de

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hatte allein im Dezember 2021 mehr als 50 Millionen Klicks. Und sie hat mächtige Feinde. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!  
Meine Bankverbindung: DE70 6003 0100 0012 5710 24, BIC: BHBADES1XXX.
Mein Paypal-Konto: Paypal.me/breitschuster.
Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.
Möglichkeiten für eine Patenschaft finden Sie hier. Unterstützen Sie meine Arbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.