Berlin kapituliert ganz offen vor den Hamas-Anhängern … ... und lässt Polizei vorauseilende Beschwichtigung ausüben

In vielen westlichen Ländern kam es in den vergangenen Wochen zu ähnlichen Szenen: Unterstützer der Hamas rissen Plakate von Wänden, die an die israelischen Geiseln der Hamas erinnern. Mehrfach wurden solche Aktionen gefilmt. Wenn die Filmer die Hamas-Anhänger fragten, warum sie das machen, antworteten diese in den meisten Fällen mit Gegenfragen, etwa nach palästinensischen Opfern des Krieges. Oder sie reagierten mit unverhohlenem Antisemitismus. Die „New York Times“ sprach gar von einem „Feuersturm auf amerikanischen Bürgersteigen“.

Auch in Berlin wurden Plakate entfernt, die an das Schicksal der Hamas-Geiseln erinnern. Allerdings waren es dort keine Antisemiten. Oder genauer gesagt: keine nachweislichen Antisemiten. Denn es waren Berliner Polizisten, die sich auf Anweisung der Polizeiführung als Plakat-Entferner betätigten.

Die offizielle Begründung für die Plakat-Entfernungen wirkt wie ein schlechter Witz: Es habe ein Impressum gefehlt.

Wer Berlin kennt, weiß: In der Hauptstadt hängen jede Menge Plakate ohne Impressum herum.

Eine Ordnungswidrigkeit. Die in der Regel die chronisch überlastete Polizei der Hauptstadt kein bisschen interessiert.

Aber ausgerechnet in einem Fall, in dem ein Plakat die Befindlichkeit von unseren moslemischen Mitbürgern und Gästen treffen könnte, hat die Ordnungsbehörde plötzlich Kapazitäten und fühlt sich plötzlich zuständig.

Und ebenso die berufsmäßigen Beschwichtiger.

Auf Twitter bzw. „X“ gibt es jede Menge Kommentare, in denen es heißt, es gehe offenbar darum, dass die Plakate ohne Zustimmung der Besitzer angebracht worden wären.

So als ob in solchen Fällen dann die Polizei als Erfüllungsgehilfe einspringen würde. Wie lächerlich diese Ausrede ist, davon kann sich jeder überzeugen, indem er die Polizei bittet, etwa ein illegal angebrachtes Graffiti von seiner Hauswand zu entfernen.

Tatsächlich wird hier, wie so oft, wieder einmal die Realität verdrängt. Die Polizei wird ganz offensichtlich tätig, weil sie Konfliktpotenzial entschärfen will.

„Darauf deutet auch hin, dass das Unternehmen Wall, ein Betreiber von Werbeflächen und Vertragspartner des Landes Berlin, zuvor einen Auftrag abgelehnt hatte, auf Werbeflächen im Berliner Nahverkehr die Vermisstenanzeigen für die Geiseln zu zeigen“, wie die „Welt“ hinter einer Bezahlschranke schreibt: „Die Motive seien von der Polizei ‚in ihrer Wirkung als polarisierend eingestuft worden‘, hieß es von der Senatsverwaltung für Verkehr zur Begründung.“

Damit ist klar: Motiv der Polizei ist, bloß keine der vielen Hamas-Anhänger in Berlin zu reizen und keine unguten Gefühle bei Moslems zu wecken, ist offenbar das Motto der Behörde.

Was es für Gefühle bei Juden in Berlin weckt, wenn Polizisten die Bilder der Hamas-Opfer von Litfaßsäulen kratzen – das spielt für die Stadtregierung offenbar eine geringere Rolle.

Berlins Polizei kapituliert damit ganz offen vor den Hamas-Anhängern in Berlin und handelt in vorauseilender Beschwichtigung.

Allen Sonntagsreden zum Trotz.

 

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Bild: Screenshot Youtube-Video Tagesspiegel

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