Deutschland – unfreier als eine Diktatur Corona-(freier)-Alltag in Weißrussland

Mir gehen viele Berichte unter die Haut. Aber selten so stark, wie der Brief von meiner Leserin Rebekka Schroth aus Weißrussland, wo sie als Lehrerin arbeitet. Er hat mich regelrecht aufgewühlt. Sie hat mir geschrieben auf meine Bitte hin, aus anderen Ländern über den Corona-Alltag dort zu berichten. Ihre Schilderung ist so stark und steht derart für sich alleine, dass ich das tue, was mir schwer fällt, und was ich öfter machen sollte: Mich einfach einmal jeden Kommentars enthalten und ihr Werk – ich benutze bewusst dieses Wort – für sich stehen lassen. Ich finde: Es ist ein beeindruckendes Dokument der Zeitgeschichte.


Ich schreibe Ihnen aus einer kleineren Stadt im Nordosten von Weißrussland an der Grenze zu Russland. Kürzlich las ich in Ihrem Telegramkanal den Erfahrungsbericht einer Leserin aus Polen. Ihre Bitte darum auch aus anderen Ländern zu berichten, brachte mich auf die Idee, von meinen persönlichen Eindrücken aus Weißrussland zu erzählen. Ich lebe und arbeite hier seit Ende August 2020 als Deutschlehrerin an einer weißrussischen Schule.

Das Leben läuft hier trotz Corona überwiegend normal weiter. Seit letztem November gibt es zwar eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen, sowie im Nah- und Fernverkehr, diese wird aber weder kontrolliert noch sanktioniert. Nicht alle Belorussen nehmen die Regel daher sehr ernst. So kann es durchaus vorkommen, dass die Maske unterm Kinn getragen wird, am Ohr hängt, ganz fehlt oder einfach so getragen wird, dass die Nase zum Atmen frei bleibt. Meine belorussische Kollegin erklärte mir die Regel so: „Man muss eine Maske dabei haben.“ Als ich kürzlich mit einer belorussischen Bekannten ein Einkaufszentrum besuchte und ich, wie gefordert, die Maske aufsetzte, schaute sie mich an und fragte völlig erstaunt: „Du trägst Maske?“ „Ja, ich bin wohl ziemlich deutsch.“ An der Kasse im Supermarkt oder vom Schaffner im Zug wurde ich allerdings auch schon an die Maskenpflicht erinnert. Niemals aber würden einen belorussische Mitbürger belehren. Eher noch würden sie einem ihre Maske anbieten, wenn sie sehen, dass man selber keine hat. So zumindest die Behauptung meiner belorussischen Kollegin. Tatsächlich aber wurde mir einmal in einem Restaurant, welches ich ohne Maske betrat, freundlich eine angeboten, anstatt mich zu unterweisen.

Ganz normaler Schulbetrieb

Ansonsten gibt es hier keine weiteren coronabedingten Einschränkungen, alles ist offen, alles findet statt, ohne Sperrstunde. Ich war in Minsk sowohl in einem Nachtclub mit Livemusik, in einigen Bars und Kneipen, als auch im Ballett. In meiner etwas hellhörigen Plattenbauwohnung kann ich zudem akustisch am Besuchs- und Partyleben meiner Nachbarn teilnehmen. Der Schulbetrieb läuft ungestört weiter. Zwar gibt es auch hier eine Maskenpflicht, aber nur für Lehrer und für diese nur im Flur und im Lehrerzimmer, nicht während des Unterrichts. Auch hier wird die Regel individuell ausgelegt, es kann also vorkommen, dass die Schulleitung selbst ohne Maske durchs Schulhaus läuft oder diese lediglich unterm Kinn trägt. Wenige Lehrer und Schüler tragen die Maske jedoch freiwillig während des Unterrichts. Das sind aus meiner Sicht meistens diejenigen, die sich an „Europa“ orientieren.

Bei den Kindern konnte ich jedoch häufig beobachten, dass sie diese nach einer gewissen Zeit wieder abnehmen. Vom ständigen Lüften im Klassenzimmer ist bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad, wie wir sie dieses Jahr schon hatten, nicht die Rede. Manchmal ist die Luft in den Klassenzimmern sogar so abgestanden, dass ich dann schon mal die Fenster aufreiße. Coronafälle gab es an der Schule einige, sowohl unter den Lehrern, als auch unter den Schülern. Nicht alle Fälle waren getestete Fälle. Wer krank war, blieb zu Hause und kam wieder, wenn er gesund war oder frühestens nach 14 Tagen. Corona ging eben rum, wie sonst zu dieser Zeit die Grippe rum geht. In letzter Zeit hörte ich nicht mehr so häufig von Coronafällen, vielleicht ist inzwischen die Herdenimmunität eingetreten oder ich habe es einfach nicht mehr mitbekommen.

Es ist mehr die politische und die wirtschaftliche Situation des Landes, die die Menschen hier belastet. So zumindest die Aussage meiner belorussischen Schulleitung. Über Corona wird nicht besonders viel gesprochen, nicht wie in Deutschland, es wird keine Angst und keine Panik verbreitet, von Mutationen ist kaum die Rede. Allerdings muss ich sagen, dass ich sowohl mit Schülern, als auch Lehrern gesprochen habe, die, mit Blick nach „Europa“, sich mehr Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, wie etwa einen Shutdown, Homeschooling oder eine Maskenpflicht, die kontrolliert wird, wünschen. Eine Spaltung der Gesellschaft aufgrund von Corona gibt es aber nicht.

Nach den Erzählungen meiner belorussischen Kollegen und Bekannten legten die Belorussen wohl im Frühjahr viel Selbstdisziplin an den Tag und verbannten sich quasi selbst in den Shutdown. Auch die Schulen wurden von vielen Kindern nicht mehr besucht. Es war einfach nicht klar, wie gefährlich das Virus tatsächlich war. Inzwischen jedoch wurde mir von einigen erzählt, dass sie pandemiemüde seien, sich die Leichen nicht gestapelt hätten und die befürchteten hohen Todeszahlen, die man anfangs erwartete, ausblieben. Dennoch handeln viele Belorussen weiterhin verantwortungsvoll. Ich konnte häufig beobachten, dass so gut wie möglich versucht wird, Hygieneempfehlungen einzuhalten. Es gibt auch diejenigen, die weiterhin während dieser Zeit lieber kein Café oder keine Veranstaltung in geschlossenen Räumen besuchen. Aber freiwillig.

‘In unterschiedlichen Welten

Schaue ich dann manchmal die Nachrichten aus Deutschland an, kommt es mir so vor, als würde aus einer surrealen Welt berichtet, als würde ich einen surrealen Film schauen. Auch als ich an Weihnachten nach Deutschland kam, war ich schockiert darüber, was von vielen Menschen inzwischen als „neue Normalität“ akzeptiert wird. Da ich nur selten die Tagesschau schaue, geht die Propaganda an mir völlig vorbei. Komme ich dann mit Freunden oder Familie über Corona und die Maßnahmen ins Gespräch, habe ich häufig das Gefühl, dass wir in ganz unterschiedlichen Welten leben (was wir wohl auch tatsächlich tun). Erzähle ich zum Beispiel von dem Leben hier, und dass es außer der pro Forma Maskenpflicht keine Einschränkungen gibt, trotzdem aber nicht jeder jemanden kennt, der im letzten Jahr an Corona oder überhaupt gestorben ist, so will es mein Zuhörer oft gar nicht wissen, fragt nicht weiter nach, wechselt das Thema, ist nicht interessiert daran. Man will wohl nicht verunsichert werden und weiter dem Narrativ der Alternativlosigkeit glauben.

Als ich am Ende meines Heimaturlaubs schließlich mit dem Zug zum Flughafen fuhr, hatte ich noch eine surreale Begegnung. Da es früh am Morgen war und ich noch kaum gefrühstückt hatte, hatte ich zu Essen und Trinken dabei. Hierfür nahm ich die Maske ab. Sofort machte mich der Schaffner darauf aufmerksam, dass ich auch während des Trinkens die Maske aufzusetzen hätte bzw. diese nur just in diesem Moment abziehen könne, in welchem ich einen Schluck nähme. Ich hielt dies für ziemlich unpraktisch und auch nicht hygienisch und weigerte mich. Tatsächlich aber hatte ich die Entwicklung in Deutschland unterschätzt. Im Sommer war das Trinken im Zug noch möglich gewesen. Der Schaffner rief die Polizei. Von den Polizisten wurde ich nochmals darin unterwiesen, wie ich mit Maske zu trinken hätte. Mir blieb nur noch den Polizisten zu erzählen, dass ich momentan in einer Diktatur lebte, dort aber mehr persönliche Freiheiten hätte als in Deutschland. Daraufhin erwiderten sie, dann solle ich doch zurückkehren. Ja, das tat ich in diesem Fall gerne, doch nicht, ohne vorher nochmals in Konflikt mit der Polizei zu geraten. Denn ich hatte es mir erlaubt, mir die lange Wartezeit am Flughafen mit einem Cappuccino zu verkürzen und dabei wieder die Maske abgelegt. Schnell war die Polizei, die am Flughafen üppiger als sonst vertreten war, wieder vor Ort, um mich bezüglich der Maske und des Trinkens erneut zu belehren.

Ich muss sagen, ich war tatsächlich froh, als ich in die Belavia Maschine stieg und in die letzte Diktatur Europas zurückflog. In Minsk angekommen, suchte ich mir erst einmal ein Hotel, bevor es weiter in den Nordosten ging, verbrachte den Abend bei Pasta Arrabiata und einem Glas Rotwein in einem schicken Restaurant, schlenderte danach über den Weihnachtsmarkt, der bis weit in den Januar geöffnet hat, trank dort einen Glühwein ohne Maske und fühlte mich sehr frei. Als ich später einem Bekannten via Zoom von dem Vorfall berichtete, meinte er, er würde gar nicht mehr trinken, trinken sei zu gefährlich. Es entsetzte mich, mit welcher Selbstverständlichkeit und mit welcher Akzeptanz er dies sagte. Da lebe ich in einer Diktatur und muss mir von Deutschland aus mit aller Selbstverständlichkeit anhören, dass Trinken gefährlich sei, da die Polizei hart durchgreife. Also trinken kann ich hier so viel ich will, überall, sogar im Café. Auch im Zug kam bisher noch kein Schaffner auf die Idee, mir während des Trinkens die Maskenpflicht nahezulegen.

Sehr interessant war auch die erste Begegnung mit meiner belorussischen Schulleiterin im neuen Jahr, die Deutschlehrerin ist und daher Deutsch spricht. Etwas entsetzt fragte sie mich, was denn in Deutschland los sei. Sie hätte sich die Neujahrsansprache von Angela Merkel angehört, die sei ja schon sehr seltsam gewesen, sehr lang und es sei ja nur um Corona gegangen. Sie habe sich schon große Sorgen um mich gemacht und sei wirklich froh, dass ich es wieder heil aus Deutschland nach Belarus geschafft hätte. Hier hätte ich doch momentan mehr Freiheiten, als in Deutschland, fügte sie noch hinzu. Dem konnte ich dann allerdings nur noch zustimmen. Daraufhin nahm sie mich, froh um meine Rückkehr, in den Arm. Denn auch das ist hier möglich.
Natürlich gibt es hier im Land viele andere Probleme, die ich nicht geschildert habe, ich habe hier lediglich meine persönlichen Eindrücke im Umgang mit der Coronasituation beschrieben.

 

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Bilder: Shark9208888/Shutterstock
Text: Gast

 

 

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Angelina
1 Monat zuvor

Ich will nicht spalten, aber eine Beobachtung, die ich nach der Wiedervereinigung gemacht habe, spiegelt sich auch in diesem Bericht wieder.
In einer Diktatur ist die Bevölkerung eher geneigt zusammenzuhalten. Man kennt den gemeinsamen Feind und verbündet sich, übt den leisen Widerstand durch Ungehorsam und kreiert gute Witze. Während die Menschen im Westen den Neid und die Überheblichkeit kultiviert haben, mussten die Ossis sich verbünden, um irgendwie den Hintern an die Wand zu kriegen. Auf beiden Seiten hat man sein Bestes gegeben und etwas geleistet, aber nur auf einer Seite hatte man auch was davon. Dafür wurden die „Habenichtse“ aus dem Osten dann auch „gebührend“ verachtet und ausgelacht. Heute denke ich, das gemeinsame Schicksal hat aus den Ossis die besseren Menschen gemacht. Allerdings nur aus denen, die das Verbrechersystem nicht angeführt, dem nicht zugearbeitet, bzw. davon partizipiert haben. Es ist nicht so, dass es die sozialistisch-kommunistischen Bestrebungen und Organisationen im Westen nicht gab, aber da war eben noch die Brandmauer der christlichen Parteien, die das Gesindel im Zaum gehalten hat und eine SPD, die noch wusste was Demokratie ist. Recht schnell nachdem die erzkommunistische FDJ-Sekretärin ihren genialen Schachzug, die stärkste christlich-demokratische Partei zu unterwandern, umgesetzt hat, sind all die Kommunisten und Sozialisten aus dem Osten, die kurzzeitig unsichtbar waren, aus ihren Rattenlöchern gekrochen, haben sich mit ihren Gesinnungsgenossen im Westen verbündet und seitdem basteln die an ihrer neuen sozialistischen Diktatur. Die überwachungs- und drangsalierungs-Methoden aus dem Osten wurden großteils übernommen und sind dabei recht hilfreich. Die stärksten Unterstützer finden die Banditen ausgerechnet bei denen über dem großen Teich, die unter dem Banner der Demokratie überall auf der Welt vor allem Krieg und Tod verbreiten. Die Erfindung eines angeblich gefährlichen Virus, ist nur ein weiteres Handwerkszeug auf diesem Weg. Dass aus einem gemeinsamen Schicksal jetzt ein neuer, starker Zusammenhalt gegen den gemeinsamen Feind entstehen könnte, möchte ich allerdings bezweifeln. Schon deshalb, weil das „Schicksal“ ein selbstgewähltes und mit Zähnen und Klauen verteidigtes ist. Die Mauer, die die Menschen vor der Erkenntnis aufgebaut haben, besteht aus Dummheit, Selbstgefälligkeit und Obrigkeitshörigkeit. Die DDR konnte nur untergehen, weil sie komplett pleite und erledigt war. Das sehe ich für die gesamte Republik leider noch lange nicht. Es ist einfach noch zu viel bei den Fleißigen und Sparsamen zu holen. Aber an dem „Problem“ arbeiten sich ja täglich die Wahnsinnigen ab, so dass das spätestens erledigt sein wird, wenn das Bargeld abgeschafft, alle Immobilienbesitzer mit Zwangshypotheken belastet, Edelmetallbesitz unter Strafe gestellt und zuletzt, wie in der DDR, Antiquitäten aus den Privathaushalten geraubt wurden.
Ihr denkt, so schlimm wird es schon nicht kommen?
Na dann…..
Ich, der alte Ossi, erkenne eine Sau, wenn ich sie sehe und ich sage Euch -in den Westen flüchten geht ja nicht mehr- es wird noch viel schlimmer kommen, denn da ist kein Westen mehr, der das üble Treiben kritisch beobachtet. Als Ossi musste/durfte man wenigstens noch einen politischen Witz erzählen, bevor man weggeschlossen wurde. Heute genügt schon, dass man eine komplett unsinnige Maske nicht tragen will.

Arne Ausländer
Antwort an  Angelina
1 Monat zuvor

Leider hat der Maskierungszwang sehr wohl einen Sinn: Unterwerfung zu erzwingen. Nicht zufällig werden seit dem Ende des Sommers systematisch auch gut begründete Atteste ignoriert, gar bestraft. (Obwohl eigentlich ausreichen müßte: Maske fällt aus wg. Art. 1 GG und/oder Faschismus-Allergie.) — Wenn die Leute, wenn WIR nicht sehr bald mit dem Mist aufhören, wird auf den Maskenzwang die Spritzpflicht folgen, exakt nach dem gleichen Muster: Du MUST ja nicht einkaufen… (und ja, natürlich hat niemand die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen…) — Wir, die Überlebenswilligen, müssen mehr werden! Keine Demos mehr, besser gemeinsam maskenfrei einkaufen gehen u.dgl. — Nur bis jetzt läuft da kaum etwas – und bald ist es zu spät: Lager werden vorbereitet, der Einsatz des Militärs – und das nicht nur in Deutschland.

Regina Risse
Antwort an  Arne Ausländer
5 Tage zuvor

Ich sehe es ganz genauso wie ihr!!!!! Schluss mit brav alles befolgen und Herzchen zeigen.
Reißt die Masken runter und umarmt euch ,lasst uns Widerstand leisten, ziviler Ungehorsam ist Pflicht , natürlich ohne Gewalt. Ich bin überall die einzige die ohne Maulkorb reingeht, allerdings auch meistens keine Probleme hat, da ich dementsprechend auftrete. Allerdings habe ich einige Freunde , die ein Attest haben und sich trotzdem dem nicht stellen wollen, weil es ja so anstrengend ist, und sich lieber brav anpassen.
Statt besser, wird es von Tag zu Tag schlimmer und ja bald sind wir ganz da wo sie uns hinhaben wollen.
Lasst uns endlich aufstehen , wir machen nicht mehr mit , es reicht!!!!!! .

Regina Risse
Antwort an  Arne Ausländer
5 Tage zuvor

ICH SCHÄME MICH FÜR DEUTSCHLAND!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hans-Georg Wolf
1 Monat zuvor

Als ich noch in der DDR lebte, habe ich mich bei den Reden von Erich Honecker und Gefolge immer geschämt, was Menschen im anderen Teil Deutschland von uns denken. Heute erlebe ich, dass die Menschen, die in den alten Bundesländern aufgewachsen sind, sich durch das Mittel der Angst genauso manipulieren lassen, wie wir früher in der ehemaligen DDR. Der Beweis ist wieder einmal erbracht, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient hat. Leider lesen noch zu wenige „Reitschuster“ und zu viele informieren sich nur bei ARD und ZDF, unserem Staatsfernsehen.

opa-krempel
1 Monat zuvor

Ja, es ist die Menschlichkeit und der vertrauensvolle Umgang miteinander, die in Deutschland abhandenzukommen drohen. Wenn wenigstens die Bürger gemeinsam gegen die ‚Obrigkeit‘ stehen würden, sähe die Sache erträglicher aus. Aber es wird einer des anderen Feind und Bespitzler, noch dazu ohne dabei an irgendwelche Vorteile zu gelangen – einfach aus Prinzip … oder aus Angst.

Deutschland, du Land der Dichter und Denker, du bist erneut zum Land der Blockwarte und Kuscher geworden. Wenn ich es gesundheitlich noch leisten könnte, würde ich ans Auswandern denken.

AW
Antwort an  Boris Reitschuster
1 Monat zuvor

Der Spalt geht inzwischen durch Familien und langjährige Kontakte! Es ist unglaublich! Merkel und ihr Speichelleckerkommitee müssen sofort fest gesetzt werden! Das GG bietet doch diese Möglichkeit! Wieso passiert nichts?

Regina Risse
Antwort an  Boris Reitschuster
5 Tage zuvor

Ich bin sooo froh , dass es Menschen gibt wie Dich Boris Reitschuster!!!! Sonst wäre es gar nicht mehr zum Aushalten. So werde ich weiter kämpfen und alles tun was in meiner macht steht, damit dieser Irrsinn ein Ende nimmt, sonst wäre ich jetzt schon hier weg. Ich denke inzwischen, es ist überall besser, wo nicht alte Menschen , die alleine auf einer Parkbank sitzen, verjagt werden, Strafe bezahlen muss , wenn man sich öffentlich umarmt und , Kontaktverbot und so viel weiterer Schwachsinn.
DANKE! DANKE! DANKE! Tausend Dank Dir!

Heidi
Antwort an  opa-krempel
1 Monat zuvor

Ist diese Spitzelei, dieses Blockwartgehabe in der Tat eine deutsche Spezialität? Wo immer ich im Ausland nachgefragt habe – solche Auswüchse kennt anderswo keiner. Allein dafür müssten wir uns in Grund und Boden schämen! Denn mit Menschlichkeit hat das nichts zu tun.

Einstürzende Teehäuschen
Antwort an  opa-krempel
1 Monat zuvor

@opa-krempel: so sieht es aus. Wir sind am Abwägen, ob wir noch Geld in unser Haus stecken oder ob wir die Sachen packen und abhauen. Leider darf man in anderen Ländern nicht ernsthaft krank werden. Wenn man nicht das Geld hat ist man verratzt.

Oscar
Antwort an  opa-krempel
1 Monat zuvor

@ opa-krempel

Deutschland war immer so und wird auch immer so bleiben. 

„Ich kann kein Volk mir denken, daß zerrissener wäre, wie die Deutschen.

Handwerker siehst du, aber keine Menschen,

Denker, aber keine Menschen,

Priester, aber keine Menschen,

Herren und Knechte,

Jungen und gesetzte Leute,

aber keine Menschen.

 

(F. Hölderlin (1770-1843))

querleser
Antwort an  Oscar
1 Monat zuvor

(@opa-krempel)///

Die ganze Spalterei ist nicht erst durch Corona entstanden. Für Corona wurde sie bewusst genutzt und verstärkt.

myri
1 Monat zuvor

Eine Freundin aus Mexiko schrieb mich letztens an und fragte mich sehr besorgt, ob ich gesund sei und ob meine Eltern noch leben. Ich konnte es erst nicht einordnen und fragte nach. Sie war so besorgt, weil sie Berichte über Deutschland gelesen hatte. Ich habe sie dann beruhigt und ihr Fotos aus Venedig geschickt, wo ich vorher im Urlaub war. Nach diesem Beitrag verstehe ich das nochmal besser.

In Italien wurden die Regeln auch nicht sooo ernst genommen. Auf den Fähren schon und an den Touri Hotspots, aber ansonten war es entspannt. Irgendwie fällt (nur) Deutschland wieder damit auf, dass hier alles übertrieben wird.

Heute habe ich von einer „Initative“ gelesen, dass man jetzt immer Maske tragen soll. Wo ist da der Sinn? Aber das könnte erklären, warum ich heute im Park 2 Teenager mit FFP2-Masken gesehen habe. Wenn wir ab nächster Woche nur noch mit Doppel-FFP2-Maske und Schnorchel einkaufen gehen dürfen, freuen sich doch wieder etliche Zeitgenossen noch solidarischer sein zu dürfen … das hältst doch alles nicht ohne Wodka aus. ^^

Norbert Brausse
Antwort an  myri
1 Monat zuvor

Schnorchel geht gar nicht, denn wo soll der die Luft herholen? Etwa aus den weniger gefährlichen Regionen dieser Welt? Weißrussland wäre ja eine Alternative.

Michael Wurzbacher
1 Monat zuvor

Wieso unfreier als eine Diktatur? Ist Deutschland nicht selbst zur Diktatur verkommen, Demokratie steht doch nur noch auf dem Papier, längst sind wir in unserer Entwicklung eine Stufe zurück marschiert, von der freiheitlichen Demokratie zur praktizierenden Diktatur. Es tut einfach nur noch weh, und wenn ich keinen schwer behinderten Sohn hätte, Deutschland wäre nicht mehr meine Heimat, ich würde nicht mehr in Deutschland leben, ist das nicht traurig?

Regina Risse
Antwort an  Michael Wurzbacher
5 Tage zuvor

Ja ich bin auch sehr sehr traurig darüber. Es ist unglaublich, dass hier sogar diese FFP2 Masken getragen werden , obwohl wir es hier nicht einmal müssen so wie in Bayern. Das Volk informiert sich nicht einmal über diese Masken wo sogar das RKI vor warnt diese im privaten Bereich zu tragen die nicht vor Viren schützen, man eine Bescheinigung vom Amtsarzt braucht, sie höchstens 75 Minuten tragen sollte, mit einer Pause von 30 Minuten.
Die können wirklich alles mit uns machen und das dumme Volk macht alles brav mit.
Es ist alles so ein Irrsinn!!!!!!

Johanna
1 Monat zuvor

FFP2-Maske im Aufwachraum nach OP  –  Zu Jahresbeginn wurde ich operiert, nichts Großes, eine gute Std. Vollnarkose. Zuvor etliche Op’s gut überstanden, kein Problem danach. – Diesmal war’s ganz anders: Doppelte Zeit im Aufwachraum, Blutdruck weit unter 100, Sauerstoffmaske + darüber FFP2. Die ganze Zeit. Im Spitalszimmer weitere ca. 3 Std. quasi im Tiefschlaf, mit FFP2.

Es ist skurril, wenn Patienten ÜBER der Luft gebenden Sauerstoffmaske eine Luft nehmende „Arbeitsschutzmaske“ tragen müssen.

 

Werner
1 Monat zuvor

Es sind immer die anderen, die man zur Ablenkung der eigenen Diktatur als böse Diktatoren darstellt. Man muss die Dinge abstrakt, ohne politisch-ideologische Beeinflussung knallhart beim Namen nennen. Die Gesellschaft als komplexe Maschine, wo jedes Bauteil im Zusammenhang als Ganzes, je eine spezielle Aufgabe zu erfüllen hat. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“, nicht an täglichen Propaganda-Nachrichten mit Bedrohungen und Gefahren mit schüren von Panik wie im Mittelalter vor dem Fegefeuer, zum „Teile und Herrsche-Prinzip“, Propaganda-Filmen von Schäubles Tochter, Framing mit Lügen und Fakten-Verdrehungen für Halbwahrheiten, schönen Worten („das beste Deutschland, was wir….“ (faktisch meinen „sie“ sich selbst), „Honig ums Maul“…. sonstiges Gelaber: „In 28 Tagen auf YouTube: plus 60.937 Abonnenten (jetzt 130.000, 5,3 Mio. Aufrufe, (+ 415 %), 483.243 Stunden Wiedergabezeit (+ 290 %).“ Das wird den „Demokraten“, die eigentlich Diktatoren sind, nicht gefallen. Besonders die mit wachsendem Erfolg und hoher Reichweite stehen auf der Abschussliste. Aktuelle „Taten“ von heute:
Epoch Times 6. Februar 2021 Aktualisiert: 6. Februar 2021 „Auf jede erdenkliche Art und Weise wird durch Big Tech versucht, unsere Reichweite und unsere Leserschaft einzuschränken. Daher brauchen wir Ihre Unterstützung. Was könnten Sie tun?
Liebe Epoch Times Leser, liebe Epoch Times Zuschauer,
kürzlich hat YouTube weltweit fast alle Kanäle der Epoch Times Mediengruppe ohne Vorwarnung oder Erklärung entmonetarisiert. Gestern, am 5.2.2021, wurde unser größter deutschsprachiger YouTube-Kanal Epoch Times Deutsch mit über 171.000 Abonnenten während des Live-Streams zum Autokorso in Berlin mit dem 3. Strike belegt und somit wurde der gesamte Kanal gelöscht.“
Es wird Zeit, sich andere Anbieter als die kriminelle Big-Tech-Vereinigung, der faktische kompakt-mediale Arm der Diktatoren, zu suchen.

Walera
2 Tage zuvor

Danke für den Bericht. Mit großem Interesse gelesen. Alles, was Rebekka schreibt, stimmt so. Maskenpflicht ist eine Empfehlung, kein Zwang. Und eben weil es nicht so streng kontrolliert und hart duchgegriffen wird, tragen die Menschen MNS freiwillig und gerne. viele haben ja in ihrer Umgebung jemand, der krank wurde oder gestorben ist. An Corona oder mit Corona – das spielt keine Rolle, aber die Angst und der Selbsterhaltungstrieb sind starke Gefühle. Manche verdecken ihre Gesichter, weil sie nicht erkannt werden wollen – von den Sicherheitsbehörden etwa.

Ich wohne in Minsk und arbeite heute als Übersetzer bei einem öffentlichen Medium. Ich wundere mich, dass ich in der letzten Zeit in der deutschen Presse immer öfter das Wort „Diktatur“ in all seinen Zusammensetzungen (Corona-D., Merkel-D. usw) nicht in Bezug auf mein Land, sondern auf Deutschland höre. In unseren Ländern leben die Menschen in der Tat in parallelen Welten. Der Hintergrund ist nun mal anders. Keine Ahnung, was noch geschen soll, damit die Normalität zurückkehrt.

Wolfgang Bertleff
1 Monat zuvor

Befürworter der Beschränkungen in Deutschland können solchen Berichten leicht entgegenhalten, dass den Regierenden in Weissrussland der Schutz der Bevölkerung nicht wichtig ist. Solange es also der Politik in Deutschland gelingt die „fürsorgende“ Rolle zu spielen werden Vergleiche zu eher diktatorisch regierten Ländern mit weniger Beschränkungen eher wenig zum Nachdenken anregen. Bei allem das Schlimmste hier in Deutschland ist doch, dass die gegenwärtige Politik uns Bürger in weiten Teilen die Mündigkeit abspricht.

Gebranntes Kind
1 Monat zuvor

Es ist weder DIE Merkel noch DER Söder. Es ist deren milliardenschwere Klientel die von beiden (ganz sicher nicht ohne persönliche Gegenleistung) bedient wird. Hat schon mal jemand die Bezos`, Gates`, Zuckerbergs, Schwarzens, Reimanns, Albrechts oder Klattens über den Lockdown jammern gehört? Geschweige denn Erklärungen zu den heftigen Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der mittelständischen Konkurrenz? Nein, wozu auch: Dazu hat man schließlich oben Genannte. Wird aber aber nur so lange funktionieren bis die „unten“ nicht mehr wollen und die „oben“ nicht mehr können (Lenin). Dies dürfte sich dann – wie meistens bei einem erzwungenen Wechsel des Gesellschaftssystems – für beide Seiten wohl eher unerfreulich auswirken.