Ein Volk – ein Impfstoff! Bloß nicht fremdspritzen! Lauterbach entlarvt sich wieder – aber diesmal ganz anders

Je schlimmer die politische Lage, umso wichtiger ist der Humor. Als intellektuelle Notwehr. Ohne Humor kann man auch die Meldung nicht ertragen, die mir gerade ein guter Freund aus Osteuropa schickte. „Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat nach einem Medienbericht dem chinesischen Sinovac-Impfstoff eine Einfuhrgenehmigung erteilt“, heißt es in dem Bericht von „n-tv“. Sodann wird dort der Sozialdemokrat zitiert: „Mit dieser Zulassung wollen wir erreichen, dass chinesische Bürger durch den eigenen Impfstoff hier auch geschützt sind.“

„Demnach darf der Impfstoff nun nach Deutschland eingeführt und hier ausschließlich an Staatsangehörige Chinas verabreicht werden“, schreibt „n-tv“. „Grundlage dafür sei eine Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut, wie es in dem Bericht weiter hieß. Geimpft werden darf demnach nur in Verantwortung der Botschaften und Konsulate Chinas. Eine Zulassung für Deutsche sei nicht vorgesehen.“

„BIN FASSUNGSLOS !!!!“ – schrieb mir mein Freund dazu, in genau dieser Schreibweise. Und weiter:  „Ein Vakzin nur für eine Rasse. Einmalig.“ Bevor Sie jetzt beim Wort „Rasse“ zusammenzucken – es handelt sich um ein Zitat und selbst in unserem – unverdächtigen – Grundgesetz wird der Begriff verwendet. In den USA ist er in der Wissenschaft bis heute üblich. Wobei ich dennoch im Gegensatz zu meinem Freund lieber schreiben würde: Ein Impfstoff nur für eine Nation. Zumal es ja um die chinesische Staatsbürgerschaft geht – und die haben bei weitem nicht nur Chinesen. Auch wenn die Sozialisten in Peking das sicher anders sehen.

Waffen in Gaddafis Botschaft

Ich war bisher davon ausgegangen, dass es die Bundesregierung nichts angeht, was in ausländischen Botschaften an medizinischer Behandlung stattfindet – denn sie sind ja exterritorial und damit der Regelungs-Wut von Lauterbach und Konsorten entzogen. Aber vielleicht sind die so im Regel-Dauerbetrieb, dass ihnen das gar nicht auffiel. Auch eine Importerlaubnis sollte die chinesische Botschaft eigentlich nicht brauchen – denn sie kann ja als diplomatische Fracht schicken, was immer sie will. Gänzlich unkontrolliert. In der Libyschen Botschaft in Bonn sollen etwa unter Diktator Gaddafi massenweise Waffen eingelagert worden sein – was sind dagegen Impfstoffe?

Aber sicher irre ich mich und es gibt irgendwo im Kleingedruckten irgendeiner Verordnung eine Fußnote, die meine Logik auf den Kopf stellt und das ganze Bürokratie-Tohuwabohu rechtfertigt. Doch sei’s drum. Mein Punkt ist nämlich ein ganz anderer. Das, was Lauterbach offenbar vor lauter Regierungs-Wahn nicht auffiel: Seine Aussage ist in sich absurd. Denn wenn er chinesische Bürger durch eigene Impfstoffe „auch in Deutschland“ schützen will – bedeutet dies, dass die hier zugelassenen Impfstoffe sie nicht schützen würden? Und warum weigerte sich die Bundesregierung dann, als noch Impfstoff-Mangel herrschte, den russischen und den chinesischen Impfstoff bei uns zuzulassen?

Wir wissen inzwischen über das Virus, dass es nach der Logik unserer Regierungen etwa nachtaktiv ist (Grund für die nächtlichen Ausgangssperren), und beispielsweise in Zügen nur bis zur deutschen Grenze so gefährlich, dass man Masken tragen muss – während es offenbar nach Grenzübertritt automatisch inaktiv wird. Auch in Flugzeugen und Flughäfen ist es offenbar weniger aktiv als etwa im Bus oder in der S-Bahn. Wir haben uns daran gewöhnt, dass jegliches logische Herangehen an die Corona-Politik dazu führen kann, dass man an der eigenen Logik verzweifelt.

Fern jeder Logik

Nun haben wir das auch bei der Impf-Politik amtlich. Chinesische Bürger werden durch chinesische Impfstoffe geschützt. Deutsche dürfen das nicht. Was eigentlich ein ganz klarer Fall von Diskriminierung ist (nicht für Menschen wie mich, die wenig auf die Impfung geben, aber für diejenigen, die sie als Heilsbringer ansehen). Man könnte sogar von dumpfem Nationalismus sprechen. Ein Volk – ein Impfstoff, um es zuzuspitzen. Bloß nicht fremdspritzen! Kein China-Vakzin für Deutsche! Lauterbachs Jünger würden anderen in so einem Fall garantiert Rassismus vorwerfen – denn sie tun das bei allem. Dabei ist es nur der ganz alltägliche Corona-Wahnsinn. Es scheint – ganz im Allgemeinen und im Besonderen mit diesem Minister außer Rand und Band – nichts zu geben, was nicht zu absurd ist in diesen Zeiten. Und fern genug von jeder Logik.

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