Bisher ging ich davon aus, dass – bei allen riesigen Problemen, die wir in Deutschland haben – wenigstens die Sippenhaft abgeschafft ist. Jetzt stellt sich heraus: Das war eine Illusion. Die Tochter des rechten Vordenkers Götz Kubitschek wird wie eine Aussätzige behandelt – sie darf im CDU-regierten Sachsen nicht einmal ein Referendariat machen. Ihr Verbrechen: Sie hat Veranstaltungen ihres Vaters besucht und ihr Ehemann ist Anhänger der Identitären Bewegung – die unsere als Verfassungsschutz getarnte politische Sittenpolizei als rechtsextrem einschätzt.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht ließ nicht gelten, dass die Teilnahme familiär bedingt gewesen sei.
Mit anderen Worten: Wer den falschen Vater hat und den falschen Ehemann, für den gilt die vom Grundgesetz garantierte freie Berufswahl nicht mehr, weil ihm die Ausbildung verweigert wird. Denn im Falle von Kubitscheks Tochter geht es noch nicht einmal um eine Anstellung als Lehrerin durch den Staat oder gar eine Verbeamtung – es geht lediglich darum, dass ihr sogar ein Referendariat verweigert wird, eine Grundlage für den Abschluss ihrer Berufsausbildung als Lehrerin – mit der sie sich dann etwa auch in einer privaten Schule oder einem anderen Land bewerben könnte. Für den Ausbildungsplatz hatte sie schon eine Zusage in der Tasche – bis die Gesinnungspolizei zuschlug.
Links hui, rechts pfui!
Verantwortlich für diese moderne Sippenhaft ist ausgerechnet ein CDU-geführtes Kultusministerium – in einem Land, in dem die CDU-Regierung auf Stimmen der früheren SED angewiesen ist und die bis Dezember 2024 amtierende Grünen-Justizministerin früher in einer Band aktiv war, die aktiv zur Gewalt gegen Polizisten aufrief. In einem Land, in dem Linksextremismus als schick gilt und es keine Brandmauern gibt gegen eine umbenannte Ex-SED, in der man schon mal zum Erschießen von Reichen aufrief, in der Judenhasser von einer Vernichtung Israels träumen, in der ganz offen vom Systemwechsel geträumt wird und wo Funktionsträger im vertraulichen Austausch mit berüchtigten Clans sind.
Aber Hauptsache, nicht rechts. Hauptsache, Kinder von bösen Rechten dürfen nicht mal ein Referendariat machen.
Vor fünfzig Jahren durfte sich in der Frontstadt West-Berlin ein Ex-Funktionär der maoistischen KPD das Referendariat vor Gericht erstreiten – „Welt“-Journalist Alan Posener hat diese Geschichte aus seiner Biographie gerade in einer Abrechnung mit dem Fall Kubitschek selbst erzählt. 2026 stehen die Richter im besten Deutschland aller Zeiten stramm, wenn Petzer auf den falschen Nachnamen aufmerksam machen und die politische Sittenpolizei brav apportiert.
Bittere Erkenntnis
Wer noch Zweifel hatte oder verdrängt, dass wir in einem Gesinnungsstaat leben, bekommt hier den handfesten Beweis geliefert.
Durch eine Bekannte, deren Kinder in die gleiche Schule gingen, habe ich erfahren, dass Kubitscheks Kinder schon in der Schule massiv ausgegrenzt und teilweise wie Aussätzige behandelt wurden.
Und das alles im Namen des Kampfes gegen Ausgrenzung.
Trauriges Fazit
Es fällt einem immer schwerer, das, was in unserem Land passiert, nicht als Wahn zu bezeichnen. Und die Parallelen in den Wurzeln dieses Denkens zu finsteren Zeiten nicht zu sehen.
Bei mir prüft niemand Stammbäume – ich selbst habe den falschen Nachnamen ohnehin schon seit Corona. Finanziert werde ich nur von Ihnen: keine Staatsgelder, keine Förderprogramme, kein Wohlwollen von oben. Nur deshalb kann ich schreiben, was andere sich nicht trauen. Hier steht, wie Sie helfen können. Vielen Dank!
Bild: Symbolbild/KI/Grok
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