Andere Länder brechen Rekorde, was die Entwicklung der Wirtschaft angeht, Erfindungen oder Digitalisierung. Deutschland dagegen bricht Rekorde, was einen ganz anderen Bereich betrifft. „Gewalt-Bilanz 2025: ‚Trauriges Rekordjahr‘ – Fünf Angriffe pro Tag gegen Bahn und Bundespolizei“ – so titelt die „Welt“.
Und mindestens genauso sehr wie diese Nachricht schockiert mich, wie ich darauf reagierte – und sicher auch viele von Ihnen. Mit Abstumpfung. Meine erste Frage war: „Ist das wirklich einen Artikel wert?“ Und ich tendierte dazu, mir zu sagen: „Nein, wundert doch kaum noch jemanden!“ Aber genau das ist das Problem. Wenn wir uns an so etwas gewöhnen und uns nicht mehr wundern, spätestens dann sind wir Teil des Problems.
Also müssen wir hinsehen. Auch wenn es weh tut. „Bei der Deutschen Bahn sind in den ersten zehn Monaten 2025 im Schnitt jeden Tag fünf Beschäftigte im Dienst körperlich angegriffen worden“, heißt es in dem Bericht: „Hinzu kamen statistisch noch einmal vier Fälle von Bedrohung pro Tag.“
Ans Licht kam das Ganze durch eine Anfrage des Linken-Politikers Dietmar Bartsch. Ausgerechnet Bartsch – der einst an einer Elitehochschule in Moskau studierte. Ich kenne ihn persönlich als klugen Kopf, auch wenn uns politisch Welten trennen. Aber sehen Sie – schon schweife ich ab. Vielleicht, weil man sich an dieser Gewaltstatistik am liebsten vorbeischreiben möchte.
Aber zurück zu den schrecklichen Daten. „Bei der Bundespolizei wurden demnach täglich 30 Beschäftigte Opfer einer Straftat“, heißt es in dem Text.
Ich musste zweimal drüber lesen, um es zu glauben. Klar, auch früher gab es Übergriffe auf Polizisten, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber allein bei der Bundespolizei, die nur einen Bruchteil der deutschlandweiten Polizeikräfte ausmacht, 30 Beamte, die Opfer von Straftaten wurden? Täglich?
Nein, liebe Mitbürger mit rosa bzw. rot-grüner Brille: Das war nicht immer so. Das ist nicht normal. Und das sollte nicht so sein. Egal, wie sehr Ihr das verdrängen möchtet. Und egal wie sehr Ihr uns dafür zu „Nazis“ abstempelt, dass wir Euch mit der Realität konfrontieren. Die Ihr lieber ausblendet – weil es sich so besser lebt, in Euren meist eher gehobenen Vierteln. Und weil Ihr Euch nicht von Eurer Ideologie verabschieden wollt. Und der Lebenslüge, in der Ihr Euch eingerichtet habt.
Es geht noch weiter: „Laut Innenministerium wurden 2025 in der Zeit von Januar bis Ende Oktober insgesamt 2987 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn Opfer von Straftaten. Darunter waren 1148 Fälle von Bedrohung, 1231 Fälle von Körperverletzung und 324 Fälle von gefährlicher Körperverletzung.“
Bei der Bundespolizei gab es im gleichen Zeitraum 9.329 Beschäftigte, die Opfer einer Straftat wurden. Die Details: 7.529 Fälle von Widerstand, 2.981 tätliche Angriffe und 1.796 Fälle von Bedrohung,
Und jetzt der Vergleich: „Im gesamten Jahr 2024 erstatteten 3.151 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn Anzeigen wegen Körperverletzung oder Bedrohungen. Die Zahl der erfassten Opfer von Straftaten gegen Angehörige der Bundespolizei lag 2024 bei 10.726“, wie es in dem Bericht heißt.
Also ein schrecklicher Zuwachs auf einem Niveau, das bereits schrecklich war. Und man will gar nicht an die Dunkelziffer denken – an Fälle, die nicht gemeldet werden. Dass es ein Rekordjahr in Sachen Gewalt wird – davon geht der Politiker Bartsch aus, weil er die noch nicht erfassten Monate November und Dezember dazu rechnet. Und er sagt dazu: „Mehr als 10.000 angepöbelte, angespuckte und körperlich angegriffene Bundespolizisten und Bahnmitarbeiter – diese inakzeptablen Zahlen stellen unserem Land ein verheerendes Zeugnis aus. Diese Verrohung darf nicht hingenommen werden.“
Genau so ist es. Aber leider wird all das hingenommen. In einem funktionierenden Mediensystem müsste all das auf Seite 1 stehen. Stattdessen findet es – wenn überhaupt – im Kleingedruckten statt. Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist Manipulation durch Schwerpunktsetzung und Auslassung. Jeder verbale Huster von rechts wird zur Staatskrise aufgeblasen – reale Probleme, die dem rot-grünen Hegemonie-Narrativ zuwider laufen, ausgeblendet.
Warum? Weil für unseren polit-medialen Komplex jede nüchterne Bestandsaufnahme ein Eingeständnis des eigenen Versagens wäre. Und weil all das hingenommen wird von einer lethargischen, politisch apathischen Mehrheit, die sehr wohl spürt, dass Deutschland so unsicher geworden ist wie wohl nie zuvor nach dem Zweiten Weltkrieg – aber die Angst hat, den Mund aufzumachen. Und sich lieber von den medialen Beruhigungsmitteln im politischen Dornröschenschlaf halten lässt. In einer Parallel-Realität, die den Kontakt mit dem, was draußen geschieht, minimal hält. Und/oder verdrängt.
Ein Bahnsprecher sagte der „Welt“ auf Anfrage in schlimmstem Gender-Deutsch, was zeigt, wo die Prioritäten liegen: „Jeder Übergriff auf einen DB-Beschäftigten ist einer zu viel. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden – wie die aller Fahrgäste – hat oberste Priorität. Deshalb setzen wir im Rahmen unserer drei Sofortprogramme 2026 auch genau hier einen besonderen Schwerpunkt: bei der Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen.“
Das ist ein Herumbasteln an Symptomen. Denn solange nicht offen ausgesprochen wird, was sich hinter diesen Zahlen verbirgt, bleiben all diese „Sofortprogramme“ reines Theater. Es sind Nebelkerzen für eine Öffentlichkeit, die man ruhigstellen will – nicht schützen. Denn ja, es gibt Gewalt in jeder Gesellschaft. Und ja, auch Deutsche prügeln, bedrohen, attackieren. Aber der sprunghafte Anstieg, die Verrohung, die Rücksichtslosigkeit, die enthemmte Aggression – das alles fällt nicht vom Himmel. Es kam mit dem Import eines Gewaltpotenzials, das sich aus bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten speist. Wer das nicht wahrhaben will, ist nicht tolerant – sondern blind.
Was wir erleben, ist nicht bloß eine Zunahme von Einzelfällen. Es ist ein systemischer Wandel. Deutschland hat sich in den letzten Jahren ein Maß an importierter Gewalt ins Land geholt, das nicht integriert, nicht verwaltet, nicht kleingeredet werden kann. Und weil dieser Zusammenhang politisch tabu ist, wird er gesellschaftlich verdrängt. Man diskutiert über Gendersternchen und Sicherheitskampagnen, während Züge zu Kampfzonen werden und Uniformen zum Freiwild.
Der Elefant im Raum ist riesig, aggressiv – und unsichtbar. Wer ihn auch nur schemenhaft skizziert, gilt als Hetzer. Wer ihn beim Namen nennt, wird geächtet. Und so tut man lieber so, als könne man mit Plakaten, Workshops und neuen Durchsagen auf dem Bahnsteig jene Gewalt eindämmen, die längst tief in die gesellschaftliche Statik eingesickert ist.
Deutschland taumelt – nicht nur wegen der Gewalt. Sondern, weil es sich weigert, sie bei ihrer Wurzel zu packen. Weil ein ideologisches Dogma verhindert, dass man Ursachen bekämpft statt Symptome zu betäuben. Weil man lieber Bahnmitarbeiter mit Phrasen tröstet, als endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen: Dass Sicherheit nicht von Diversity kommt. Sondern von Klarheit, Konsequenz und Kontrolle. Und im Zweifelsfall auch von harten Strafen und Abschiebungen.
Bis dahin werden weiter Bahnmitarbeiter bedroht, Polizisten bespuckt, Reisende eingeschüchtert – und die Gesellschaft in Zonen zerfallen, in denen das Gewaltmonopol des Staates nur noch auf dem Papier existiert. Unsere Politiker reagieren auf rohe Gewalt mit sensibler Sprache – und wundern sich über die Erosion ihres Gewaltmonopols. Willkommen im Land der rekordverdächtigen Realitätsverweigerung.
P.S.: Ich hatte mir fest vorgenommen, dass dieser Text kein Aufschrei werden sollte. Sondern ein nüchterner Blick auf das, was wir nicht mehr sehen wollen – und gerade deshalb sehen müssen.
Wenn er sich trotzdem wie ein Aufschrei liest, liegt das nicht an mir. Sondern an den Fakten.
HELFEN SIE MIT –
DAMIT DIESE STIMME HÖRBAR BLEIBT!
Im Dezember 2019 ging meine Seite an den Start – damals mit einem alten Laptop am Küchentisch. Heute erreicht sie regelmäßig mehr Leser als manch großer Medienkonzern. Und trotzdem: Der Küchentisch ist geblieben. Denn eines hat sich nicht geändert – meine Unabhängigkeit. Kein Verlag, keine Zwangsgebühren, keine Steuermittel. Nur Herzblut – und Sie.
Mein Ziel:
Sie kritisch durch den Wahnsinn unserer Zeit zu lotsen.
Ideologiefrei, unabhängig, furchtlos.
Ohne staatliche Subventionen, ohne Abo-Zwang, ohne Paywall. Niemand muss zahlen, um meine Seite zu lesen – aber ich bin unendlich dankbar für jede Unterstützung, die freiwillig kommt. Sie trägt mich. Denn sie zeigt: Ich habe Rückhalt. Und mein Einsatz – mit allen Risiken, Angriffen und schlaflosen Nächten – ist nicht vergeblich.
Der direkteste Weg (ohne Abzüge) ist die Banküberweisung:
IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71.
Alternativ sind Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – allerdings werden dabei Gebühren fällig. Über diesen Link
Auch PayPal ist wieder möglich.
Nicht direkt – aber über Bande, dank Ko-fi:
Über diesen Link
(BITCOIN-Empfängerschlüssel: bc1qmdlseela8w4d7uykg0lsgm3pjpqk78fc4w0vlx)
Wenn Ihr Geld aktuell knapp ist – behalten Sie es bitte.
Mir ist wichtig, dass niemand zahlen muss, um kritisch informiert zu bleiben. Gleichzeitig bin ich umso dankbarer für jede freiwillige Geste, die keinen Verzicht abverlangt. Ob groß oder klein – Ihre Unterstützung ist für mich ein wertvolles Geschenk und trägt mich weiter.
Dafür: Ein großes Dankeschön– von ganzem Herzen!
Meine neuesten Videos und Livestreams
Zigtausende frieren – und unsere Medien spülen alles weich. Weil’s linker Terror war, nicht rechter.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sicherheits-Placebo: Wie Augsburg sich mit Pollern vor Terror „schützt“ – aber nichts verhindert
Unheimlich daheim. Weihnachten in Augsburg
Bild: Pradeep Thomas Thundiyil/ShutterstockBitte beachten Sie die aktualisierten Kommentar-Regeln – nachzulesen hier. Insbesondere bitte ich darum, sachlich und zum jeweiligen Thema zu schreiben, und die Kommentarfunktion nicht für Pöbeleien gegen die Kommentar-Regeln zu missbrauchen. Solche Kommentare müssen wir leider löschen – um die Kommentarfunktion für die 99,9 Prozent konstruktiven Kommentatoren offen zu halten.
Mehr zum Thema auf reitschuster.de




