Lauterbachs Osterei: Er will wieder Angst schüren… ...doch diesmal bekommt er sofort Gegenwind

Hier mein Video zum Text.

Der Gesundheitsminister – mir geht diese Amtsbezeichnung bei ihm immer noch schwer über die Lippen – kann es nicht lassen. Das Schüren von Angst und die Panikmache scheinen Karl Lauterbach geradezu ins Blut übergegangen zu sein. Bei Studien und neuen Untersuchungen pickt er sich das heraus, was zu seinem Narrativ passt, beklagt etwa der Lauterbach-Antipode, Epidemiologe und Ex-Gesundheitsamtschef Friedrich Pürner, eine der klügsten Stimmen in der Corona-Zeit.

Der neueste Streich von Lauterbach kam pünktlich zu Ostern: „Es ist durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist“, sagte die Kassandra aus Köln pünktlich zum Osterfest – das eigentlich eine Zeit der Zuversicht ist. Aber der Mann, der nur dank Corona vom verlachten und als schräg geltenden Hinterbänkler von willigen Medien zum Hoffnungsträger hochgepuscht wurde, kann es nicht lassen. Vielleicht, weil ein Ende der Angst auch ein Ende seiner Karriere sein könnte? 

„Das wäre eine absolute Killer-Variante!“, so Lauterbachs Schock-Warnung – so gibt die größte deutsche Zeitung, die „Bild“, seinen Warnruf wieder. Doch Gott sei Dank gibt es Gegenwehr. Ebenfalls die Bild bietet nun als „Panik-Störer“ zwei Top-Virologen auf: Hendrik Streeck von der Uni Bonn und Jonas Schmidt-Chanasit von der Uni Hamburg. Beiden geht die Panikmache von Lauterbach, den Oskar Lafontaine eine „Corona-Heulboje“ nennt, zu weit.

Der Begriff ,Killervariante‘ sei unwissenschaftlich und führe zu nichts als Verunsicherung in der Bevölkerung, so Schmidt-Chanasit zu dem Blatt: „Wissenschaftler sollten in seinen Augen sachlich argumentieren und die Lage auch sachlich beschreiben, auch wenn sie Politiker sind“, so der Virologe weiter. Wobei ich ihn am liebsten gefragt hätte, ob er Lauterbach wirklich für einen Wissenschaftler halte. 

Der Virologe aus Hamburg ergänzte noch gegenüber der „Bild“: „Das Auftreten einer ‚Killervariante‘ im Herbst – was auch immer das nun sein mag – ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Gegen das Lauterbach-Szenario spricht zudem die breite Grundimmunisierung in der Bevölkerung durch Impfung und durchgemachte Infektion.“

Hendrik Streeck erklärt in dem Blatt, was selbst Nicht-Mediziner wie ich nach zwei Jahren Corona inzwischen wissen, aber Lauterbach offenbar einfach nicht wahrhaben will: Dass ein Virus in der Regel gar nicht gefährlicher werden will, ganz im Gegenteil: „Wenn man das Virus zur Veranschaulichung vermenschlicht, dann will es leichter übertragen werden, den Immunantworten entgehen und gleichzeitig nichts von seiner eigenen Fitness verlieren. Krankmachende Eigenschaften gehören nicht dazu“, so Streeck laut Bild. Die Entwicklung von Varianten sei ebenso wenig vorherzusagen, wie sie zu beeinflussen ist: „Statt daher vor Szenarien wie ,Killervarianten‘ zu warnen, wäre es wichtig, sich auf den Herbst und Winter vorzubereiten.“

Wiederholt schreiben mir Leser, man sollte Lauterbach doch einfach ignorieren und ihm keine Bühne bieten. Wäre Lauterbach Privatmann oder nur Arzt, wäre ich da ganz auf ihrer Seite. Solange er aber als Gesundheitsminister hohe Verantwortung trägt, der er nicht mal ansatzweise gewachsen scheint, halte ich es für zwingend notwendig, auf seine Fehltritte hinzuweisen. Schweigen wäre Beihilfe. 

PS: Ich finde, Lauterbach muss auch auf der Bundespressekonferenz gestellt werden. Leider bekommt er dort – in der Fußballsprache – aktuell aber eher nur freundliche Zuspiele statt Torschüssen. Umso mehr freue ich mich, wenn Sie mich unterstützen bei meinem Bemühen, vor Gericht den Rausschmiss aus der Bundespressekonferenz zu bekämpfen. Damit ich wieder Ihre Fragen stellen kann. Und die Regierung stellen. Mit jeder Unterstützung sichern Sie auch den kritischen Journalismus hier. Via Paypal, Überweisung oder Patenschaft. 1000 Dank im Voraus. Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Hier mein Video zum Text.

PS: Und hier noch das nächste Lauterbach-Fake:

Die Corona-Maßnahmen haben unzählige Menschen extrem hart getroffen. Sie haben viele Existenzen gefährdet und vernichtet. Ich möchte Menschen, die betroffen sind, helfen – und veröffentliche deshalb auf meiner Seite Reklame von ihnen. Mit der Bitte an meine Leser, sie wohlwollend zu betrachten.Die Corona-Maßnahmen haben unzählige Menschen extrem hart getroffen. Sie haben viele Existenzen gefährdet und vernichtet. Ich möchte Menschen, die betroffen sind, helfen – und veröffentliche deshalb auf meiner Seite Reklame von ihnen. Mit der Bitte an meine Leser, sie wohlwollend zu betrachten.

Bild:  Boris Reitschuster/Ekaterina Quehl
Text: br

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