Meta-Studie: Lockdown und Schulschließungen praktisch wirkungslos Von renommierter Johns-Hopkins-Universität

Hand aufs Herz: Halten Sie die ARD für verdächtig, „Corona-Verharmlosung“ zu betreiben und die Regierung oder ihre Politik zu kritisieren? Wohl eher nicht. Umso erstaunlicher ist, dass jetzt im Radio bei der ARD die Nachricht lief, dass nach einer Meta-Studie der Johns-Hopkins-Universität der totale Lockdown in Europa und den USA während der ersten Welle „so gut wie keine Leben gerettet hätte“.

Eilig fügt der öffentlich-rechtliche Sender dann korrekt gegendert hinzu, dass Masken für „Mitarbeitende in Betrieben und Geschäften“ und das Schließen von Bars und Restaurants einen „deutlichen Effekt auf die Zahl der Toten von COVID-19“ gehabt hätten

Totale Lockdowns mit Ausgangsbeschränkungen, wie es sie in Deutschland gab, haben der Meta-Studie zufolge die Zahl der Todesopfer lediglich um nur 0,3 Prozent reduziert. Dem stehen wieder nach Ansicht von Kritikern massive „Kollateralschäden“ durch den Lockdown gegenüber. Nach den Ergebnissen der Forscher waren auch Kontaktbeschränkungen eher ein ungeeignetes Mittel zur Bekämpfung der Viren-Übertragung: Sie senkten die Zahl der Todesopfer demnach nur um drei Prozent. Besonders minimal der Effekt der Schulschließungen mit ihren weitreichenden Folgen: 0,1 Prozent weniger Todesfälle.

Mehr als 18.000 weltweite Studien zu den Folgen von COVID-19 hatten die Forscher untersucht, und daraus nur diejenigen herausgefiltert, die sich mit der Übersterblichheit befassen. Ihr Fazit: „Konklusion dieser Meta-Analyse ist, dass Lockdowns wenig bis keinen Effekt auf die öffentliche Gesundheit hatten.“ Und weiter: „Lockdowns sind schlecht begründbar und sollten als Maßnahme abgelehnt werden.“

Die Bundesregierung hatte auf der Bundespressekonferenz mehrfach ausweichend auf meine Fragen nach wissenschaftlichen Belegen für die Wirksamkeit der Lockdowns während COVID-19 geantwortet.

Am 13. Januar 2021 wollte ich von Merkel-Sprecherin Beate Demmer, einer früheren Focus-Kollegin, wissen, was die Bundesregierung von der Studie des renommierten Stanford-Forschers John Ioannidis halte, der zufolge Lockdowns keinen beweisbaren Nutzen bringen und viel dafür spreche, dass sie sogar schaden. Demmer antwortete, die Bundesregierung äußere sich „wie üblich“ nicht zu konkreten Studien einzelner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Die Bundesregierung hole sich ihre Expertise von sehr, sehr vielen unterschiedlichen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen.

Ich hakte noch einmal nach: „Sie haben aber meine Frage nicht beantwortet. Die Frage war ja: Welche konkreten wissenschaftlichen Studien gibt es? Sie sagten jetzt, die Bundeskanzlerin glaube daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt. Wir haben 83 Millionen Menschen im Lockdown, und der Glaube der Bundeskanzlerin ist da etwas wenig. Was für konkrete wissenschaftliche Studien gibt es also? Es gibt jetzt eine fundierte Studie, die sagt, das bringe nichts, und Sie sagen einfach, Sie kommentieren das nicht. Wenn 83 Millionen Menschen im Lockdown sind, hätten sie wahrscheinlich gern eine Begründung, warum man so eine Studie nicht zur Kenntnis nimmt oder nicht darauf reagiert.“ Demmer antwortete erneut ausweichend. Als ich noch einmal nachsetzte, kam sie nicht mehr zum Antworten – aber sehen Sie selbst!

Die Meta-Studie der Johns-Hopkins-Universität bestätigt nun das Versagen der Bundesregierung, das für aufmerksame Beobachter schon vor über einem Jahr klar war. Besonders pikant: Das von einem Merkel-Vertrauten geleitete Bundesverfassungsgericht hatte die Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen Ende 2021 noch als „wirkungsvoll“ und damit verfassungsgemäß eingestuft – offensichtlich bar jeder wissenschaftlichen Evidenz. Laut den Richtern haben Ausgangsbeschränkungen ebenso wie die Schulschließungen in ihrer  „Gesamtheit dem Lebens- und Gesundheitsschutz sowie der Aufrechterhaltung eines funktionsfähigen Gesundheitssystems als überragend wichtigen Gemeinwohlbelangen“ gedient.

Sehen Sie sich hier an, wie mir der Sprecher des Gesundheitsministers Oliver Ebert 2021 auf der Bundespressekonferenz auf meine Frage nach wissenschaftlichen Belegen für die Wirksamkeit des Lockdowns antwortet:

YouTube player

 david

Bild: Shutterstock
Text: br

mehr zum Thema auf reitschuster.de

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hat inzwischen bis zu 53,7 Millionen Aufrufe – im Monat. Und sie hat mächtige Feinde. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!
Meine Bankverbindung (kostenlos und ohne jede Gebühr): Boris Reitschuster, IBAN  LT18 3190 0201 0000 1014, BIC: TEUALT22XXX (TeslaPay) oder IBAN DE30 6805 1207 0000 3701 71 Die alte Kontonummer, die auf 1024 endete, ist nur noch bis Dezember aktiv, da das Bankhaus Bauer das Konto leider kündigte (Details hier).
Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.
Möglichkeiten für eine Patenschaft: Via Dauerauftrag auf die obige Bankverbindung. Unterstützen Sie meine Arbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.