Ramelow und der Reichtum, der uns ruiniert Ein Bundestags-Vizepräsident, weit weg von der Wirklichkeit

Von Thomas Rießinger.

Bodo Ramelow, Mitglied der SED, die man heute beschönigend als „Die Linke“ bezeichnet*,  bekleidet seit März 2025 das Amt eines Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages. Zuvor war er – mit einer kurzen Unterbrechung – zehn Jahre lang Ministerpräsident Thüringens, wobei er seine zweite Amtszeit der kontinuierlich katastrophalen Kanzlerin verdankte, die 2020 aus dem fernen Afrika dekretierte, die Wahl Thomas Kemmerichs zum Ministerpräsidenten mithilfe von AfD-Stimmen sei unverzeihlich und müsse rückgängig gemacht werden.

Auch in seinem neuen Amt wirkt Ramelow munter vor sich hin, und manchmal äußert er sich  auf der Plattform X. So beispielsweise am 29. April:

Es liegt mir fern, ihm selbst die sprachlichen Fehler seines Posts anzulasten: Wie man hört, leidet er seit vielen Jahren unter einer im Kindesalter nicht erkannten Lese- und Rechtschreibstörung und kann nach eigenen Angaben „nicht ordentlich schreiben“. Allerdings sollte man denken, dass er trotz seiner Lese- und Rechtschreibschwäche in der Lage ist, Anweisungen zu geben, und auch über den einen oder anderen Mitarbeiter verfügt, der in kürzester Zeit solche Fehler beseitigen könnte. Die Mühe mochte er sich nicht machen, vielleicht glaubt er, ein Vizepräsident des Bundestages hätte das nicht nötig. 

Viel interessanter ist aber, was er da inhaltlich zum Besten gibt. „Eine Gesellschaft gewinnt an Stärke nicht trotz, sondern wegen Migration.“ Und selbstverständlich ist es „höchste Zeit, dass wir Migration als Reichtum und nicht als Bedrohung wahrnehmen.“ Seine Interpretation wird den Frauen, die sich in der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus trauen und an etlichen Örtlichkeiten auch tagsüber Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt sind, ein großer Trost sein, denn in Wahrheit handelt es sich ja um Reichtum, nicht um Bedrohungen. Man wird  wohl die Kriminalstatistik der nächsten Jahre etwas anders aufbauen müssen.

Ein Buch vom Autor

 

Und wie sieht es mit dem Gewinn an Stärke wegen, und nicht etwa trotz Migration aus? In Anbetracht der Zuwanderungszahlen der letzten zehn Jahre müsste dieses Land nach Ramelows Theorie vor Kraft und Stärke kaum noch laufen können, während es sich in Wahrheit schon lange nur noch am Krückstock fortbewegt. Es sind Kosten, die uns die Migration beschert, keine Gewinne. Auch wenn das schon mit bloßem Auge zu sehen ist, haben sich Sozialforscher des Problems angenommen und kamen zu dem Schluss: „Nach heutigem Stand, und ohne politisches Umsteuern, ist die Migration für die Niederlande und vergleichbare Länder in Westeuropa sehr teuer. Die Ergebnisse der Ökonomen legen nahe, dass eine europäische Gesellschaft, die sich durch sinkende Geburtenraten auszeichnet, bei weitgehend unkontrollierter Einwanderung eher belastet als gestärkt wird.“

Außer Bodo Ramelow wird sich niemand von diesem Ergebnis überrascht zeigen. Man muss nicht einmal Sozialforscher sein, ein Blick in die offen zutage liegenden Daten von Statista zeigt, dass allein der Bund hierzulande für Flüchtlinge und Asyl jährlich deutlich mehr als 20 Milliarden Euro ausgibt. Einfach so. Von unserem Geld. Vom Geld der „Gesellschaft“, die nach Ramelows Meinung also stärker wird und an Reichtum gewinnt, indem sie Unsummen aus dem Fenster hinaus wirft.

Sichere Realitäts-Distanz

Dieser Mann hat zehn Jahre lang ein Bundesland regiert. Er ist Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Monat für Monat erhält er 17.750 Euro als Vergütung für seine enorme Arbeitsleistung. Und er ist von der Realität genauso weit entfernt wie der Kanzler, der Vizekanzler und der Bundespräsident.

In seiner berühmten „Göttlichen Komödie“ schilderte Dante Alighieri, wie er erst die Hölle und das Purgatorium und anschließend das Paradies durchwanderte und insbesondere in der Hölle auf antike Berühmtheiten, aber auch auf alte Bekannte aus seiner eigenen Zeit stieß. Zu Beginn des „Dritten Gesangs“ kommt er an das Tor zur Hölle mit einer eher niederschmetternden Inschrift, die mit dem Satz endet: „Lasst, die ihr eingeht, jede Hoffnung fahren.“

Der Satz ist aktueller denn je.

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PS: Hier mein neues Video – Milliardärs-Harakiri: Superreiche bauen SPD, Grünen und Linken nach dem X-Exodus ihre Echokammer

*) Anmerkung von Boris Reitschuster: Die  „Linke“ hat selbst rechtsverbindlich vor Gericht erklärt, dass sie rechtsidentisch ist mit der SED (wohl um ans Parteivermögen zu kommen). Nachzulesen hier.

Der Autor:

Thomas Rießinger ist promovierter Mathematiker und ehemaliger Professor für Mathematik und Informatik. Er publiziert Fachbücher, philosophische Aufsätze und Beiträge zur Unterhaltungsmathematik.

Bild: Symbolbild/KI/Grok/

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