Schützt die Impfung vor Infektion? Harvard-Studie zeigt Tendenz: Hohe Impfquote = Viele Infektionen

Ein Gastbeitrag von Mario Martin

Eine am 17. August eingereichte und am 9. September akzeptierte Studie (peer-reviewed) machte gestern die Runde auf Twitter. Eine gewöhnliche Zeitspanne, die für die Prüfung einer Arbeit anfällt, falls man nicht gerade Christian Drosten heißt und im Vorstand des Journals sitzt, das die eigene Arbeit veröffentlicht. Bei Drostens Arbeit zur Einführung des PCR-Tests lagen damals gerade einmal zwei Tage zwischen Einreichung und Veröffentlichung. Ein Zeitraum, der für eine gründliche Prüfung unzureichend ist.

Die aktuelle Studie wurde am 30. September im European Journal of Epidemiology veröffentlicht und trägt den Titel: “Der Anstieg von COVID-19 steht in 68 Ländern und 2947 Bezirken der Vereinigten Staaten in keinem Zusammenhang mit der Impfquote”. Sie beinhaltet schwerwiegende Einsichten hinsichtlich der Wirksamkeit der “Impfung”. Von den großen Medien wurde sie bisher noch nicht aufgegriffen.

Der Harvard-Wissenschaftler S.V. Subramanian bewertet mit einem Kollegen die Wirksamkeit der Covid-”Impfungen”. Sie vergleichen die Wirksamkeit in 68 Ländern und 2.947 Landkreisen in den USA, indem die Impfquoten der Länder und Landkreise mit der Anzahl der neuen “COVID-19-Fälle” ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Untersuchung ergab:

Auf Länderebene scheint es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung und neuen COVID-19-Fällen in den letzten 7 Tagen (Abb. 1) zu geben. Vielmehr deutet die Trendlinie auf einen geringfügig[en]  … Zusammenhang hin, dass Länder mit einem höheren Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung höhere COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner haben. Bemerkenswert ist, dass Israel mit einem Anteil von über 60 % der Bevölkerung, die vollständig geimpft ist, die höchste Rate an COVID-19-Fällen pro 1 Million Bevölkerung in den letzten 7 Tagen aufweist.

In anderen Worten: Länder und Landkreise mit hohen Impfquoten haben tendenziell auch eine höhere Anzahl an COVID-19-Fällen.

Dieser Zusammenhang ist durch die steigende Trendlinie in der Grafik indiziert. Je höher die Impfquote der Population, desto höher die Anzahl der COVID-19-Fälle.

(Abb. 1) Verhältnis zwischen den Fällen pro 1 Million Menschen (in den letzten 7 Tagen) und dem Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung in 68 Ländern (Stand: 3. September 2021)

Die Autoren kommen zu folgendem Fazit:

Das alleinige Vertrauen auf die Impfung als primäre Strategie zur Eindämmung von COVID-19 und seiner nachteiligen Folgen muss überdacht werden, insbesondere in Anbetracht der Delta-Variante (B.1.617.2) und der Wahrscheinlichkeit künftiger Varianten.

Es scheint also so, dass der “Impfung” kein positiver Effekt hinsichtlich einer Nicht-Infektion mit COVID-19 zugeschrieben werden kann.

Den gleichen Effekt dokumentieren Gregor Amelung und Prof. Dr. Thomas Rießinger in ihren lesenswerten Beiträgen zu den Impf- und Infektionsraten, die wir in Großbritannien sehen. Denn in UK infizieren sich Geimpfte aller Jahrgänge der Altergruppen 40+ häufiger als Ungeimpfte. Und dieser Trend verstärkt sich allem Anschein nach von Woche zu Woche. Die nächste Grafik (Abb. 2) zeigt den Sachverhalt anhand der Daten des Public Health England nochmal in vereinfachter Form.

Auf der x-Achse werden die einzelnen Alterskohorten für die Wochen 36 bis 38 angezeigt. Je flacher der Balken, desto größer ist der Anteil der geimpften Infizierten innerhalb der Kohorte. Da die Balken für alle Altersgruppen ab 18+ abfallen, wächst der Anteil an geimpften Infizierten pro 100.000 in allen folgenden Kohorten.

(Abb. 2) Werte höher 1 bedeuten, Ungeimpfte infizieren sich häufiger als Geimpfte und umgekehrt. Unabhängig von der Impfquote schlägt das Verhältnis von infizierten Geimpften/Ungeimpften, immer weiter in Richtung von infizierten Geimpften um, indiziert durch die fallenden Balken im Verlauf der drei Wochen.

Bleibt die Frage, über welchen Zeitraum die „Impfung“ vor schweren Verläufen schützt. Und, ob der Immunschutz der Geimpften über oder zumindest auf dem ursprünglichen Level bleibt. Der Focus titelt am 13.10: „Anteil stark gestiegen. Israel-Effekt jetzt auch bei uns: Warum immer mehr Geimpfte auf Intensiv liegen”

Bezugnehmend auf die Daten aus England fragt der Stanford-Professor Jay Bhattacharya auf Twitter:

Aus diesem Schaubild kann man viel lernen, aber am offensichtlichsten ist, dass das COVID-Vax die Infektion nicht verhindert.

Die Impfung bietet einen privaten Nutzen (Schutz vor schweren Krankheiten), aber nur einen begrenzten öffentlichen Nutzen (Schutz vor der Verbreitung von Krankheiten).

Was ist also das Argument für eine Impfpflicht?

Die zweifelhafte Performance der “Impfungen”, die anhand der Ergebnisse der Studie sowie der Daten aus England nachvollzogen werden können, passen nicht zu den Aussagen der Politik. Dort wird weiterhin der Mythos verbreitet, es handele sich um eine Epidemie der Ungeimpften. Die Impf-Katecheten der Regierung dürften diese Ergebnisse jedenfalls nicht interessieren.

Eine sehenswerte Übersicht zu allen Corona-Daten wird auf dieser Seite angeboten.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: S. V. Subramanian, A. Kumar, link.springer.com / Shutterstock
Text: Gast

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