WHO gegen Lockdown Deutsche Medien verschweigen Position der Organisation

Was für verrückte Zeiten! Ganz Deutschland redet vom neuen Lockdown. Kaum ein Wort wird in den meisten Berichten über die Weltgesundheitsorganisation WHO verloren. Merkwürdig. Aber auch leicht zu erklären. Denn offizielle Vertreter der WHO warnen inzwischen genau vor so einem Lockdown. Auf Englisch. Und die bundesdeutschen Medien berichten kaum darüber. Vielleicht, weil es „die Bevölkerung verunsichern könnte“, was Dr. David Nabarro in einem Interview mit Spectator TV gesagt hat. Der Mann ist Arzt und einer von sechs Sonderberichterstattern der WHO, die anlässlich der SARS-CoV-2-Pandemie ernannt wurden. Und faktisch verkündet er einen Kurswechsel der WHO.

Nabarro sagt in dem Interview: „Wir müssen lernen, einen Weg zu finden, mit diesem Virus zu koexistieren! Und der nicht mit großem Maß an Leiden und Tod verbunden ist. Das heißt, wir brauchen einen Mittelweg: Das Virus in Schach halten und gleichzeitig die Wirtschaft und das soziale Leben am Laufen zu halten. Wir denken, das ist machbar.“

Weiter führt der Arzt aus: „Wir bei der Weltgesundheitsorganisation befürworten Lockdowns nicht als Hauptmittel, um das Virus zu kontrollieren. In unseren Augen sind Lockdowns nur dafür gerechtfertigt, um Zeit zu gewinnen. Und zwar Zeit, um umzuorganisieren, um sich neu aufzustellen, um die eigenen Ressourcen neu auszutarieren, und um medizinisches Personal zu schützen, das erschöpft ist. Aber im großen und ganzen raten wir von Lockdowns ab.“

Unter anderem warnt Nabarro auch vor einem starken Anstieg der Armut in Folge der Anti-Virus-Maßnahmen. Weltweit könne sich die Armut verdoppeln, so der Mediziner. Insbesondere die Unterernährung von Kindern werde sich verdoppeln wegen ausfallender Schulmahlzeiten: „Das ist eine schreckliche weltweite Katastrophe. Deshalb appellieren wir an alle Regierungschefs: Hört auf damit, Lockdowns als Hauptmittel einzusetzen, um das Virus zu kontrollieren. Entwickelt ein besseres System, um dies zu tun. Arbeitet zusammen und lernt voneinander”. Weiter sagt der Mediziner: „Denken Sie daran, Lockdowns haben vor allen eine Folge, die man nie unterschätzen darf: Sie machen die Armen noch ärmer!“

Nabarro rät statt Lockdowns zu Tests, Track-und-Trace Systemen und lokaler Organisation, die in der Lage ist, Ausbrüche von SARS-CoV-2 in der jeweiligen Region zu beschränken.

In den deutschen Medien wird über diesen Kurs der WHO so gut wie gar nicht berichtet. Über google News Suche sind nur zwei Artikel auf Deutsch zu finden – bei Sciencefiles und meinbezirk.at.

Eigentlich hätte seine Aussage wie eine Bombe einschlagen müssen in einer funktionierenden Medienlandschaft. Eben gerade weil so viel davon die Rede ist, dass ein zweiter Lockdown drohen könnte. Die Position des WHO-Offiziellen zu beleuchten, wäre hier journalistische Pflicht.

In den USA berichtete sogar die New York Post:

Das Schweigen der deutschen Medien sagt in diesem Fall mehr aus als viele Artikel.


Angesichts der späten/frühen Veröffentlichungs-Stunde bitte ich Flüchtigkeits- bzw. Müdigkeitsfehler zu verzeihen und bin für Korrekturhinweise sehr dankbar.


Bild: Tapannewpane/Cristian Storto/Shutterstock
Text: red

 

 

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