Auch nach Corona: Mehrheit stramm auf Corona-Kurs Stockholm-Syndrom?

Eines vorweg: Das Meinungsforschungsinstitut INSA hat zu Corona-Zeiten Umfragen geliefert, die der Regierung ganz und gar nicht passten. In mehreren Exklusiv-Umfragen für meine Seite konnten wir etwa aufdecken, dass Impfnebenwirkungen aller Wahrscheinlichkeit nach häufiger sind, als offiziell angegeben. Auch in anderen Umfragen zum Thema Corona lieferte INSA Zahlen, die der Regierung nicht passten. Diese Vorab-Information ist wichtig, um die neuesten Zahlen des Instituts einzuordnen. Insgesamt haben die Meinungsforscher 2.006 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern per Telefon und Online die folgende Frage gestellt: „Wie bewerten Sie rückblickend die von der Bundesregierung verordneten Corona-Maßnahmen insgesamt?“

Hier die Antworten:

43  Prozent der Umfrageteilnehmer bewerten die von der Bundesregierung verordneten Corona-Maßnahmen rückblickend insgesamt als eher angemessen und weitere 14  Prozent sogar als sehr angemessen  – zusammen sehen sie also 57  Prozent positiv. Jeweils 19  Prozent halten die Maßnahmen hingegen für eher bzw. sehr nicht angemessen (38  Prozent insgesamt). Drei  Prozent können und zwe i Prozent wollen sich dazu nicht positionieren.

Nur die jüngsten Befragten (die Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren) sind sich bezüglich der Angemessenheit der Corona-Maßnahmen uneinig: Jeweils 46  Prozent erachten diese für angemessen bzw. nicht angemessen. Bei allen anderen Altersgruppen überwiegt jeweils absolut-mehrheitlich der Anteil derer, die diese für angemessen halten (50 – 65  Prozent). Dies hängt wohl damit zusammen, dass die Jüngsten besonders gelitten haben.

 

 

Auch wenn sowohl Befragte aus dem Westen als auch aus dem Osten die Corona-Maßnahmen absolut-mehrheitlich als angemessen erachten, tun dies erstere öfter (58 gegenüber 52  Prozent ). Befragte im Osten finden diese entsprechend häufiger unangemessen (43 gegenüber 37 Prozent).

 

Sämtliche Schulabschlussgruppen halten die von der Bundesregierung verordneten Corona-Maßnahmen jeweils mehrheitlich für angemessen, wobei Befragte mit (Fach-)Hochschulabschluss dies deutlich am häufigsten so befinden.

 

Je weiter rechts sich die Umfrageteilnehmer im politischen Spektrum verorten, desto öfter halten sie die Corona-Maßnahmen für nicht angemessen: So steigt dieser Anteil von 28  Prozent bei Befragten links der Mitte bis auf 52  Prozent bei jenen rechts der Mitte. Der umgekehrte Trend lässt sich bei denjenigen beobachten, die diese als angemessen einstufen (von 69 auf 46  Prozent). Insgesamt bewerten einzig Befragte rechts der Mitte die Corona-Maßnahmen absolut-mehrheitlich als nicht angemessen (52  Prozent).

 

Anhänger der AfD halten die von der Bundesregierung verordneten Corona-Maßnahmen absolut-mehrheitlich für nicht angemessen (70  Prozent). Wähler der „Linken“ sind bezüglich ihrer Bewertung gespalten (50  Prozent angemessen, 48  Prozent nicht angemessen). Die restlichen Wählergruppen bewerten diese jeweils absolut-mehrheitlich als angemessen (71 – 78  Prozent).

Offen gestanden sind die Umfrageergebnisse für mich sehr überraschend. Denn zum Teil geben ja selbst die damals Handelnden wie sogar Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu, dass zumindest Teile der Maßnahmen überzogen waren. Dass die Gesellschaft sie dennoch mehrheitlich für angemessen hält, trotz all der Enthüllungen und neuen Erkenntnissen, die das Gegenteil nahelegen, ist für mich eigentlich nur mit extremer Obrigkeitshörigkeit der Mehrheit zu erklären. Oder dem Stockholm-Syndrom: So bezeichnet man den Effekt, dass Menschen, die sich in der Gewalt anderer befinden, als Geiseln, mit der Zeit eine Sympathie für die Geiselnehmer entwickeln. Es ist eine Schutzfunktion der Psyche, die den unerträglichen Zustand abmildern soll, sich ganz in der Gewalt anderer zu befinden. Vielen fällt es womöglich schwer, sich nachträglich einzugestehen, dass die staatliche Gewalt etwa in Form von Ausgangssperren oder Eingriffen in privateste Bereiche unberechtigt war. Es fällt leichter, sich das nachträglich schön zu denken, als sich einen Irrtum einzugestehen – oder gar, dass der Staat hier unnötigerweise übergriffig agierte.

Die Umfrage-Zahlen sind kein gutes Zeugnis für die Demokratie-Fähigkeit der Mehrheit in unserem Land.

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