Gefahr bei Blutübertragungen von Geimpften? mRNA-Nanopartikel in den Organen? Warum duckt sich die Regierung weg?

Sehen Sie hier mein Video aus der heutigen Bundespressekonferenz mit weiteren Themen.

Droht eine Gefahr bei Blutübertragungen von Personen, die einen Impfstoff auf mRNA-Basis wie den von Biontech erhalten haben, wie kanadische Forscher warnen? Was ist von Berichten zu halten, wonach die japanische Zulassungsbehörde für Impfstoffe Auswertungen zu Tierversuchen mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer vorlegte, nach denen entgegen der Behauptung des Herstellers die mRNA-Nanopartikel nicht in der Einstichstelle verbleiben, sondern sich teilweise hochkonzentriert in Organen finden? Hat die Bundesregierung, wie im Gesetz vorgeschrieben, bis zum 31. März einen Corona-Bericht dem Bundestag vorgelegt? Gibt es endlich Zahlen, was den Anstieg psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen angeht? Sind auch in Deutschland mögliche Verbindungen zwischen einer Reihe von Myokarditisfällen und dem BioNTech/Pfizer-Vakzin aufgefallen wie in Israel?

All diese Fragen wurden heute auf der Bundespressekonferenz gestellt. Die Antworten waren in meinen Augen allesamt ausweichend. Vielleicht bin ich ja berufsblind geworden und zu kritisch – deshalb überlasse ich Ihnen das Urteil und gebe hier erst mal einfach das Wortprotokoll wieder. Unten dann mein Eindruck dazu – Sie können ihn teilen oder nicht. Aber das Wichtigste vorneweg: Auch sieben Stunden nach Ende der Bundespressekonferenz gab es zu keinem einzigen dieser Themen irgendeine Nachreichung. Ich halte das für erschreckend  – aber auch dazu unten mehr. Ich freue mich sehr auf Ihre Kommentare,


FRAGE WARWEG (RT): Kanadische Forscher warnen mittlerweile davor, Personen, die mit einem Impfstoff auf mRNA-Basis geimpft wurden, als Blutspender zuzulassen, weil die Gefahr besteht, dass die pathogenen Spike-Proteine an empfindliche Menschen übertragen werden.

Verfügt die Bundesregierung, verfügt das Bundesgesundheitsministerium über ähnliche Erkenntnisse, auch bezüglich dieser Blutbankproblematik, und wie bewerten Sie das Risiko?

NAUBER (Sprecherin des Gesundheitsministeriums): Wie üblich, äußern wir uns hier nicht zu Äußerungen von einzelnen Wissenschaftlern. So würde ich es auch diesmal halten. Sie wissen, dass das Paul-Ehrlich-Institut die Impfkampagne überwacht, Sicherheit, Nebenwirkungen, und dies auch in Berichten regelmäßig darlegt.

ZUSATZFRAGE WARWEG (RT): Aber meine Frage bezog sich ja auf die Blutbankproblematik: Gibt es eigene Erkenntnisse oder Maßnahmen der Bundesregierung, dass auf mRNA-Basis Geimpfte als Blutspender tätig sein können, oder nicht? Es wird ja vermutlich auch diesbezüglich einen Plan in der Bundesregierung geben.

NAUBER: Aber das geht ja zurück auf Äußerungen von Wissenschaftlern, wenn ich das richtig verstanden habe. Dafür müsste ich erst einmal die Hintergründe kennen, um dazu Stellung nehmen zu können.


FRAGE PUGLIESE (italienische Nachrichtenagentur ANSA): Israel untersucht gerade eine mögliche Verbindung zwischen einer Reihe von Myokarditisfällen und dem BioNTech/Pfizer-Vakzin. Sind auch in Deutschland solche Fälle aufgefallen? Wird das Phänomen eventuell beobachtet?

NAUBER: Grundsätzlich werden alle Phänomene beobachtet, die in irgendeiner Form auffallen; das hat ja die Vergangenheit auch gezeigt.

Auch dazu kann ich darauf verweisen, dass das Paul-Ehrlich-Institut die Kampagne sorgfältig überwacht und dazu Berichte vorlegt. Ich kann zu diesem speziellen Fall gerne etwas nachliefern, wenn wir da etwas nachliefern können. Der aktuelle Stand dazu ist mir gerade nicht bekannt.


FRAGE REITSCHUSTER: Frau Nauber, im Infektionsschutzgesetz heißt es in § 4 Absatz 1a:

„Das Bundesministerium für Gesundheit legt dem Deutschen Bundestag nach Beteiligung des Bundesrates bis spätestens zum 31. März 2021 einen Bericht zu den Erkenntnissen aus der durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Epidemie vor.“

Ist dieser Bericht vorgelegt worden? Wo kann man ihn einsehen?

NAUBER: Das kann ich Ihnen aus dem Kopf nicht sagen. Das kann ich aber gerne nachschauen.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Es ist Ihnen also bisher nicht bekannt, dass er vorgelegt wurde?

NAUBER: Herr Reitschuster, ich habe nicht das gesammelte Wissen des ganzen Hauses immer bei mir. Insofern sehen Sie es mir nach. Ich kann das gerne nachreichen, aber ich habe es aktuell nicht im Kopf.


FRAGE REITSCHUSTER: Frau Nauber, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sagt: „Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben.“ Er spricht sogar von Triage. Ich habe mehrfach zu dem Thema etwas gefragt. Es hieß immer: Man muss noch warten, bis die Zahlen kommen.

Haben Sie denn inzwischen irgendwelche Zahlen, vor allem zur Belastung von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf psychische Schäden?

NAUBER: Wenn ich mich recht erinnere, hatten Sie dazu erst kürzlich den Bundesgesundheitsminister gefragt; zumindest war es Thema in einer der letzten Bundespressekonferenzen.

Es gibt dazu auch unterschiedliche Auffassungen der jeweiligen Verbände. Aber klar ist: Es gibt Umfragen, die zeigen, dass Kinder- und Jugendliche in der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt sind, dass sie sich besonders belastet fühlen.

Wenn aber die Frage ist: „Haben wir Abrechnungsdaten, die tatsächlich pathologische Erkrankungen belegen?“, muss ich sagen: Es dauert einfach seine Zeit, bis diese Daten vorliegen. Das muss man einfach unterscheiden.

Nichtsdestotrotz: Sie kennen wahrscheinlich die COSMO-Studie und die COPSY-Studie. Das sind Umfragen, die zeigen, dass Kinder und Jugendliche unter diesen Pandemiebedingungen besonders zu leiden haben.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Der Herr Minister hat damals auch schon auf die Abrechnungen verwiesen. Mir haben daraufhin Kinderpsychologen geschrieben, das Problem sei, dass wegen der Triagesituation viele gar nicht in die Abrechnung kommen, weil sie nicht behandelt werden können.

Wie wollen Sie dieses Problem angehen? Was konkret tut die Bundesregierung, um hier ein umfassendes Bild zu bekommen?

NAUBER: Wie gesagt, noch liegen diese Daten ja gar nicht vor. Insofern: Wir beobachten diesen ganzen Komplex aufmerksam; das hat der Minister hier auch mehrfach dargelegt.

Natürlich schauen wir nicht nur auf die Infektionslage, sondern auch auf alles andere, was die Pandemie betrifft. Trotzdem bleibt aber diese Unterscheidung zwischen Umfragen und dem, was Abrechnungsdaten am Ende belegen, wichtig. Diese Daten liegen einfach noch nicht umfassend vor. Wenn sie vorliegen, wird das aber auch im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung vom RKI alles veröffentlicht.

STAATSEKRETÄRIN FIETZ: Ich kann Ihnen versichern, dass die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung das Wohl von Kindern und Jugendlichen natürlich sehr im Blick haben und dass es ihnen am Herzen liegt.

Der Bundesregierung ist bewusst, dass die pandemiebedingten Einschränkungen im Bereich der sozialen Kontakte, aber auch in Bezug auf Freizeiteinrichtungen und Aktivitäten gerade für die Jüngsten in unserer Gesellschaft belastend sind.

Die Bundesregierung setzt alles daran, die Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche so zu gestalten, dass sie in Deutschland unter guten Bedingungen aufwachsen können und eine gute Zukunftsperspektive haben. Das ist auch bei den Maßnahmen, die ergriffen wurden, immer im Blick gewesen, und trotzdem ist es klar, dass Kinder und Jugendliche unter diesen Maßnahmen auch gelitten haben.


FRAGE WARWEG (RT): Die japanische Zulassungsbehörde für Impfstoffe hat jetzt ihre Auswertungen zu Tierversuchen mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech vorgelegt bzw. veröffentlicht. Daraus kann man unter anderem ersehen, dass entgegen der Behauptung des Herstellers die mRNA-Nanopartikel nicht bei der Einstichstelle verbleiben, sondern sich teilweise hochkonzentriert in Organen finden, bei Weibchen insbesondere auch in den Eierstöcken. Da würde mich interessieren: Liegen dem Bundesgesundheitsministerium ähnliche Daten für Deutschland vor, und falls die vorliegen, wie bewerten Sie die?

NAUBER: Wir haben in Deutschland vier Impfstoffe, die von der EMA zugelassen worden sind mit den entsprechenden Daten, die dafür vorgelegt wurden. Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist einer dieser vier Impfstoffe. Dabei würde ich es belassen.

ZUSATZFRAGE WARWEG (RT): Meine Frage bezog sich ja darauf, dass zumindest auf diesen Daten der japanischen Zulassungsbehörde deutlich wird, dass diese mRNA-Nanopartikel nicht an der Einstichstelle verbleiben, sondern hochkonzentriert in den Organen gefunden wurden. Die Bundesregierung wird sicherlich auch entsprechende Daten zu Tierversuchen mit dem Impfstoff in Deutschland haben. Hat dieses Phänomen sich dabei auch beobachten lassen?

NAUBER: Ich kann die Äußerungen der japanischen Zulassungsbehörde hier nicht kommentieren. Ich kann Ihnen sagen, dass dieser Impfstoff durch die EMA geprüft worden ist und eine reguläre Zulassung erhalten hat. Da er diese Zulassung hat, kann er in Deutschland genauso wie in allen anderen EU-Staaten eingesetzt werden.


Mein Kommentar: Ich weiß, dass viele Politiker und Journalisten von den großen Medien Florian Warweg, mir, sowie Kollegen, die wie Rosanna Pugliese von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA Fragen zu solchen konkreten Themen stellen, vorwerfen, dies sei unzulässig, ja missbräuchlich. Ich finde: In Zeiten, in denen die Bevölkerung sehr verunsichert ist, und das zu Recht, muss die Regierung Rede und Antwort stehen. Gerade zu Themen, die breit durch das Internet gehen und in der Öffentlichkeit für Ängste sorgen – wie viele der oben angesprochenen – wäre von der Regierung zu erwarten, sich zumindest ansatzweise kundig zu machen und Antworten parat zu haben. Ich als Journalist kann sie schwer einschätzen. Aber eine Regierung mit riesigem Apparat sollte in der Lage sein, sich kompetent zu äußern. Dass dies bei vielen solchen Themen nicht sofort durch die Sprecher direkt in der Bundespressekonferenz möglich ist, ist verständlich. Umso wichtiger ist es aber, dass die Regierung transparent agiert und dann schnellstmöglich etwas nachliefert. Umso mehr, wenn sie kritische Fragen oft für Fake News hält bzw. als solche darstellt: Gerade dann müsste schnellstens reagiert und gegengehalten werden.

Zum Zeitpunkt, zu dem ich diesen Artikel verfasse, um 21.38 Uhr, sind mehr als siebeneinhalb Stunden seit Ende der Bundespressekonferenz vergangen. Zu keiner einzigen der oben erwähnten Fragen wurde etwas nachgereicht.

Dass es bei einigen Themen länger dauern kann, ist verständlich.

Aber etwa meine Frage zu dem Bericht an den Bundestag müsste sehr schnell zu beantworten sein.

Bei einzelnen Fragen, die ich an die Regierung gestellt habe, warte ich seit vielen, vielen Wochen auf eine Antwort oder eine Nachreichung.

Das Schweigen ist in meinen Augen eine Ohrfeige für den Wähler und Steuerzahler.

Und umso erschreckender ist es, wenn der Zorn dann auf diejenigen umgeleitet wird, die unbotmäßige Fragen stellen.

Gerade in Zeiten wie diesen gilt: Es gibt keine dummen Fragen. Es gibt nur dumme bzw. nicht erteilte Antworten.


Um konstruktiv zu sein, habe ich mir Gedanken gemacht, wie in meinen Augen eine gute Antwort eines Pressesprechers auf die obigen Fragen ausfallen könnte. Voilà:

Danke für Ihre Frage! Mir liegen zu dem Sachverhalt, den Sie schildern, keine bzw. keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Ich muss Sie deshalb um Nachsicht bitten, dass sich die Antwort etwas verzögert. Ich werde Ihre Frage der zuständigen Stelle in meinem Haus bzw. im Robert-Koch-Institut vorlegen. Sie erhalten bis spätestens heute Abend eine Zwischennachricht, und so schnell wie möglich eine Einschätzung, wenn die Frage in die Kompetenz unseres Hauses fällt. Ansonsten werden wir Ihnen die kompetenten Ansprechpartner nennen. Da im Moment sehr viele Falschmeldungen im Umlauf sind, wollen wir der Sache gründlich nachgehen und bitten auch Sie, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Danke für Ihre Geduld!
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

 

 

Bild: Boris Reitschuster
Text: br

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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