Corona-Proteste in Berlin: Polizei räumt im Tiergarten Bizarre Szenen und Festnahmen in der Hauptstadt

Bei Berlins politischer Führung liegen offenbar die Nerven blank. Die von Innensenator Andreas Geisel (früher SED, jetzt SPD) geführte Polizei räumte heute Teile des Tiergartens – weil sich Gegner der Corona-Maßnahmen zu einem Spaziergang getroffen hatten und sich anschließend am Sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Juni treffen wollten, unweit vom Brandenburger Tor. Bei drückender Hitze forderten die Beamten 50 bis 100 Menschen, die sich in einzelnen kleinen Gruppen etwa am Ufer eines Teiches oder auf Grasflächen niedergelassen hatten, auf, den Tiergarten zu verlassen. Begründet wurde dies damit, dass es sich um eine Versammlung handle. Woran die Beamten ausmachten, wer zu einer Versammlung gehört und wer nicht, ließ sich nicht erschließen.

Es kam zu mehreren Festnahmen und zu bizarren Szenen, die ich im Video dokumentiert habe. Sehen Sie sich hier die wichtigsten Szenen aus meinem Livestream heute Nachmittag an. Den Livestream selbst konnte ich wegen der Zensur auf Youtube nur auf meiner Facebook-Seite hochladen. Meine 282.000 Abonnenten bei dem Video-Quasi-Monopolisten blieben damit wieder einmal außen vor – drei Monate vor der Bundestagswahl. Mein Anwalt Joachim Steinhöfel hat inzwischen eine einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Berlin gegen Google bzw. Youtube beantragt. Das Gericht hat Youtube aufgrund der Eiligkeit aufgefordert, binnen einer Woche eine Stellungnahme abzugeben und zu begründen, womit ich in dem Video, das zur Löschung führte (anzusehen hier), gegen die Youtube-Gemeinschaftsstandards verstoßen habe.

 

Hier noch ein Auszug aus meinem aktuellen Wochenbriefing zu den massiven Anfeindungen gegen mich – Sie können es hier kostenlos und jederzeit widerrufbar abonnieren.

Einer meiner besten Freunde, ein russischer Jude aus Kiew mit einem unglaublichen Intellekt und Humor, hatte mir vor vielen Jahren, als ich mich noch aufregte über Angriffe unter der Gürtellinie, insbesondere aus den Medien und im Internet, einen unschätzbar wertvollen Rat mitgegeben: „Wenn du dir so was überhaupt ansiehst, wovon ich generell abrate, dann musst du das tun als Anthropologe, mit Erstaunen darauf schauen, wie die Menschen reagieren, wie sie sich zu Hass und Hetze hinreißen lassen. Statt dich darüber zu ärgern, muss es dich faszinieren. Motto: Erstaunlich, dass diese Aussage von dir da so viele Emotionen auslöst. Dann kannst du die Gründe sezieren. Aus emotionaler Entfernung. Eben wie ein Anthropologe.“

Der Rat hilft fantastisch. Im Falle der Web.de-Autorin finde ich es schlicht faszinierend, was sich da alles zwischen den Zeilen über ihre Gemütslage herauslesen lässt. Vor allem Selbstzweifel und, bezüglich vermeintlicher Wahrheiten, eine große Unsicherheit – die tief verdrängt ist. Und die Beunruhigung, die es hervorruft, an das Verdrängte erinnert zu werden, wird dann mit Aggression gekontert gegenüber demjenigen, der die sorgsam verdrängten eigenen Zweifel wieder zum Leben zu erwecken droht. Nein, leider bin ich nicht so klug, dass ich mir das selbst erschlossen habe – die Theorie stammt von Bestseller-Autor und Psychiater Hans-Joachim Maaz, dessen Arbeit ich außerordentlich schätze. Und den die Rückkehr totalitärer Züge, wie wir sie gerade erleben, genauso erschreckt wie mich.

Dieses totalitäre Denken macht blind. Focus Online schaffte es sogar, mich als „fragwürdigen Covid-Autor“ zu diffamieren und mir mit Hilfe von Fakes Fake vorzuwerfen. Zitat: „Der Blogger gilt als Querdenker, er verharmlost in seinen Texten die Corona-Pandemie und verbreitet wiederholt Falschinformationen, zum Beispiel, dass Corona-Impfungen zu einem Anstieg der Sterblichkeit führen würden.“ Letztere Behauptung ist frei erfunden. Und „Querdenker“ ist man offenbar, wenn man das bedingungslose negative Framing aller Corona-Maßnahmen-Kritiker nicht in vorauseilendem journalistischem Gehorsam mitmacht. Besonders witzig: Die Kollegen übersahen im Eifer des Propaganda-Gefechts, dass ich, den sie als „fragwürdigen Covid-Autor“ bezeichneten, gleichzeitig noch auf ihrer Seite als Focus-Online-Autor geführt wurde. Motto: Focus Online enthüllt: Fragwürdiger Autor bei Focus Online. Ich weiß, eigentlich sollte einen das wütend machen, aber meine Reaktion ist ein mitleidiges Lachen.

Weniger mit Humor kann ich es aufnehmen, dass die Bundespressekonferenz jetzt Liveübertragungen untersagt. Diese wurden im Rahmen der Pandemie eingeführt. Die aber offenbar in den Augen von Regierung und Vorstand der Bundespressekonferenz noch nicht zu Ende ist. Der Bundestag verlängerte die „epidemische Notlage“, und der Vorstand hält an den Hygieneregeln fest – Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske für Journalisten eingeschlossen, selbst beim Stellen von Fragen. Während die Regierungssprecher oben auf dem Podium keine Masken tragen müssen. Alles klar?

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Bild: Boris Reitschuster
Text: br


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