„Diese Impfung ist ein Experiment an Menschen“ Impfexperte Prof. Hockertz warnt

Es kommt immer wieder vor, dass einen als Journalisten Interviews aufwühlen. Dass sie das so sehr tun, wie mein Gespräch mit Stefan Hockertz, kommt jedoch selten vor. Hockertz ist Immunologe, Toxikologe und Pharmakologe sowie Professor an der Universität Hamburg. Mit Impfungen befasst er sich seit Jahrzehnten. Noch vor einigen Monaten, so erzählt er, wurde er von Kritikern der Corona-Politik angegriffen, weil er ein eingefleischter Befürworter von Impfungen ist. Doch weil er ganz massive Bedenken gegen die geplante Corona-Impfung hat, wird er nun als „Corona-Leugner“ beschimpft. Was er für völlig absurd hält, da er Corona durchaus für gefährlich hält (hier die Audio-Version des Interviews).

Traditionell bekommen wir bei Impfungen abgeschwächte oder tote Erreger, die unserem Immunsystem helfen, später nicht oder nur leicht an echten Erregern zu erkranken. Dieses Prinzip werde jetzt durch die geplanten Corona-Impfungen „über den Haufen geworfen“. Drei der geplanten Impfungen beruhten auf Messenger-RNA: Eine einsträngige genetische Information, die dann in den Zellen abgelesen werden soll. „Eine völlig neue Impfstrategie“, so Hockertz: „Jetzt bekommen wir nur noch einen Teil des Virus, das soll das Spike-Protein sein, aber wir wissen das auch nicht so genau, wir wissen ganz wenig über diese RNA-Impfung.“ Es solle fremde RNA injiziert werden, in die menschlichen Zellen geraten und dort abgelesen werden. Eine solche RNA-Impfung sei vor Corona weltweit noch nirgends zugelassen worden, so Hockertz: „Weil ganz offenbar die Datenlage dafür nicht ausreichend war, Fragen zur Qualität, zur Sicherheit, zur Wirksamkeit konnten offenbar nicht befriedigend für die Behörden beantwortet werden, sonst wäre es zur Zulassung gekommen.“

Prof. Dr. Hockertz

Auf die Frage, warum dann nun plötzlich diese Bedenken ausgeräumt und eine Zulassung erfolgen solle, obwohl Risiken nicht ausgeschlossen werden konnten, antwortete der Professor: „Das weiß ich nicht!“ Wir seien in einer Situation, in der die Richtlinien der letzten dreißig, vierzig Jahre nicht mehr eingehalten würden: „Es handelt sich hier nicht nur um Impfstoffe, sondern ganz neu um gentherapeutisches Material. Es werden uns Gene, Messenger-RNA zugeführt, die zudem noch künstlich ist. Also befinden wir uns, auch juristisch, auf der Ebene der Gen-Therapie“.

Dass selbst gentechnisch veränderter Mais in Deutschland bei gewissen Parteien große Bedenken hervorgerufen habe, nicht aber die gentherapeutische Impfung, sei ihm ein Rätsel, so Hockertz: „Mais isst man, den spritzt man nicht, dieser Mais wird im Magen und im Darm verdaut zur Unkenntlichkeit, wir kommen damit so gut wie nicht in Berührung. Ganz anders jetzt. Da wir diese RNA nicht essen, sondern ungefiltert in unseren Körper gespritzt bekommen, wundert es mich doch sehr, dass genau die gleichen Parteien, die gegen gentechnisch veränderten Mais gewettert haben, jetzt stillhalten und, mehr noch, diese Impfung propagieren.“

Dass auf mRNA gesetzt werde, liege vor allem daran, dass sich diese schneller in größeren Mengen herstellen lasse: „In jeder Küche, in jedem Kochtopf. Während traditionelle Impfstoffe ein bis zwei Jahre brauchen zum Produzieren.“ Über ihre Wirksamkeit wüssten wir so gut wie nichts. „Die Geschichten, die uns aufgetischt werden, von 70 Prozent oder 90 Prozent Wirksamkeit, scheinen mir unbelegt. Auf Nachfrage bekam ich keine Antworten von den Firmen. Wir hatten uns immer gefreut, wenn wir bei der Influenza-Impfung eine 30- bis 40-prozentige Wirksamkeit hatten. Die Daten, die uns jetzt präsentiert werden, erscheinen mir etwas utopisch.“ Was geschehe, habe mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, es sei rein politisch, so Hockertz.

„Wenn ich mit der Datenlage, die wir offensichtlich heute haben, oder besser gesagt mit der Nicht-Datenlage, eine Studie durchgeführt hätte, wäre ich im Gefängnis gelandet. Es ist ein ganz klarer Verstoß gegen das Arzneimittel-Gesetz“, klagt Hockertz. Er habe viele Anfragen an Firmen und Behörden gestellt und nachgefragt nach Studien. Er habe nie eine Antwort erhalten. Er sei nur totgeschwiegen oder ausgelacht geworden. Ein Kollege habe dann an Pfizer geschrieben. Der Konzern unterstützt BioNtec. Einer der führenden Forscherinnen dort habe er die Frage gestellt, welche der im Vorfeld einer Impfung bzw. Experimenten an Menschen vorgesehenen Studien denn Pfizer vorlägen. Die Antwort habe aus wenigen Worten bestanden: „Noch keine Daten verfügbar.“ Die Impfung sei damit „ein Experiment an Menschen“, so der Professor.

Dramatische Nebenwirkungen

Die Risiken seien enorm, mahnt Hockertz – und verweist etwa auf die „Blaupause“, die Schweinegrippe: „Da haben in etwa die gleichen agierenden Personen in Deutschland die Impfung als Allheilmittel ausgerufen. Tatsächlich wurde eine Impfung entwickelt und verabreicht. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man feststellte, dass etwa 7000 Kinder eine Narkolepsie entwickelten. Eine Anfalls-Schlafkrankheit, die nicht heilbar ist, und auf einer Veränderung des Nervensystems beruht“.  Diese Nebenwirkung hätte man bei einer ordnungsgemäßen statt übereilten Entwicklung im Tierexperiment festgestellt, so Hockertz: „Schon hier also das Zeichen: wenn man schnell, überschnell, fahrlässig einen Impfstoff entwickelt, dann kann es bei Menschen, nein, es wird zu Nebenwirkungen kommen, die nicht unerheblich sind. Und ich spreche hier nicht von Errötung der Haut oder leichtem Fieber. Diese Nebenwirkungen sind erwünscht. Aber Veränderungen, die etwa das Nervensystem anbelangen, die das Immunsystem dazu bringen können, dass es autoimmun, also gegen uns selbst sich richtet, diese Nebenwirkungen sind völlig unakzeptabel. Immer vor dem Hintergrund, wir behandeln keine kranken Menschen, die uns vielleicht versterben könnten, sondern gesunde, denen wir eine Art Versicherung in die Hand geben.“

Hockertz‘ Fazit: Corona ist zwar gefährlich. Aber nicht so bedrohlich, dass es eine so gefährliche Impfstrategie rechtfertigen würde.

Wie immer empfehle ich als Nicht-Fachmann allen Leserinnen und Lesern, sich unterschiedliche Meinungen anzuhören. Da Kritiker wie Prof. Hockertz in den großen Medien wenig zu Wort kommen, halte ich es für sehr wichtig, ihnen auf meiner Seite eine Plattform zu bieten. Ich kann Ihnen keine „Wahrheiten“ anbieten, wie viele Journalisten es heute tun. Nur Perspektiven, die man anderswo selten findet. Damit sich jeder unterschiedliche Meinungen anhören und selbst ein Urteil bilden kann.

Hören Sie sich hier den gesamten ersten Teil des Interviews an – in dem er auch von den ersten gravierenden Nebenwirkungen am Nervensystem bei nur ganz wenigen Probanden des neuen Impfstoffes erzählt. Teil Zwei mit nicht weniger erstaunlichen Details folgt in wenigen Tagen.

 

Bild: Mongkolchon Akesin/Shutterstock
Text: br

 

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