Neues Video zur Leipzig-Demo wirft neue Fragen auf Immer mehr Widersprüchlichkeiten

Als Reaktion auf meine Berichterstattung über die Demonstration der Corona-Maßnahmen-Kritiker in Leipzig hat mir eine Leserin ein Video geschickt, das ich für so interessant halte, dass ich es Ihnen nicht vorenthalten will.

Als Kommentar zu ihrem Video schreibt die Frau, deren Koordinaten mir vorliegen:

„Lieber Herr Reitschuster,

danke für Ihre Arbeit, ich habe Ihre Aufzeichnungen vom 7.11. in Leipzig gesehen.

Ich hoffe sehr, meine Nachricht erreicht Sie.

Wir haben ein Video, das genau zeigt/beweist, dass die Polizei mit Absicht diese Wahnsinnigen in die normale Demo geschleust hat! Kurz nach Bekanntgabe der Veranstaltungsauflösung sind wir Richtung Bahnhof gelaufen und standen hinter der Oper, Blick auf den Schwanenteich. Von dort aus war genau zu sehen, wie die Randalierer, von der Polizei geleitet, in die friedliche Querdenkerdemo buchstäblich „hofiert“ wurden. Ich hoffe, das hilft Ihnen und Sie können das Video als Beweis verwenden!

Liebe Grüße aus Leipzig!

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Tatsächlich wirft das Video neue Fragen auf. Warum lässt die Polizei die offensichtlich hochaggressive Gruppe anstandslos Richtung Absperrung marschieren? Wie kann es sein, dass hier regelrecht der Eindruck entsteht, die Randalierer seien von der Polizei eskortiert und in diese Richtung geleitet worden? Ich habe diese jungen Männer selbst an der Absperrung erlebt. Ihre Aggressivität war sofort zu erkennen und sie waren es wohl auch, die die Glasflasche warfen, die mich am Kopf traf. Die Kommentatorinnen gehen in dem Video, genauso wie ich damals spontan vor Ort, davon aus, es handele sich um „Antifa-Leute“, aufgrund der weitgehend identischen äußeren Erscheinung. Diese spontane Einschätzung war offenbar falsch. Laut ARD handelte es sich um gewaltbereite Fußball-Hooligans (siehe hier). Auch Leser, die sich in der Szene auskennen, bestätigen diese Einschätzung der ARD in Briefen an mich. Aber welche Hooligans? Neben der rechtsextremen gibt es auch eine linksextreme Hooligan-Szene, etwa bei der BSG Chemie Leipzig, mit wiederum fließenden Übergängen zur Antifa. Die ARD hat in Leipzig aber keine BSG-Chemie-Hooligans erkannt, sondern Fans von Lokomotive Leipzig, vom Chemnitzer FC, vom FSV Zwickau und vom Halleschen FC.

ZDF schon vor Ort

An den offenen Fragen ändert all das nichts. Denn zumindest muss die Polizei bereits in dem Moment, als diese Gruppe von der Oper Richtung Bahnhof lief, von der Gefahr einer Eskalation gewusst haben. Warum wurde nicht versucht zu verhindern, dass diese Gruppe haargenau auf die relativ schwache Polizeiabsperrung am Georgiring zumarschierte? Dort warteten zu diesem Zeitpunkt bereits Kamerateams etwa des ZDF, wie in meinem Livestream zu sehen ist (anzusehen hier). Dass die Beamten nicht eingriffen, ließe sich noch damit erklären, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt unterlegen fühlten.

Aber warum wurde die Absperrung am Georgiring nicht verstärkt? Auch eine ganze Weile nach dem Eintreffen der Gewaltbereiten dort war kein Zusammenziehen von Truppen zu erkennen. Im Gegenteil. Eine Hundertschaft aus Schleswig-Holstein wurde genau im Laufe der Eskalation von diesem neuralgischen Punkt abgezogen. Der Abzug erfolgte so hastig, die Beamten rannten teilweise, dass der Eindruck entstand, es gebe anderswo eine Eskalation und sie würden dringend gebraucht. Ich folgte ihnen deshalb. Aber am Augustusplatz, wohin sie so hastig abkommandiert wurden, war es ruhig (anzusehen ist die Szene hier). Warum zieht die Polizeiführung Truppen dort ab, wo Gewalt eskaliert und ein Durchbruch droht, dorthin, wo es ruhig ist? Im Livestream sage ich: „Ich verstehe nicht, warum die Polizeiführung diese Einsatzhundertschaft unten abgezogen hat, wo es wirklich brenzlig ist“ (anzusehen hier).

Im Zusammenspiel mit den vielen anderen Ungereimtheiten, die ich ausführlich hier beschrieben habe, entsteht ein sehr merkwürdiges Bild. Offen gestanden sehe ich nur zwei Erklärungen: Zum einen ein heftiges Versagen der Polizeiführung. Zum anderen die Möglichkeit, dass die Eskalation zumindest in Kauf genommen wurde. So schwer es fällt, das zu glauben: Die Geschichte zeigt leider, dass solche Methoden durchaus keine Ausnahme wären. Zumindest auszuschließen ist es deshalb nicht. Und es ist nicht einmal entscheidend. Entscheidend ist, wie hier ein falsches Narrativ auf Biegen und Brechen von Regierung und Medien durchgedrückt wird: Gewaltbereite Teilnehmer der Demonstration in Leipzig hätten den Ton angegeben.

Ich maße mir kein Urteil an und überlasse Ihnen als mündigen Bürgern, sich selbst ein solches zu bilden.


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Bild: Screenshot Video
Text: br

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