Demokratie – weggespült? Wie ein Ex-SED-Mann Demonstranten "beregnete"

Weil Deutschland in Sachen Internet fast schon etwas von einem Entwicklungsland hat, war meine Live-Übertragung von der Demonstration gegen das „Corona-Gesetz“ heute aus Berlin leider ein technischer Hindernislauf – auch zwischen den Plattformen. Wie versprochen habe ich noch die wichtigsten Momente zusammengeschnitten – und dem gegenübergestellt, was am Abend in der Tagesschau zu sehen war.

Bitte seien Sie nicht zu streng, was Unzulänglichkeiten beim Schnitt des Videos angeht – es wurde gegen sechs Uhr morgens fertig und ich war seit 8 Uhr in der Früh auf den Beinen im Dauereinsatz. Aber mit Videos zu aktuellen Ereignissen ist es wie mit Brötchen – wenn sie alt sind, sind sie nicht mehr so recht zu gebrauchen. Hier geht es zu dem Video per Link (alternativ können Sie es sich etwas weiter unten direkt auf der Seite ansehen). Nicht nur aus Zeitnot habe ich mich dafür entscheiden, im Wesentlichen die Original-Ansagen aus den Übertragungen stehen zu lassen.

Eine Leserin schrieb in den Kommentaren zu meinem Text-Bericht über die Kundgebung heute: „Mein Gott, die Demonstration wurde aufgelöst, weil sich (wiedermal) nicht an die Auflagen gehalten wurde. Die dann (illegalen) Demonstranten wurden mehrfach (fast eine Stunde lang) aufgefordert, den Platz zu räumen, bevor der Wasserwerfereinsatz begann. Dazu kommt noch, dass kleine Teile der Menge sehr aggressiv waren und Polizei und Presse mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen wurden. Von daher war der Einsatz der Wasserwerfer nur konsequent und richtig.  Schade ist nur, dass friedliche Demonstranten die Taten einiger Idioten ausbaden mussten.“

Berlin vs. Leipzig

Ich habe in Leipzig weitaus mehr Provokationen erlebt als in Berlin und deutlich brutalere Störer. Dennoch setzten die Sachsen anders als der rot-rot-grüne Senat in Berlin auf Deeskalation und in meinen Augen war das auch die richtige Entscheidung. Offenbar hatten die Sachsen andere Prioritäten, denn nach der Sichtweise vieler Kommentatoren hätten sie noch härter vorgehen müssen als die Berliner.

Ob man den Einsatz von Wasserwerfern im November gegen eine Menge, in der Kinder und sehr viele alte Menschen sind, für verhältnismäßig hält, ist sicher subjektiv. Umso mehr in Zeiten einer Pandemie, in der eigentlich die Gesundheit höchste Priorität haben müsste. Und der Immunität und den Hygieneregeln sind Wasserwerfer wohl eher nicht zuträglich. Ich kann nicht beurteilen, ob die „sehr aggressiven“ Personen, die ich persönlich nicht gesehen habe, aber die laut diversen, glaubhaften Augenzeugenberichten vor Ort gewesen sind, so schwerwiegend waren in ihrem Störpotenzial, dass sie es unmöglich machten, so zu agieren wie die Leipziger Polizei. Deeskalierend. Das tut die Berliner Polizei etwa auch, wenn beim alljährlichen sogenannten “Al Quds”-Marsch radikale Islamisten durch Berlin ziehen und die Auslöschung Israels offen fordern oder Klima-Extremisten von “Extinction Rebellion” Teile der Innenstadt und Autobahnzufahrten blockieren. Da kommen keine Wasserwerfer zum Einsatz.

Schauen Sie sich zum Vergleich an, welche gewalttätigen Szenen im Sommer bei der Black-Lives-Matter-Demo in Berlin zu sehen waren – die nicht einmal aufgelöst wurde, geschweige denn, dass die Polizei Wasserwerfer einsetzte (hier zu sehen).

P.S.: Ein Leser schrieb mir heute: „Mir geht die eine Situation aus Ihrem Livestream nicht aus dem Kopf , als der Mann vom Roten Kreuz von der Polizei zu Boden gebracht, anschließend abgeführt wurde und Sie selbst dabei weggestoßen wurden. Ihre Reaktion darauf, ‘warum tun Sie das, warum stoßen Sie mich weg?‘ Die Antwort des Polizisten, dessen Rückennummer Sie sogar im Stream nannten, ‘Ihr seid Faschisten‘ . Geht es eigentlich noch deutlicher, wie diese SED-Geisel-Geiseln ticken?“ (anzusehen ist die Szene hier).

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Bild: red
Text: br

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