FDA-Daten belegen geringe Impfeffektivität bei Kindern Risiko von schweren Verläufen wird durch Biontech-Impfung sogar erhöht

Von Kai Rebmann.

Die Food and Drug Administration (FDA) ist das Gegenstück zur Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und in den USA unter anderem für die Zulassung von Impfstoffen zuständig. Am 15. Juni 2022 hat die FDA ihre Zulassungsstudie für die Impfung von Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech veröffentlicht. In der Zusammenfassung des insgesamt 66 Seiten umfassenden Dokuments suggeriert die FDA eine hohe Impfeffektivität, die den Daten zufolge bei rund 80 Prozent liegen soll. Auf die schweren Verläufe bzw. den Schutz vor selbigen nach einer Impfung wird in der Studie nur am Rande eingegangen, wohl auch deshalb, weil diese bei Kleinkindern ohnehin äußerst selten sind, was durch die FDA-Daten nochmals bestätigt wird.

David
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Ein genauerer Blick auf die Ergebnisse lohnt sich, denn sowohl bezüglich der Impfeffektivität als auch des Schutzes vor schweren Verläufen wird dem Biontech-Serum ein verheerendes Zeugnis ausgestellt, das die Zulassung dieses „Impfstoffs“ für gesunde Kinder unter fünf Jahren mehr als fragwürdig erscheinen lässt. Nun ist es leider so, dass sich der gemeine Bürger nur in den seltensten Fällen die Mühe macht, eine derart umfangreiche Studie zu lesen und die darin enthaltenen Daten bis ins letzte Detail auszuwerten. Wenn überhaupt, beschränkt sich der Laie auf das Lesen der Zusammenfassung, in den meisten Fällen verlässt man sich aber schlicht darauf, dass die FDA bzw. EMA nur „sichere und wirksame“ Arzneimittel bzw. Impfstoffe zulassen, insbesondere wenn diese gesunden Kindern verabreicht werden sollen.

Irreführende Auswertung der Daten zur Impfeffektivität

An der Zulassungsstudie der FDA nahmen insgesamt 4.526 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren teil. Diese wurden zunächst in die Altersgruppen 6 bis 23 Monate (1.776 Probanden) und 2 bis 5 Jahre (2.750 Probanden) eingeteilt, wir wollen diese Gruppen im Folgenden A1 für die jüngeren und A2 für die etwas älteren Kinder nennen. In A1 bekamen 1.178 Probanden den mRNA-Impfstoff von Biontech, 598 Probanden wurde ein Placebo injiziert. Bei den Kindern aus A2 lag das Verhältnis in absoluten Zahlen bei 1.835 zu 915. Im weiteren Verlauf der Studie wurden allen Teilnehmern jeweils drei Dosen verimpft und dann geschaut, ob und gegebenenfalls wann die Kinder sich mit Covid-19 infizieren. Als mögliche Zeiträume wurden dabei definiert: zwischen der ersten und der zweiten Dosis; innerhalb von sieben Tagen nach der zweiten Dosis; mindestens sieben Tage nach der zweiten Dosis, aber noch vor der dritten Dosis; innerhalb von sieben Tagen nach der dritten Dosis; mindestens sieben Tage nach der dritten Dosis. Wir werden diese Zeiträume im Folgenden als Z1 bis Z5 bezeichnen.

Erklärtes Ziel der Studie war es nun, die Impfeffektivität zu untersuchen und nicht etwa, inwieweit der Biontech-Stoff vor schweren Verläufen bis hin zum Tod schützt. Die Impfeffektivität soll eine Aussage darüber treffen, um welchen Prozentsatz die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringert wird. In der Zusammenfassung der Studie („Executive Summary“) schreiben die Autoren auf Seite 6: „In a combined analysis of both age groups, VE was 80.4% (95% CI: 14.1%, 96.7%) with 3 cases in the BNT162b2 group and 7 cases in the placebo group.” Die deutsche Übersetzung dazu: “In einer kombinierten Analyse beider Altersgruppen betrug die Impfeffektivität 80,4 % (95 % CI: 14,1 %, 96,7 %) mit 3 Fällen in der BNT162b2-Gruppe und 7 Fällen in der Placebo-Gruppe.“ CI steht dabei für das Konfidenzintervall, wobei der angegebene Wert von 95 Prozent als gängiger Standard gilt.

Der Haken an der Sache ist nun, dass die Impfeffektivität von 80,4 Prozent tatsächlich nur dann zutrifft, wenn dabei die Kinder aus der Biontech- bzw. Kontrollgruppe miteinander verglichen werden, die im Zeitraum Z5 PCR-positiv getestet worden sind. Die oben genannten drei Fälle in der Biontech-Gruppe bzw. die sieben Fälle in der Placebo-Gruppe können den beiden Tabellen auf Seite 39 der Zulassungsstudie entnommen werden. Für alle anderen Zeiträume, also Z1 bis einschließlich Z4, ergibt sich eine deutlich geringere Impfeffektivität, für Z1 sogar eine negative (!) Impfeffektivität. Insgesamt haben sich in der Biontech-Gruppe 225 von 3.013 Kindern nach der Impfung mit Covid-19 infiziert, in der Kontrollgruppe waren es 150 von 1.513 Kindern.

Aus diesen Daten ergibt sich eine kombinierte Impfeffektivität von gerade einmal 24,7 Prozent. Die meisten anderen und über Jahre und Jahrzehnte erprobten Impfstoffe erreichen eine Impfeffektivität von weit über 80 Prozent, in den meisten Fällen sogar über 90 Prozent. Es ist schlicht verantwortungslos, in der Zusammenfassung einer für die Gesundheit von Kleinkindern derart wichtigen Studie bewusst oder unbewusst mit irreführenden Angaben zu arbeiten. Bitte schauen Sie, liebe Leser, sich die Daten im Originaldokument unbedingt an, und machen sich selbst ein Bild davon.

Biontech-Impfung erhöht das Risiko für schwere Krankheitsverläufe

Neben der Impfeffektivität, also der Verhinderung von Ansteckungen, sollen sich die bedingt zugelassenen Corona-Impfstoffe dem offiziellen Narrativ zufolge aber auch besonders positiv auf den Schutz vor schweren Krankheitsverläufen auswirken. Schauen wir uns also an, was in der Zulassungsstudie der FDA zu diesem Punkt gesagt wird (Seite 6): „Among all COVID-19 cases accrued from Dose 1 through the data cutoff of April 29, 2022, 1 placebo recipient 6-23 months of age and 7 participants 2-4 years of age (6 BNT162b2 recipients and 1 placebo recipient) met the protocolspecified criteria for severe COVID-19 during both blinded and open-label follow-up. Only one of these severe COVID-19 cases (in a BNT162b2 recipient 99 days post-Dose 2) resulted in hospitalization, and the remainder met criteria for severe COVID-19 based on vital sign findings that were not clinically significant in the opinion of the investigator and FDA“.

Und hier die nach bestem Wissen und Gewissen angefertigte deutsche Übersetzung: „Unter allen COVID-19-Fällen, die zwischen Dosis 1 und dem Ende der Datenerhebung am 29. April 2022 auftraten, erfüllten 1 Placebo-Empfänger im Alter von 6 bis 23 Monaten und 7 Teilnehmer im Alter von 2 bis 4 Jahren (6 BNT162b2-Empfänger und 1 Placebo-Empfänger) die im Protokoll angegebenen Kriterien für schweres COVID-19 sowohl während der verdeckten als auch der offenen Nachbeobachtungsphase. Nur einer dieser schweren COVID-19-Fälle (bei einem BNT162b2-Empfänger 99 Tage nach Dosis 2) führte zu einer Hospitalisierung, der Rest erfüllte die Kriterien für schweres COVID-19 auf der Grundlage von Vitalzeichen-Befunden, die nach Ansicht der Autoren und der FDA keine Hospitalisierung notwendig machten“.

Im Klartext: Während es in der Kontrollgruppe (Placebo) nur zwei schwere Verläufe gab, wurden aus der Biontech-Gruppe sechs schwere Verläufe gemeldet. Die Biontech-Gruppe war doppelt so groß (3.013 zu 1.513 Probanden) wie die Kontrollgruppe, hatte aber dreimal mehr schwere Verläufe zu verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit, ernsthaft an Covid-19 zu erkranken, liegt für ein Kind im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren nach einer Impfung mit Biontech also um rund 50 Prozent höher. Wohlgemerkt, wir reden dabei nur über die schweren Krankheitsverläufe trotz (oder wegen?) der Impfung, nicht über die aus der Impfung selbst resultierenden Nebenwirkungen. Es drängt sich also die Frage auf, wer oder was die FDA dazu veranlasst, in den USA einen Impfstoff mit nachweislich sehr geringer Impfeffektivität, dafür aber umso höheren Gesundheitsrisiken für Kinder im Alter von unter fünf Jahren zuzulassen. Und wird die EMA diese Zahlen aus den USA zur Kenntnis nehmen oder sie einmal mehr ignorieren und die mRNA-Impfstoffe wider besseres Wissen auch in Europa für Kleinkinder zulassen?

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock
Text: kr

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