Gab es wirklich Abweisung von Geimpfter in Geburtshaus, wie der NDR behauptet? Angebliche Sortierung nach Impfstatus wirft Fragen auf

Von reitschuster.de

„Geburtshaus in Göttingen benachteiligt Schwangere mit Impfung“, titelt der öffentlich-rechtliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) und schreibt dann weiter: „Eine schwangere Frau wurde offenbar aufgrund ihrer Corona-Impfung abgelehnt. Zudem werden Hygienemaßnahmen nicht eingehalten.“ Im Beitrag macht sich der Sender dann regelrecht lustig über das Geburtshaus. Dem Anspruch der Institution, das Leben mit „Zurückhaltung, Achtsamkeit und Demut“ zu begrüßen, werde sie nicht gerecht, so die Stimme der NDR-Sprecherin aus dem Off.

Wenn man sich den Beitrag dann aufmerksam ansieht und zwischen den Zeilen liest bzw. hört, fällt schnell auf, dass der Vorwurf aus Überschrift und Vorspann zweifelhaft ist. Denn die Schwangere, über die der NDR berichtet, ist gar nicht abgewiesen worden. Sie wurde lediglich, so heißt es dann im Beitrag, um die Abgabe einer Blutprobe gebeten. Auf diese Weise wollte das medizinische Personal offenbar das Risiko einer Thrombose ausschließen, das ja nach Impfungen erhöht sein kann. Was soll daran verwerflich sein?

Ein weiterer Vorwurf der werdenden Mutter: Verstöße gegen die Hygienemaßnahmen im Geburtshaus. Mitarbeiter hätten teilweise keine Maske getragen. Zudem seien – was für ein Verdachtsmoment – „auch so Bücher“ im Geburtshaus zu sehen gewesen. Merkwürdige Werke mit einer „parallelen Corona-Erzählung“: Es ginge da um eine „alternative Wahrheit“, erzählt die Frau, das sei ihr „komisch aufgestoßen“. Sie selbst wurde vom Geburtshaus Göttingen nicht wegen ihrer Impfung abgewiesen, sie entschied sich selbst, ihr Kind nicht mit Hilfe der Göttinger Hebammen zur Welt zu bringen.

Worauf stützt der Sender dann seinen Vorwurf der Abweisung von Geimpften? Auf eine weitere Frau, die der NDR gefunden hat. Sie berichtet, sie sei vom Geburtshaus wegen ihrer Impfung nicht aufgenommen worden. Dass gleichzeitig aber die andere Frau trotz Impfung nicht abgewiesen wurde, sondern selbst das Geburtshaus verließ, wie es in dem gleichen Beitrag heißt, widerspricht genau dieser Darstellung, dass dort Geimpfte abgelehnt würden. Auf diesen Widerspruch geht der Sender aber nicht ein. Das Geburtshaus selbst ließ alle Anfragen des NDR unbeantwortet.

Kann die Impfung tatsächlich ein Risiko bei einer Geburt sein? Die Antwort des NDR dazu ist merkwürdig: „Geburtskomplikationen, die allein auf die Impfung zurückzuführen seien, könnten durch die aktuelle Studienlage nicht belegt werden, sagen Mediziner.“ Ein Satz, der mögliche Ängste von Schwangeren wohl kaum ausräumen dürfte. Denn was ist zum Beispiel gemeint mit „allein auf die Impfung“?

Derzeit bin ich leider wieder von Facebook für 30 Tage gesperrt. Ich habe einen Anwalt eingeschaltet, damit dieser gegen die Sperrung vorgeht. Das geht nur mit Ihrer Hilfe. Ich freue mich sehr über Unterstützung – per Paypal, oder Banküberweisung und Patenschaft. Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Screenshot/NDR
Text: reitschuster.de

mehr zum Thema aus reitschuster.de

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hat inzwischen bis zu 53,7 Millionen Aufrufe – im Monat Und sie hat mächtige Feinde. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!
Meine Bankverbindung (kostenlos und ohne jede Gebühr): Boris Reitschuster, IBAN  LT18 3190 0201 0000 1014, BIC: TEUALT22XXX (TeslaPay) oder IBAN DE70 6003 0100 0012 5710 24, BIC: BHBADES1XXX
Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.
Möglichkeiten für eine Patenschaft: Via Dauerauftrag auf die obige Bankverbindung. Unterstützen Sie meine Arbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.