„Ich habe dem nichts hinzuzufügen“ Eine (Film-)Bilanz nach acht Monaten Bundespressekonferenz

In Reaktion auf meinen neuen Trailer für meinen YouTube-Kanal und das Dankeschön–Video, das aus meinem Team als Geburtstagsüberraschung kam (mit Leser-Reaktionen aus ganz Deutschland – was mich wirklich umwarf), hat ein Film-Profi sich von den beiden kurzen Streifen animieren lassen und daraus (mit zusätzlichem Material) ein eigenes Video gemacht. Als kleines Geschenk für mich, für mein Team – und für die Seite und damit auch für Sie, liebe Leserinnen und Leser! Das Resultat hat mich beeindruckt. Ich hoffe, es gefällt auch Ihnen! Sehen Sie es sich hier an:

YouTube player

Hier noch ein Auszug aus meinem aktuellen Wochenbriefing – Sie können es hier kostenlos und jederzeit widerrufbar abonnieren:

Liebe Leserinnen und Leser,

ich schreibe Ihnen dieses Wochenbriefing mit einem etwas kribbeligen Gefühl im Bauch. Denn am Samstag um diese Zeit werde ich in Moskau sein (siehe hier). Bis vor wenigen Wochen wäre das noch unmöglich gewesen, da Russland als „symmetrische Reaktion“ auf die Einreiseverbote für russische Staatsbürger auch die eigenen Grenzen für EU-Bürger geschlossen hat. Inzwischen gibt es eine Sonderregel für Deutsche. Und so kann ich jetzt endlich wieder in das Land, das in 16 Jahren meine zweite Heimat geworden ist und das ich liebe.

Russische Freunde, die all die Zeit reisen konnten, berichteten, es sei wie eine Zeitreise. In ein Leben zurück zu den Zeiten vor Corona. In der U-Bahn und an vielen anderen Orten gibt es zwar eine Maskenpflicht. Aber landestypisch wird diese eben oft nicht sonderlich beachtet. Restaurants, Cafés, Theater, Kinos, Sportstätten, Schwimmbäder, alles ist offen. Kinder haben ein ganz normales Leben wie vor Corona – Musikschulen und alle möglichen anderen Freizeitangebote haben geöffnet. Viele meiner russischen Freunde wollen mir gar nicht glauben, wenn ich ihnen erzähle, wie wir in Deutschland leben.

(Nicht-)Corona-Politik und ihre Folgen

Manche Russen wiederum sind sauer auf die eigene Regierung und würden sich mehr Corona-Maßnahmen wünschen. Sie machen geltend, die offiziellen Corona-Zahlen in Russland seien geschönt. Während der Coronavirus-Pandemie seien im vergangenen Jahr mindestens 300.000 Menschen mehr gestorben, als in den meistzitierten offiziellen Statistiken Russlands angegeben, schreibt etwa die „New York Times.“ Hier muss man aber dazusagen: Russland hatte vergangenes Frühjahr noch genauso wie Deutschland einen Lockdow; der wurde dann im Frühling „gelockert“. Erst gegen Jahresende schlugen beide Länder dann eine diametral entgegengesetzte Richtung ein: Deutschland entschied sich für die Rückkehr zum Lockdown, Russland für Freiheit. Die Zahlen für 2020 sagen also wenig aus über die aktuelle (Nicht-)Corona-Politik Moskaus und ihre Folgen aus. Russlands Gesundheitswesen ist traditionell völlig überfordert, die Lebenserwartung ohnehin weitaus geringer als in Westeuropa. Vergleiche sind also schwierig.

Um die russische Herangehensweise an Corona zu kennen, muss man das Land verstehen. Bis weit in die 2000er Jahre hinein galt das Anschnallen in Autos als Anzeichen für Spießigkeit. Der Tod, so meine Erfahrung aus 16 Jahren Russland, gehört für die Menschen in diesem riesigen Land irgendwie mit zum Leben. Tote werden aufgebahrt, man umarmt den Leichnam. Die Lebensumstände haben den Russen nie den Luxus gegönnt, den Tod zu tabuisieren, wie das bei uns geschieht. Fatalismus ist fester Bestandteil der russischen Mentalität.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!.

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Bild:  privat/Ekaterina Quehl
Text: red
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