„Ich werde mich nicht an diesem Scheiß beteiligen! Fuck you, Zuckerberg!“ Roger Waters beschimpft Facebook-Chef

Von Christian Euler

Pink-Floyd-Urgestein Roger Waters und Facebook-Chef Mark Zuckerberg werden aller Voraussicht nach auf absehbare Zeit keine Freunde mehr. Am Rande der Veranstaltung „The People’s Forum“ für Julian Assange erwähnte der Brite, dass Facebook kürzlich angefragt habe, den Pink-Floyd-Klassiker „Another Brick in the Wall, Part II“ für ein Video zu verwenden, mit dem die Facebook-Tochtergesellschaft Instagram beworben werden sollte.

„The People’s Forum“ wurde von der „Stand with Assange“-Bewegung sowie dem „Assange Defense Committee“ vergangene Woche in New York organisiert, um auf die prekäre Lage des gesundheitlich angeschlagenen Wikileaks-Gründers Julian Assange aufmerksam zu machen.

Der 49-jährige Australier steht wegen der Veröffentlichung von mehr als 700.000 geheimen Dokumenten über militärische und diplomatische Aktivitäten der USA aus dem Jahr 2010 vor Gericht und muss in den Vereinigten Staaten mit bis zu 175 Jahren Gefängnis rechnen. Aktuell wird er in Großbritannien festgehalten, das unlängst seine Freilassung gegen Kaution ablehnte, ihn aber auch nicht in die USA ausliefern will.

Der von La Jornada, einer der wichtigsten Zeitungen in Mexiko-City, veröffentlichte, gut zwei Minuten lange Video-Ausschnitt ist eine persönliche Suada des früheren Pink-Floyd-Frontmanns gegen den 37 Jahre alten Facebook-Chef.

«Wie kam dieser kleine Scheißer überhaupt zu so viel Macht?»

„Es ist ein Angebot von Mark Zuckerberg an mich“, sagt Waters. Facebook habe ihm eine „riesige, riesige Summe an Geld“ geboten. Doch den Pink-Floyd-Granden lassen die Millionen des Multimilliardärs kalt: „Die Antwort ist: Fuck you, no fucking way“.

„Es ist deren heimtückischer Versuch, alles zu kontrollieren, Facebook und Instagram wollen den Song nutzen, um noch stärker zu werden“, wettert Waters. Gleichzeitig wirft er dem Social Network-Giganten vor, die Bewegung zur Befreiung von Assange zu zensieren und so zu dessen weiteren Inhaftierung beizutragen. Dabei stellt er unmissverständlich klar: „Ich will nicht Teil dieses Bullshits sein.“

Sein Frontalangriff auf Zuckerberg wirkt in seiner Schärfe fast surreal: „Wie kam dieser kleine Scheißer überhaupt zu so viel Macht und ist nun einer der mächtigsten Idioten der Welt?“

Der Mann, den Waters so bezeichnet, wird auf der aktuellen Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von gut 120 Milliarden Dollar derzeit auf Platz fünf geführt.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
Dipl.-Volkswirt Christian Euler widmet sich seit 1998 intensiv dem Finanz- und Wirtschaftsjournalismus. Nach Stationen bei Börse Online in München und als Korrespondent beim „Focus“ in Frankfurt schreibt er seit 2006 als Investment Writer und freier Autor u.a. für die „Welt“-Gruppe, Cash und den Wiener Börsen-Kurier.
Bild: Taya Ovod/Shutterstock
Text: ce
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