Impfkampagne bei Kindern aus politischer Motivation? Ärzte stellen Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren infrage

Von Daniel Weinmann

Immer mehr Studien belegen, dass die Corona-Impfung in jeglicher Hinsicht weit an ihrem Ziel vorbeischießt. Die Impfkampagne läuft dennoch auf Hochtouren – und nimmt zunehmend die Kinder ins Visier, obwohl diese nachweislich fast bedeutungslos für das Corona-Geschehen sind. Der Schutz vor schweren Verläufen ist bei Kindern schlicht irrelevant.

Während die Impfung von Kleinkindern in den USA bereits üblich ist, plant die österreichische Regierung, Impfstraßen für Kleinkinder ab einem halben Jahr zu öffnen. Bisher verabreichen einige Kinderärzte den Babys außerhalb der Zulassung den Piks – bei langen Wartezeiten. Bisher wurden 5.008 Kinder zwischen null und vier Jahren auf diese Weise geimpft.

Hierzulande bläst die Ständige Impfkommission, kurz Stiko, ins gleiche Horn wie die Impf-Adepten um Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Am 24. Mai sprach sie „vorsorglich“ die Empfehlung für eine einmalige Dosis aus. Die „weltanschaulich unabhängige Expertengruppe“ (O-Ton Wikipedia) erwartet weitere Corona-Infektionen im kommenden Herbst und Winter. Bislang ist fast jedes vierte Kind zwischen fünf und elf Jahren einmal geimpft.

Einer Gruppe von Ärzten, Virologen und Wissenschaftsjournalisten geht die Stiko-Empfehlung zu weit. Die „Info-Plattform Corona“ sieht in ihrer Stellungnahme neben der fehlenden Evidenz der Stiko-Empfehlung die Gefahr sozialer Nachteile für ungeimpfte Kinder. Es drohe „die Diskriminierung nicht geimpfter Kinder, die ausgegrenzt und benachteiligt werden.“

»Aus einer medizinischen Indikation wird eine politisch begründete Empfehlung«

Sollten die Ampelkoalition und die Bundesländer im Herbst oder Winter erneut 2G- oder 3G-Regelungen vereinbaren, so mache die Stiko den politischen Weg dafür frei, auch Kinder unter zwölf Jahren auszuschließen – genau wie ungeimpfte Jugendliche, die im vergangenen Jahr nicht an Sport- und Kulturveranstaltungen teilnehmen durften.

Ein Nutzen ist nach Ansicht der Gruppe um die Ärztin Andrea Knipp-Selke nicht erkennbar. Man müsse „hinsichtlich der Stichhaltigkeit der wissenschaftlichen Begründung dieser Empfehlung stärkste Zweifel äußern, denn die der geänderten Empfehlung zugrunde liegenden Studien beziehen sich ausschließlich auf Erwachsene“, geben die Autoren zu bedenken.

Auch aus epidemiologischer Sicht ergebe sich keine Evidenz für die Impfung in der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen:

• Todesfälle bei gesunden Kindern in dieser Altersgruppe gebe es in Deutschland bislang nicht
• die Hospitalisierungsrate sei die niedrigste unter allen Altersgruppen
• eine Herdenimmunität lasse sich mit der Impfung nicht erreichen, und
• der Krankheitserreger lasse sich nicht eliminieren

„Damit wird aus einer medizinischen Indikation eine politisch begründete Empfehlung“, resümieren die Autoren. Das Vertrauen in die Stiko habe in den vergangenen Monaten deutlich gelitten. „Die Stiko aber ist und bleibt eine wichtige Institution im Rahmen jeglicher Infektionskontrolle. Es wäre zu wünschen, dass sie auch bereit ist, Beschlüsse bei mangelnder Evidenzlage zu revidieren.“

Karl Lauterbach bleibt derweil seinem Impf-Mantra treu und kündigte eine neue Impfkampagne an. Sie soll Eltern von Kindern im Grundschulalter von einer Einmaldosis überzeugen, die sich gegen die Impfung entschieden haben.

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock
Text: dw

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