Indianer empört über Winnetou-Verbot in Deutschland "Überhaupt nichts diskriminierendes oder gar rassistisches bei Winnetou"

Das kann man sich alles nicht mehr ausdenken. Der Ravensburg-Verlag „cancelt“ sein Winnetou-Buch, weil es angeblich rassistische Stereotypen verbreite; die ARD erklärt, sie wolle keine Winnetou-Filme ausstrahlen; und das Social-Media-Team von „ZDF-heute“, also mit Ihren Zwangsgebühren finanzierte Mitarbeiter, haben Nutzer in den sozialen Medien auf die Finger geklopft und sie aufgefordert, das „I-Wort in der Kommunikation zu vermeiden, da wir rassistisch geprägten Begriffen keine zusätzliche Plattform geben möchten“. Grüne-Mitglieder zeigten sich „betroffen und verletzt“, weil die Grünen-Landeschefin von Berlin, Bettina Jarasch, in einer Fragerunde vor der Wahl 2021 bekannt hatte, als Kind wäre sie gerne Indianerhäuptling geworden. Jarasch musste sich entschuldigen, die Stelle wurde aus einem Video von der Veranstaltung gelöscht.

Und jetzt das! Während sich Bessermacher bei uns verletzt und betroffen zeigen, befragte die „Bild“ Indianer in den USA. Die nur den Kopf schüttelten über die Diskussion in Deutschland. „Ich glaube, das ist eine ganze schöne Überreaktion, dass der Verlag die Bücher vom Markt genommen hat, das ist ein bisschen zu viel des Guten! Warum? Das ist ja fast schon Publicity“, so die kopfschüttelnde Reaktion von einem der befragten Ureinwohner (anzusehen hier).

‘Überhaupt nicht diskriminiert‘

Robert Packard vom Stamm der Sioux sieht es eindeutig: „Ich bin auf Winnetous Seite. Ich unterstütze seine Geschichten komplett und bin ziemlich verärgert, dass man versucht, ihn quasi auszuradieren. Ich fühle mich überhaupt nicht diskriminiert, ich sehe auch überhaupt nichts diskriminierendes oder gar rassistisches bei Winnetou! Ganz ehrlich: Ich habe noch nie einen Amerikaner in Amerika getroffen, der deutsch spricht. Die alle haben nicht mal was von Winnetou oder Karl May gehört.“

Zu dem Vorwurf, die Geschichten Karl Mays würden ein verklärtes Bild der Ureinwohner zeigen und diese damit diskriminieren, meint ein anderer Ureinwohner in dem Bild-Video: „Warum müssen wir alles und jede Person mit einem Etikett versehen? Amerikanische Ureinwohner? Deutsche? Oder alle diese geschlechtsspezifischen Etiketten? Das braucht man doch gar nicht! Wir sind doch alle Menschen, leben alle auf derselben Erde, es gibt keinen Grund für so eine Einteilung.“

Womit sich die Frage stellt: Was ist wirklich diskriminierend? Die Geschichten von Karl May, die bei den Lesern große Empathie für die Ureinwohner Amerikas wecken und viele erst auf deren grausames Schicksal aufmerksam machten? Oder wenn sich heute selbst ernannte Tugendhüter hinstellen und ohne die wirklich Betroffenen auch nur anzuhören, meinen, in deren Namen entscheiden zu müssen, was gezeigt und verlegt werden darf? Und im Namen genau dieser Ureinwohner dann Winnetou, wie es der Sioux Packard nennt, „ausradieren“? Wer bitte sind hier die wirklichen Rassisten?

Petition

Die Karl-May-Gesellschaft schreibt in einer Petition gegen das „Canceln“ von Winnetou, die Sie hier unterzeichnen können:

„Die zeitbedingte Weltsicht teilt Karl May mit praktisch allen Autorinnen und Autoren der Vergangenheit. Die Besonderheit Karl Mays besteht darin, dass in seiner Darstellung des ›Wilden Westens‹ von Anfang an die Sympathie des Erzählers der leidenden indigenen Bevölkerung gilt. Ihre Würde und ihre menschlichen Qualitäten verkörpern sich in Idealfiguren wie Winnetou, dem Häuptling der Apachen, und die tragische Vernichtung ihrer materiellen und kulturellen Existenz grundiert alle May’schen Nordamerika-Erzählungen:

»Ganz unstreitig gehörte diesen das Land, welches sie bewohnten; es wurde ihnen genommen. Welche Ströme Blutes dabei geflossen und welche Grausamkeiten vorgekommen sind, das weiß ein jeder, der die Geschichte der ›berühmten‹ Conquistadores gelesen hat.« (Karl May: Winnetou, der Rote Gentleman. 1. Band, Freiburg i. B. 1893, S. 3)

Auch an anderen Schauplätzen – in Südamerika und Südafrika, im Mittleren und Fernen Osten – werden Unterdrückung und wirtschaftliche Ausbeutung, Sklaverei und gewaltsame Mission mit ihren Motiven und Folgen immer wieder drastisch vor Augen geführt und unmissverständlich verurteilt. Überhebliche Verachtung außereuropäischer Kulturen, rassistische Sprache und religiöse Intoleranz sind bei Karl May durchgehend Merkmale negativ gezeichneter Antagonisten. Hierdurch hat der Autor bei seiner großenteils jugendlichen Leserschaft zweifellos über mehrere Generationen hinweg als Erzieher zu Toleranz und Weltoffenheit gewirkt.“

Mein aktuelles Video:

Sensations-Urteil: „Quarantäne war rechtswidrig“ entscheidet Bayerischer Verwaltungsgerichtshof. Mein Kommentar zu den mutigen Richtern aus München, die Lauterbach, Söder & Co. juristisch so richtig eins ausgewischt haben. Was man in den großen Medien aber kaum wahrnimmt…
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Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
Bild: Screenshot Bild
Text: br

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