Isolation begünstigt schwere Erkältungsverläufe bei Kindern Schon doppelte Anzahl von Patienten auf Kinderstationen

Von Alexander Wallasch

Jetzt ist es quasi amtlich und wir können nur hoffen, dass diese verspäteten Atemwegserkrankungen aus Mangel an Immunisierungsmöglichkeiten während der Pandemie-Maßnahmen keine bleibenden Spätfolgen für Kinder haben.

Gestern nämlich berichtete n-tv davon, dass sich Atemwegsinfekte bei Kindern ausbreiten würden. Insbesondere das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann den Kindern und Kleinkindern jetzt gefährlich werden. Aktuell werden schon doppelt so viele Kinder behandelt wie in den Jahren zuvor, sorgen sich Ärzte.

Jakob Maske, der Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, nennt gegenüber dem Nachrichtensender einen Grund dafür: Kita-Schließungen und andere Corona-Maßnahmen im vergangenen Winter und Frühjahr. Die Kinder seien bisher nicht in Kontakt mit bestimmten Erregern gekommen. „Die Infekte werden jetzt nachgeholt.“

Und das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen starken Anstieg der Krankenhaus-Einweisungen von Ein- bis Vierjährigen wegen Infektionen mit RSV. In Zahlen: Nur für den September sind das 120 bis 140 Kinder gegenüber der Hälfte in den Jahren vor der Pandemie.
Was ist hier einer der gravierenden negativen Effekte? Zunächst einmal wird gemeldet, dass in den Kinderkliniken das Personal knapp wird. Die schwer erkrankten Kinder entsprechend zu betreuen und hinreichend medizinisch zu versorgen, leidet schon.

Kinderarzt Thomas Buck aus Hannover berichtet von erkrankten Kindern, die schon in entfernte Kliniken ausweichen müssten.

Infektionen treffen auf geschwächte Immunsysteme

Und selbst, wenn die Krankheit „nur“ nachgeholt ist, kann es hier zu Defiziten kommen. Der Nachholeffekt kann sich durchaus negativ auswirken, wo die Immunisierung zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet.

Eine von reitschuster.de befragte Allgemeinmedizinerin spricht von einer „erhöhten Infektanfälligkeit“ und übersetzt es für uns verständlich: „Das Immunsystem baut regelrecht ab – wenn die Körperpolizei so einen Schlag in den Nacken bekommen hat, leidet die Abwehr.“

Und das sind nur die schweren Fälle, viel höher ist die Zahl der Infektionen mit allen negativen Begleitumständen bei den Kleinsten, die nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Um die Gefahr deutlich zu machen: Es gibt leichte und schwere Verläufe. Und eine spätere Ansteckung bei gleichzeitiger Schwächung des Immunsystems kann die schweren Verläufe begünstigen. „In der Regel begegnen Kinder jedes Jahr RSV und bauen dabei einen gewissen Immunschutz auf“, erläuterten die RKI-Experten, zitiert von n-tv. Jetzt würde die Hilfe bei der Abwehr der Erreger fehlen, im letzten Jahr gab es kaum RSV-Erkrankungen.

Hinzu kommt die Sorge vieler Ärzte vor der nächsten Grippewelle, die im vergangenen Jahr wegen der Corona-Maßnahmen ausgeblieben war. Diese nächste Welle träfe dann mutmaßlich vielfach auf geschwächte Immunsysteme.

Auch die Tagesschau vermeldet vermehrte Atemwegserkrankungen. Das ist auch deshalb interessant, weil der sogenannte Faktenfinder der Tagesschau noch Anfang August schrieb, es gäbe keine Beweise für Schäden an Kindern durch das Maskentragen.

Hier wurde aber lediglich diskutiert, was es mit der behaupteten Einatmung von zu viel Kohlendioxid auf sich hat. Die Schwächung des Immunsystems hat die Tagesschau jetzt quasi nachgereicht. Und die Maske ist Teil der Corona-Maßnahmen, die diese verschlechterte Immunabwehr, nicht nur möglicherweise, begünstigt haben.

Soviel hier zum Wert des Faktenfinders. Die angeblichen Fakten von heute sind morgen schon die von gestern? Der Faktenfinder auf Mission: Die Diffamierung von Regierungskritik.

Neben Atemwegserkrankungen kommen auch Allergien

Aber zurück zu den erhöhten Zahlen auf den Kinderstationen: Es scheint jetzt so, dass der behauptete Mangel an Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern jenen der Intensivmediziner ablösen könnte. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Abwehr des Pandemiegeschehens offenbaren ihre Spätfolgen.

Der Bayerische Rundfunk ist schon Anfang 2020 der Frage nachgegangen, was Isolation mit dem Immunsystem macht. Damals war das Szenario, das der Sender präsentierte, erschreckend. Zitiert wurde hier Prof. Alexander Choukèr vom Münchner Klinikum (LMU), der sich insbesondere auf Teilnehmer von isolierten Unternehmungen bezog (Raumfahrer, Bewohner arktischer Forschungsstationen):

„Es wird berichtet von Überwinterten, die letztendlich gesund auf die Station gegangen sind, und dass die nach Rückkehr mit vielen Nahrungsmittelallergien oder Kontaktallergien zurechtkommen müssen und diese sehr lange anhalten. Die können sogar und ohne jegliche Vorerkrankung entstehen.“

Je länger die Isolation andauern würde, desto ausgeprägter wären die späteren Allergien, die erst auftreten würden, wenn das Leben wieder samt aller sonst normalen Kontakte in Gang käme.

Von den Atemwegsinfektionen also zum nächsten Problemfeld mutmaßlich zukünftig vermehrter Allergien – und die sind ja schon grundsätzlich ein zunehmendes Problem bei Kindern und Kleinstkindern.

Der Erklärungsversuch von Prof. Choukèr für diese Allergien hat es in sich: So könnte es beispielsweise daran liegen, dass auf so einer Station, ob im All oder auf der Antarktis, das Immunsystem mit sehr wenigen Keimen in Kontakt kommt. Und dann zu wenig zu tun hat und eine Allergie entwickelt. Darüber hinaus verändert der Stress den Hormonhaushalt im Körper. Das wäre eine „evolutionsbedingte Art Notfallreaktion“ auf die Isolation.

Nachtrag 13:30 Uhr: Ein der Redaktion bekannter Facharzt schickte einen Kommentar, den wir dem Leser nicht vorenthalten wollen: „Und natürlich ist die Influenza 2020 nicht ausgefallen. Es ist unmöglich, dass bei Viren, die den Respirationstrakt befallen, das eine Virus von der Maske abgehalten wird (Influenza), das andere aber nicht (Corona). Entweder beide oder keiner. Es ist offensichtlich, dass 2020 Influenza als Coronaerkrankung deklariert wurde. Deshalb wird in den USA der PCR-Test ab Januar auch ersetzt, weil er nicht genug unterscheiden kann zwischen Influenza und Corona.“

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine.

Alexander Wallasch ist gebürtiger Braunschweiger und betreibt den Blog alexander-wallasch.de. Er schrieb schon früh und regelmäßig Kolumnen für Szene-Magazine. Wallasch war 14 Jahre als Texter für eine Agentur für Automotive tätig – zuletzt u. a. als Cheftexter für ein Volkswagen-Magazin. Über „Deutscher Sohn“, den Afghanistan-Heimkehrerroman von Alexander Wallasch (mit Ingo Niermann) schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: „Das Ergebnis ist eine streng gefügte Prosa, die das kosmopolitische Erbe der Klassik neu durchdenkt. Ein glasklarer Antihysterisierungsroman, unterwegs im deutschen Verdrängten.“ Seit August ist Wallasch Mitglied im „Team Reitschuster“.

Bild: Shutterstock
Text: wal

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