Ist Long Covid schuld am Krieg? Völlig verrückte These

Unsere Welt ist heute so reich an Verrücktheiten, dass man glaubt, kaum noch etwas könne einen überraschen. Und doch geschieht es immer wieder. Aktuell neuester Rekordeintrag auf der nach oben offenen Richterskala der Absurditäten: Britische Mediziner sind sich laut einem Bericht der Schweizer Zeitung „Blick“ nun sicher: Putins Verhalten hängt mit Long Covid zusammen. Dabei ist eine Corona-Infektion des russischen Präsidenten nicht bestätigt.

Das Blatt schreibt: „Insider vermuten: Die Waghalsigkeit Putins wurde durch Long Covid ausgelöst […] Die Nachwehen einer Corona-Infektion sollen ‚Hirnnebel‘ verursachen, was die Schuld an den Aktionen des russischen Präsidenten tragen soll. Der britische Apotheker Hussain Abdeh sagte ‘Mail Online‘, dass das Coronavirus durchaus den ‘geistigen Zustand‘ einer Person verändern könne.“

Weiter heißt es bei „Blick“: „Bei Untersuchungen zu Beginn der Pandemie wurde festgestellt, dass bei einer kleinen Anzahl von Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, plötzliche Verhaltensänderungen wie Delirium, Verwirrung und Unruhe auftraten, so Abdeh. Die Veränderungen können sich durch übermäßiges Selbstvertrauen, Rücksichtslosigkeit und Verachtung für andere ausdrücken. Auch der britische Arzt Paul Ettlinger, der in der Londoner ‚General Practice‘ praktiziert, gibt dem Apotheker recht. ‚Long Covid kann die psychische Gesundheit beeinflussen. Es kann dazu führen, dass man nicht mehr in der Lage ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen‘.“

Covid und dem Sars-Cov2-Virus wurde ja in all diesen Monaten und Jahren schon wirklich sehr vieles in die Schuhe geschoben. Dass es nun ausgerechnet für den Krieg in der Ukraine verantwortlich sein soll, zeigt aber in meinen Augen etwas ganz anderes: Das Corona-Virus wirkt offensichtlich auch ohne Ansteckungen auf das Hirn mancher Menschen.

david February
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Bild: evening-cowboy.livejournal.com/477554.html
Text: br

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