Jetzt also doch: Das Impf-Abo kommt! Gestern noch Schwurbelei, heute schon Realität

Von Kai Rebmann

Schlechte Zeiten für die Apologeten der Impfung, die den angeblichen „Game Changer“ einst als vermeintlich einzigen Weg aus der sogenannten Pandemie glorifiziert haben. Neben den Fällen von schweren Nebenwirkungen als unmittelbare Folge der Impfung werden immer mehr Studien veröffentlicht, die die Wirksamkeit insbesondere der mRNA-„Impfstoffe“ massiv in Zweifel ziehen. Jetzt wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „The BMJ“ (British Medical Journal) die Ergebnisse einer weiteren Untersuchung publiziert, die den Produkten von Biontech/Pfizer und Moderna die so laut propagierte Schutzwirkung absprechen. Dies bezieht sich nicht in erster Linie auf den Schutz vor einer Infektion, so betonen die Autoren, sondern insbesondere auch auf die Dauer des vermeintlichen Schutzes. Mit anderen Worten: Die Impfstoffe schützen nicht vor Ansteckung, dafür lässt die Wirkung aber umso schneller nach.

Konkret geht es in der Studie um die Auswertung von Daten, die in den 261 Kliniken und 272 Notfallaufnahmen des VISION-Netzwerks der CDC (Centers of Disease Control and Prevention) in den USA erhoben worden sind. In diesen Krankenhäusern werden grundsätzlich alle Patienten getestet, die Symptome zeigen, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hindeuten könnten. Das „Ärzteblatt“ erklärt hierzu: „Aus dem Anteil der Geimpf­ten unter den positiv und negativ getesteten Patienten mit ähnlichen Symptomen kann auf die Wirksamkeit einer Impfung geschlossen werden.“ Diese Art der Fall-Kontrollstudien habe sich bereits in der Abschätzung der Grippeschutzimpfung bewährt und werde zunehmend auch bei COVID-19 durchgeführt, wie das Fachmagazin weiter ausführt. Man sollte an dieser Stelle wohl besser nicht die Frage stellen, ob in Deutschland ein auch nur annähernd vergleichbares Interesse an der Erhebung solcher Daten besteht – und falls nein, warum nicht!

Solide Datengrundlage, erschreckende Ergebnisse

Die Auswertung in den USA ergab in 45.903 Fällen ein positives Ergebnis, während der Test bei 213.103 Patienten mit COVID-19-Symptomen jeweils negativ ausfiel. Aufgrund der großen Zahl der in den Einrichtungen des VISION-Netzwerks getesteten Personen erreiche die Analyse der britischen Forscher eine „statistische Signifikanz“, so das Urteil der „Ärztezeitung“. Ein weiterer Vorteil dieser Methodik liege darin, dass solche Studien zeitnah durchgeführt werden können, was Rückschlüsse auf aktuelle Trends erlaube. Jedoch seien die neuen bivalenten Impfstoffe in dieser Analyse noch nicht berücksichtigt, wie es in dem Bericht heißt.

Die Rahmenbedingungen für diese Untersuchung genügen also wissenschaftlich akzeptierten Standards, wie den ausführlichen Schilderungen der „Ärztezeitung“ unschwer zu entnehmen ist. Das Fazit der Fachzeitschrift fällt jedoch ernüchternd aus: „Die Ergebnisse bestätigen die geringe Wirksamkeit der Grundimmunisierung mit den beiden in den USA zugelassenen mRNA-Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna.“ Als sogenannte „Grundimmunisierung“ gelten bekanntlich zwei Pikse mit diesen neuartigen mRNA-Produkten der genannten Hersteller. Laut der Studie beträgt der Schutz vor einer Hospitalisierung dabei in den ersten beiden Monaten rund 73 Prozent. Nach sechs bis acht Monaten sind es nur noch 48 Prozent und nach etwas über einem Jahr sinkt der Schutz auf gerade noch 19 Prozent ab.

Kaum besser sieht es beim sogenannten „Booster“ aus. Zwar konnte die Schutzwirkung in den ersten zwei Monaten nach der „Auffrischungsimpfung“ kurzzeitig wieder auf 89 Prozent gesteigert werden, danach fielen die Werte aber umso schneller wieder in den Keller. Nach spätestens einem halben Jahr betrug der Schutz nur noch 66 Prozent, nach acht Monaten lag er noch bei 31 Prozent. Die noch nicht sehr aussagekräftigen Daten zur „zweiten Auffrischung“, dem insgesamt also vierten Piks, deuten ebenfalls auf eine Abschwächung hin. Nach vier Monaten betrug der Schutz vor Hospitalisierung in der Studie noch 70 Prozent.

Der 'Game Changer' wird zum Wegbereiter für das Impf-Abo

Fast beiläufig wird erwähnt, dass die vermeintliche Schutzwirkung bei „Personen mit Abwehrschwächen“ am ungünstigsten ist. Das kommt etwas überraschend. Haben Karl Lauterbach und die weiteren Befürworter einer Impfpflicht nicht immer dafür geworben, gerade die Vulnerablen müssten geimpft werden? In der Studie des VISION-Netzwerks wurde herausgefunden, dass der Schutz vor Hospitalisierung in dieser Gruppe sechs Monate nach dem „Booster“ nur noch bei 29 Prozent lag. Selbst durch die „zweite Auffrischung“ konnte dieser Wert auf lediglich 48 Prozent gesteigert werden.

Diese Studie wirft nicht nur ein ganz neues Licht auf die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung der Impfung, zu der einer immer größer werdende Zahl von Experten dringend rät und die bis vor knapp zwei Jahren auch als goldene Regel der Medizinethik gegolten hat. Auch Karl Lauterbach wird einmal mehr von der Vergangenheit eingeholt. Am 23. August 2020 twitterte der heutige Bundesgesundheitsminister: „Der überstürzte Einsatz eines schwierigen Impfstoffs kann einen GAU verursachen. Wenn z.B. der Impfstoff nicht gut vor Infektion schützt und nur den schweren Verlauf verbessert, könnten sich durch Unvorsicht mehr Menschen infizieren. Wenn sich viele trotz Impfstoff infizieren, würde sogar der relative Schutz vor schweren Verläufen nicht verhindern, dass es absolut mehr schwere Verläufe gäbe. Auch die Dauer der Impfwirkung ist hier entscheidend. Insgesamt sind bisherige Studien gleich zu mehreren Impfstoffkandidaten sehr vielversprechend. Solide Impfantwort mehrerer unabhängiger Immunantworten. Das stimmt mich zuversichtlich, dass erfolgreicher Impfstoff gelingen wird. Das war noch vor 3 Wochen weniger klar als jetzt. Aber realistisch ist eine Zulassung für Beginn 2021 und eine Impfquote von 20-30% in 2021. Trump und Putin können die Impfbereitschaft durch zu viel Druck und damit vermeidbare Fehler nachhaltig beschädigen.“ Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, möchte man da denken.

Und auch die EU-Abgeordnete Christine Anderson (AfD) fühlte sich im Namen ihrer Wähler von der Politik und den Herstellern hinters Licht geführt. „Als diese ‚Impfstoffe‘ auf den Markt kamen, wurde uns versprochen, dass sie Ansteckung und Übertragung von Covid-19 verhindern würden“, erinnerte sich Anderson. Die EU-Kommission habe alles darangesetzt, „die Menschen einzuschüchtern, damit sie den angeblichen ‚Game Changer‘ nehmen.“ Diese „Impfstoffe“ seien im besten Fall nur wertlos, im schlimmsten Fall jedoch schädlich, resümierte die AfD-Politikerin.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock

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