Karl Lauterbach als Bilderstürmer? "Erfolgreicher" Aufruf zur Zerstörung

Am 11.01.2021 hat Karl Lauterbach bei Twitter das Foto eines Graffitis veröffentlicht. Darauf ist das Gesicht des SPD-Politikers abgebildet, in dem eine Reihe übergroßer Impfnadeln stecken. Darunter steht „Unlauterbachs flächendeckende Testung“. Zu dem Foto twitterte der Getroffene: „Die Hetzer der Querdenker haben Graffiti von mir am Teltowkanal platziert. Falls jemand vorbeikommt, wäre ich dankbar für Zerstörung. Es ist ganz klar, dass sich die Szene der Querdenker derzeit radikalisiert. Ich hoffe, dass unsere Innenministerien das ausreichend beobachten.“

Sarah Paulus und Rolf G. Wackenberg haben mit Künstler KAME gesprochen:

 

Könntest du dich bitte kurz für diejenigen vorstellen, die dich noch nicht kennen. 

Ich zeichne, male, sprühe, schreibe. Ich schätze sowohl das traditionelle Graffiti Style Writing nach amerikanischem Vorbild als auch das Wandbild, das über originellen Style und Handschrift hinaus ein Statement vermittelt. Lebte und lebe an sehr unterschiedlichen Orten, habe Freunde und Bekannte aus diversen Kulturen, Leute sehr verschiedener politischer Haltungen und religiöser Ausrichtung. Ich gehöre keiner Szene an, verorte mich selbst im politisch linken Spektrum. 

Handelt es sich um ein legales Graffiti?

Ja. Was Karl Lauterbachs Aufforderung zur Kunstzerstörung zusätzlich äußerst pikant macht.

Warum Karl Lauterbach?  

Es betrifft sicherlich auch andere. Herr Lauterbach schrie einfach sehr schrill und laut danach. Er wünscht sich ja das Testen so sehr. Um seinen Wünschen nachzukommen, unternahm ich eine Testung flächendeckend und nicht an jemandem, der asymptomatisch ist. Unter dem Bild ist explizit die Rede von „Unlauterbach“. Einige Kommentare bestreiten die Ähnlichkeit von Portraitiertem und Motiv. Er fühlte sich trotz allem angesprochen, twittert sogar von „seinem Bild“. Well, if the shoe fits.

Der SPD-Politiker konnotiert dich mit Begriffen wie Hetzer, Querdenker und radikalisiert. Wie kommt er dazu? 

Oft sprechen wir ja von uns selbst, wenn wir uns echauffieren. Als Querdenker wurde Lauterbach selbst bereits widerspruchslos bezeichnet…im Jahr 2007 im Online Magazin Telepolis. Aus irgendeinem Grund scheint ihm sein eigener Test nicht genehm, der an Milliarden anderer hingegen schon. Gut, ich gelobe Besserung in Sachen Ähnlichkeit und werde Herrn Lauterbach den Fortschritt als sein „Bildnis des Karl Lauterbach“ künftig immer wieder neu präsentieren.


Und nun zur Verhältnismäßigkeit des öffentlichen Aufrufs zur „Zerstörung“ von Kunst durch einen Bundestagsabgeordneten, sogenannten Gesundheitsexperten und Corona-Propheten. Wenn es nach unseren überaus toleranten und weltoffenen, westlichen, politischen Führern geht, können und sollen sie als Künstler den Propheten Mohammed karikieren dürfen. Politiker gingen für das Recht dazu selbst auf die Straße. Karikatur dürfe das. Ein radikales Freiheitsverständnis.

Wirklich? Sollte diese Auffassung dann nicht auch für den Talkshowling Karl Lauterbach gelten? Oder doch lieber nicht? Gilt hier nun ein Karikatur- oder Bilderverbot für den „Corona-Propheten“, wie ihn jüngst Peter Körte in der FAZ bezeichnete? 

Die Führung dieses Landes hat an Erdung verloren. Sie hat sich selbst und andere eingeseift. Lebt nun in einer solchen Seifenblase. Sie schaut sich an, wie YouTube Beiträge von Wissenschaftlern und Professoren löscht, die Ungewünschtes äußern, wie diese persönlich angegriffen und diskreditiert werden. Wie Kritiker strafversetzt werden. Das ist ein Angriff auf Meinungsfreiheit und die Freiheit von Lehre und Wissenschaft, für die sich westliche Demokratien gerne selbst auf die Schulter klopfen. Parallel müssen wir zusehen, wie Leitmedien den Chef des Netzwerks evidenzbasierter Medizin als Verschwörungstheoretiker labeln.

Viele Kommentare loben ausdrücklich deine künstlerische Leistung. Der Portraitierte ruft zur Zerstörung des Kunstwerks auf. Hat sich Karl Lauterbach damit eventuell strafbar gemacht?

Ja. Chefprophet, Richter und Kunstkritiker Karl Lauterbach hat sich juristisch gesehen strafbar gemacht, da das Werk legal entstanden ist. Auch blieb die Urhebernennung aus.

Was sagt das über ihn aus?

Historisch gesehen ist überhaupt die Wut auf ein Bildnis, Bildfeindlichkeit und Furcht, insbesondere die Ikonoklastik durchaus interessant. Karl Lauterbachs dünnhäutige Reaktion geht hier weit über Franz Joseph Strauß hinaus, der versucht hat, Karikaturisten zu verklagen. Erfolglos. Man ahnt, in welche Phase deutscher Geschichte hier jemand abrutscht…und jene, die ihm in dieser Sache das Wort reden. Willy Brandt würde sich wohl im Grabe rumdrehen.

Das neue KAME-Bild ‘Return of the fly‘ als Antwort auf den Tweet

Für andere Viren als Ignoranz gibt es kaum verlässliche Tests. Allein auf einen Liter Meerwasser kommen nach mir bekannter wissenschaftlicher Auffassung 10 Milliarden Viren. Einen einzigen haben wir nicht einmal verstanden, wie die letzten Monate eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ist das nicht der Wink mit dem Zaunpfahl, ein wenig zur Demut gegenüber unserer Natur zurückzukehren, die wir nun seit geraumer Zeit martern, beschränken und bekämpfen? Und nun schwingen wir uns sogar auf, Teile von ihr ausrotten zu wollen. 

Was soll die Konsequenz daraus sein, die eigene Winzigkeit angesichts der viel mächtigeren Natur nicht anzuerkennen und zu verdrängen? Zu meinen, das scheinbar noch Winzigere als den Menschen, den „Virus“ „ausrotten“ zu können, zu müssen? Was für ein Verständnis, welche Hybris liegt dem zugrunde?

Sollen wir nun beispielsweise das Meerwasser, was voller Viren ist, ewiglich meiden? Unsere Reise zum nächsten potentiellen Aufenthaltsort von einem von 10 hoch 17 Viren abhängig machen? Provisorisch nur noch in Gesichtslappen atmen? Uns an apokalyptischen Konjunktiven und wilden Prognosen ausrichten? Kaum traut man sich noch, derartige Anregungen zu äußern, da Ironie nicht mehr begriffen wird. Eher wird Unsinniges gerechtfertigt und gesetzlich zementiert. Doch der Zement bröckelt. 

Man muss schon so begrenzt wie ein Herr Drosten sein, wenn einem nicht auffällt, was Grundschüler und kleine Kinder intuitiv begreifen: Das Leben selbst ist Risiko. Egal wie viele Helme man sich aufsetzt, wie viele Masken man trägt. Sie schützen dich (potentiell) vor einer Gefahr. Aus dem mutmaßlichen Schutz erwachsen aber neue Gefahren an anderer Stelle. Ein Immunsystem, was man unterfordert, geht kaputt. Kinder essen vom Boden, Sand, Dreck. Hat auch mich nicht umgebracht.

Erst wenn man sich bedroht fühlt und für andere etwas riskiert, zeigt sich Charakter. „Jeder für sich“ soll momentan das neue Sozial sein, die neue Solidarität. Das Leben als Ringelpiez ohne Anfassen inklusive Internierung Andersdenkender, „Maskenverweigerer“. Der Mitmensch als potentielle Virenschleuder und Gefahrenquelle. Das unmaskierte Kind als potentieller Großmuttermörder. Der Stubenhocker hingegen sei ein Held, sagt das Ministerium für Wahrheit – dann muss es ja stimmen. Eins und eins ist schließlich drei, wenn die Partei es sagt. Demaskierend.

Was hat dich zu diesem Thema gebracht, was möchtest du mit deinem Bild sagen? 

Bilder sprechen anders, funktionieren anders als Sprache. Sie zu erläutern ist wie einen Witz zu zerstören. Den Gefallen tu ich Herrn Lauterbach nun trotz seiner freundlichen Aufforderung nicht.

Nette Dinge wie Lobbyismus, Dauermobilisierung und Manipulation sind Thema meiner künstlerischen Arbeit. Bei bewaffneten Konflikten ist die Rede vom militärisch-industriellen Komplex, den gerade eine aufgeweckte linke Politik sehr wohl als solchen zu erkennen imstande ist. Warum hingegen im „Krieg gegen den Virus“ der medizinisch-industrielle Komplex derart ignoriert wird, möchte ich hier nicht erörtern. Es ist fatal, dass das urlinke Thema der Lobbyismuskritik von der Linken so weit rechts liegen gelassen wird, dass die Rechte es mühelos einsammeln und damit punkten kann. Dass die Kritik an den aktuellen staatlichen „Maßnahmen“ anschließend als „rechts“ abqualifiziert wird, ist der nächste Schritt der allgemeinen Verwirrung.

Herrn Lauterbach nenne ich gern Triple L … Lobby Leugner Lauterbach. Er propagiert das Bild einer unabhängigen Wissenschaft, die den Höhepunkt unserer Evolution darstellt, die zu allgemeingültigen Wahrheiten durch unabhängige und einwandfreie Studien gelange. Statt einem holistischen Blick beruft er sich dabei auf einige wenige Hofvirologen. Diese Kritik geht natürlich ebenso an Merkel, Söder und Co. 

Die Naivität und Passivität, mit der dieses Zerrbild der Realität für bare Münze genommen wird, hängt mit der Angst in der Bevölkerung zusammen. Und dem Wunsch, in der Wissenschaft und Politik Rettung und Schutz vor den eigenen zuvor medial und politisch forcierten Todesängsten zu finden. Der Angstmacher höchstselbst als Retter. Der brillante Zeichner Tomi Ungerer hat diesen Zusammenhang einmal in dem glänzenden Cartoon „Zerstörerischer Generalstiefel“ von 1964 auf den Punkt gebracht.

Wissenschaftliche Studien werden oftmals von der pharmazeutischen Industrie finanziert. Deren Vertreter in den Leitmedien als unabhängige Experten präsentiert, ohne dass sie ihren Interessenkonflikt offenlegen müssten. Ihre Aussagen werden dann in verschiedenen Medien wie ein Evangelium gepredigt und billiardenfach wiederholt. So funktioniert Gehirnwäsche. Der Heilsbringer „Impfstoff“ als große Rettung und finale Lösung angepriesen. Das Ganze hat deutliche Züge einer Ersatzreligion. Kunstzerstörung, Sippenhaft, Ausgrenzung und Ächtung Ungläubiger und Zweifler („Leugner“!). Dazu die Angst vorm Unsichtbaren, die physische Verhüllung in der Öffentlichkeit. Der neue VW-Skandal: Der VirenWahn-Komplex.

Ist die massive Einflussnahme einiger weniger, sehr Mächtiger auf demokratische Prozesse, die sehr viele betreffen, eine Verschwörungstheorie? Nein. Sie ist ein für manche Saubermänner unbequemes Faktum. Auch daher das Framing der Kritiker. Teile der Wissenschaft, Politik und Medien stehen vor einer gewaltigen Glaubwürdigkeitskrise. Fehler nun einzugestehen und eine Kehrtwende einzuleiten, scheint den sehr vielen Beteiligten extrem schwerzufallen.

Die Spritzen in meinem Bild könnten unterschiedlichste Substanzen enthalten, das halte ich offen. Für einen (erfolgreichen) Impfstoff übernehme ich keine Garantie, so wenig wie es die Bundesrepublik, Pfizer oder BioNTech tun. „Impfnadeln“ sehen dort nur jene, die zwischen beobachten, mutmaßen und interpretieren nicht (mehr) unterscheiden können. Triple L zählt wohl ebenso zu dieser Gruppe.

Macron schrie zu Beginn der sogenannten pandemischen Notlage: „Wir sind im Krieg“. Das stimmt. Ein Krieg gegen die Vernunft. Ein Krieg gegen Grundrechte. Ein Krieg gegen den Menschen, der Nähe braucht, sich bewegen muss. Ein Krieg gegen Menschen, die durch Lockdowns und Angstszenarios in den wirtschaftlichen Ruin, Isolation, den Drogenkonsum, die Psychiatrie oder im schlimmsten Fall sogar in den Selbstmord getrieben werden. Ein Krieg gegen Berufszweige, die damit vernichtet werden, ein Krieg gegen sehr viele, die jetzt den daraus entstehenden Schaden noch gar nicht abschätzen können, während wenige jedoch gerade im Zuge dieser menschengemachten Krise immer reicher werden. 

Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit. Irgendwann kommt sie wohl zurück ans Licht. Time will tell. Time will reveal.

Kann dein Graffiti noch im Original besichtigt werden?

Jemand fühlte sich genötigt, es zu zerstören. Aus „Angst“, wie mir zu Ohren kam. Bedauerlich. Aber wir leben ja im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit.

Wird es weitere Arbeiten von dir zu diesem Thema geben und wenn ja, warum?

Die Optionen liegen auf dem Tischlein. Deck dich, duck dich. Ach ja: Es gab die Kritik, Herr Lauterbach trage gar keine Fliege und ich habe sie trotzdem gezeigt. Nun, ich habe sie ihm halt zurückgegeben. Return of the fly. 





Die Autorin Sarah Paulus ist auf Reportagen, Reise- und Gesellschaftsthemen spezialisiert. Der Fotograf und Autor Rolf G. Wackenberg veröffentlicht regelmäßig in zahlreichen Magazinen und Zeitschriften. Gemeinsam haben sie zwei Bücher geschrieben: Von GOETZEN bis LIEMBA und KING KOOL CITY BERLIN.



Bild: KAME
Text: gast


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Achim
25 Tage zuvor

Karl Lauterbach offenbarte sich mit diesem Twitter-Tweet was er ist. Ein aufrechter „Demokrat“ und Experte für Dingsbums.

onlyHuman
27 Tage zuvor

Corona-Kalle hat sich radikalisiert, wenn er zur Zerstörung von Kunstwerken aufruft.

Schütz
1 Monat zuvor

Klasse Statement, ja Poster davon oder ähnliches kaufen zu können wäre nicht schlecht, es gibt so schön viel öffentlich einsehbare Plätze und der Künstler verdient auch etwas.

GF
1 Monat zuvor

Er sollte sich schämen!

Wenn Herr Lauterbach Künstlern mit Pauschalierungen wie „Querdenker“ und „Hetzer“ Künstlern, deren Kunst ihm nicht zusagt, einen Stempel aufzudrücken versucht, offenbart er einen Teil seines geistigen Standpunktes, der allen – zuvörderst ihm selbst – zu denken geben sollte. Der Kunstfreiheit wurde nicht ganz ohne Grund in unserer Verfassung, dem Grundgesetz, in Art. 5 Abs. 3 an prominenter Stelle platziert – noch vor der Versammlungs- oder der Berufsfreiheit!

Zwar ist die Reihenfolge, in der die Grundrechte verfassungsrechtlich positiviert wurden, nicht zwangsläufig das entscheidende Argument für den Stellenwert eines Grundrechts. Gleichwohl ist es bemerkenswert, dass der verfassungsrechtliche Schutz der Kunst durch den historischen Verfassungsgesetzgeber ein „Upgrade“ erfahren hat. Fristete die Kunstfreiheit in der Weimarer Verfassung in Art. 150 und Art. 158 reihenfolgetechnisch noch ein Schattendasein, findet sie sich im Grundgesetz nunmehr an der o.g. recht prominenten Stelle wieder. Dies dürfte – neben methodischen Überlegungen – nicht zuletzt auch darin begründet liegen, dass der historische Verfassungsgesetzgeber aus der nationalsozialistischen Vergangenheit gelernt hatte und den nominell vorbehaltlos gewährten Schutz der Kunst besonders unterstreichen wollte.

Was haben jetzt die Nazis mit einem Graffito am Teltowkanal zu tun? Im Grunde nichts, wäre da nicht der Wunsch eines Herrn Lauterbach – seines Zeichens gewählter Vertreter des deutschen Volkes – der die Zerstörung des Kunstwerkes fordert oder jedenfalls (bei wohlwollender Interpretation seines Tweets) begrüßen würde.

Mit Vergleichen mit dem Nationalsozialismus muss man wirklich vorsichtig sein, da man schnell Gefahr läuft, jenen zu verharmlosen oder zu relativieren. Aber das Verhalten des Herrn Lauterbach verursacht bei mir unweigerlich ein beklemmendes Gefühl und lässt längst vergessen geglaubte Inhalte aus dem Geschichtsunterricht wieder präsent vor meinem geistigen Auge auftauchen.

Die Zerstörung eines missliebigen Kunstwerkes zu fordern sind Nazi-Methoden (vgl. https://www.kunstforum.net/ausstellungen/dauerausstellung/geschichte-im-hintergrund; sowie https://www.kulturstiftung.de/kuenstler-im-dritten-reich/)! Dabei macht es in meinen Augen kaum einen Unterschied, ob man das Kunstwerk aus ideologischen Gründen als „entartet“ bezeichnet und es deshalb zerstört sehen will, oder ob es einem selbst bloß nicht gefällt.

Dass sich ausgerechnet Herr Lauterbach auf ein solches Niveau begibt, wo er doch nicht müde wird, immer wieder davor zu mahnen, dass Nazi-Methoden in der Gegenwart nichts zu suchen haben und verabscheuungswürdig sind. Beispielsweise am 11.10.2018 als er twitterte: „Die Organisation von Denunziation durch Kinder ist besonders schäbig. Sie erinnert an Stasi und Nazi Methoden. …“

Ganz offensichtlich kennt sich Herr Lauterbach mit Stasi- und Nazi-Methoden also aus. Eine nur unzureichende Geschichtskenntnis dürfte hier also nicht als Entschuldigung herhalten können. Dass er aber offenbar nicht davor zurückschreckt entsprechende Methoden selbst anzuwenden, erschüttert mich sehr und hinterlässt eine Irritation, die man nur schwer ignorieren kann. Gerade Letzteres scheint nur zu gelingen, wenn man im Öffentlich-Rechtlichen tätig ist.

TS
Antwort an  GF
26 Tage zuvor

„Das ist Kunst, das kann weg“. Wenn dagegen auf der Bühne ein paar Nackerte sich alte Uniformen überziehen und damit ein Zeichen für Randgruppen setzen ist das hingegen ein gesellschaftskritisches Meeisterwerk und muß mit Volksvermögen finanziert werden.

Florian Simon Eiler
1 Monat zuvor

Ein Kotau vor dem Künstler, werter Kollege. Klasse Arbeit!

Die Vorgehensweise  der porträtierten Person und die Zerstörung des Bildes zeigen, in welcher Zeit wir leben. Gerade als Kunstschaffende haben wir die Aufgabe „den Finger in die Wunde zu legen“.

Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland so weit kommt, dass eine kritische Meinung  zum „Verdachtsfall“ wird. Dass es wieder „verbotene“ Kunst gibt. Die „Doppelmoralisten“ haben das Sagen. Das Grundgesetz gilt nur so lange, wie es eben für sie passt.

Ich selbst habe ein Bild über Corona gemalt. Den Virus als Joker.  Als teuflische Fratze. Die uns aufgezeigt, dass wir gar nichts, rein gar nichts aus der Geschichte gelernt haben.

 

Ice-Man
1 Monat zuvor

Lieber Herr  Lauterbach, in Bezug auf Radikalisierung finde ich die Wikipedia Beschreibung auf Sie treffend.

„Radikalisierung beschreibt den Prozess, in dem ein Individuum oder eine Gruppe radikale oder extreme politischesoziale Überzeugungen entwickelt oder übernimmt und sich gegebenenfalls eine dementsprechende Ideologie zu Eigen macht. Es handelt sich dabei nicht um eine einmalige, isolierte Entscheidung, sondern eine graduelle Entwicklung, die schrittweise und kumulativ zu Veränderungen des politischen, sozialen  Denkens, des Handelns gegenüber Mitmenschen und gesellschaftlichen Institutionen, des sozialen Umfelds, der Lebensplanung sowie der Persönlichkeitsstruktur führen und im Ergebnis in ExtremismusGesellschaftsfeindschaft und Befürwortung von oder sogar Beteiligung an verfassungsfeindlichenrevolutionärenkriegerischen oder terroristischen Akten münden kann“

Also in meine Augen haben Sie Herr Lauterbach sich politisch und sozial radikalisiert und gehören unter Beobachtung des BfV.

Binsenweisheit
1 Monat zuvor

Je suis KAME

Philipp I.
Antwort an  Binsenweisheit
1 Tag zuvor

Nous sommes nombreux.

D.D.
4 Stunden zuvor

Werter Herr Lauterbach!
„Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es wieder heraus“…. so besagt ein alter weiser Spruch.
Also nicht wundern, wenn sie mal selbst auch symbolisch an den Pranger gestellt werden; wobei Sie das tatsächlich ganz zu Recht verdient haben, mit der Art und Weise, wie Sie unbescholtene Bürger stets fehlinterpretieren, diffamieren, verunglimpfen und kriminalisieren, nur weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen und ihre Grundrechte einfordern. Da malen sie auch immer ein ganz dramatisches Bild in allen Farben, um diese angeblichen „Rechten“, „Antisemiten“ und „Leugner“ anzuprangern!
Wer sich derart dominant ins Rampenlicht drängt und nervende, maßlose Panik- Propaganda betreibt, muss sich eben auch Satire, Comics und Häme gefallen lassen. Maulkorb nein danke!
So ist das eben. Punkt.

friedemann Lux
1 Monat zuvor

Mensch!Der wird doch gar nicht geümpft!!! Das ist doch Botoxen.Kann er aber auch gut gebrauchen. Obwohl es für ihn keinen Nutzen bringen wird.