Lockdown auch fürs Klima? "Analoge Maßnahmen wie bei Corona"

Die gute Nachricht vorneweg: Karl Lauterbach ist dafür bekannt, dass er sehr viel redet und dass vieles von dem, was er sagt, nicht eintritt. Was generell keinen Seltenheitswert in der Politik hat, aber bei dem SPD-Bundestagsabgeordneten besonders ausgeprägt ist. Kritiker fassen sein Motto zusammen mit „Unsere tägliche Panik gib uns heute!“ Er ist die personifizierte (Anti-)Kassandra: Die war Seherin und wurde nicht gehört, bei Lauterbach wirkt es umgekehrt! Der Sozialdemokrat mit der Fliege tingelt durch die Talkshows der Republik und ist in den Schlagzeilen allgegenwärtig. Als Pseudo-Experte, wie ihn Alexander Fritsch in seinem Beitrag „Der Politiker-Arzt – das Lauterbach-Phänomen“ bezeichnete.

Sie werden jetzt sagen, so richtig gut sei diese „gute Nachricht“ doch gar nicht. Aber warten Sie erst einmal ab, was die schlechte Nachricht ist! Schließlich ist alles relativ. Sie müssen jetzt ganz tapfer sein, wenn Sie den folgenden Satz Lauterbachs lesen, den er gerade in der Welt geschrieben hat: „Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind.“

Ja, Sie haben sich nicht verlesen. Leider. Solche „analogen Maßnahmen“ wären: Faktische Hausarreste (neudeutsch „Absonderung“ oder „Quarantäne“), geschlossene Grenzen, massive Schikanen bei Reisen bis hin zu einem gänzlichen Verbot derselben, Schließung von Betrieben, Verbot von Demonstrationen etc. Oder sogar noch mehr? Radikale Klimaschützer machen ja sogar gegen das Autofahren und das Kinderkriegen mobil.

Für den Pöbel

Natürlich wäre es schön und beruhigend, wenn man solche Ideen schlicht als „irre“ abtun könnte. So leicht geht das aber leider nicht. Nicht so sehr, weil Lauterbach durchaus viele Anhänger hat – ja man möchte fast sagen: Jünger, die ihm in seinem Apokalypse-Trip bedingungslos folgen und ihm etwa auf Twitter eine fast schon religiös anmutende Verehrung erweisen. Viel schwerer wiegt, dass der Sozialdemokrat genau das ausspricht, was sehr viele Vorkämpfer des linksgrünen Establishments sich wünschen. Das Phänomen: Vielflieger kämpfen gegen das Fliegen (solange es nicht um das eigene Fliegen, sondern das Fliegen der „Umweltsäue“ geht).

Den Verbotsfantasien scheinen in diesen Kreisen keine Grenzen gesetzt. Ein Aufschrei über Lauterbachs Forderung war dann – bis auf die üblichen Verdächtigen – nicht zu bemerken. Eine Suche im Internet bringt kaum Fundstellen bei den großen Medien zur Aussage Lauterbachs. Nur im kleinen Nordkurier war auf die Schnelle ein Beitrag zu finden. Ob das wohl auch so wäre, hätte jemand von der AfD etwa Freiheitsbeschränkungen nach anderen Kriterien gefordert? Oder Kritiker der Corona-Maßnahmen mehr Freiheiten? Dabei wiegen Aussagen von Politikern einer Regierungspartei weitaus schwerer als die von Oppositionspolitikern oder Wissenschaftlern. Und die Medien sollten sich als Kontrolleure besonders auf die Regierenden konzentrieren. Aber Pustekuchen!

Die sonst Dauerempörten ducken sich weg (oder freuen sich leise, wer weiß). Dieses Schweigen zu einer Forderung nach massiver Beschneidung der Freiheit auch unabhängig von Corona sagt mehr über den Zustand unserer Eliten aus als viele Analysen. Und leider auch über den Zustand derjenigen, die weiter die besorgniserregenden Entwicklungen in Sachen Freiheit und Demokratie in Deutschland verharmlosen und sich in Verdrängung retten.


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Bild: holwichaikawee/Shutterstock
Text: red


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