Klimarettung 2.0? Forscher arbeiten an künstlicher „Sonnenfinsternis“ Denn sie wissen nicht, was sie tun

Von Kai Rebmann

Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis. Nachdem immer mehr dafür spricht, dass der Ausbruch des Coronavirus die Folge der hoch umstrittenen Gain-of-Function-Forschung ist, wollen Wissenschaftler mit sogenannten „Solar Geo-Engineering“ Einfluss auf die globale Erderwärmung nehmen. Das wohl größte Medizin-Experiment der Menschheitsgeschichte – besser bekannt als „Corona-Impfung“ – ist noch nicht ganz abgeschlossen, da kündigt sich unter dem Deckmantel der Wissenschaft schon ein weltweites Klima-Experiment an. Der wichtige Unterschied: Diesmal müssten alle mitmachen – ob sie wollen oder nicht.

Die Mär vom angeblich „menschengemachten“ Klimawandel hält sich ebenso hartnäckig wie jene der „sicheren und nebenwirkungsfreien Impfung“. Wie zuletzt bei der mRNA-Behandlung so betonen die Befürworter des „Solar Geo-Engineering“ auch dieses Mal immer wieder die vermeintliche Alternativlosigkeit ihres Ansatzes. Da alle bisherigen Maßnahmen zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels ihre Wirkung verfehlt hätten, müssten jetzt andere Geschütze aufgefahren werden, so der Tenor in der Argumentation.

Mondstaub soll Sonne verdunkeln

Das Prinzip des „Solar Geo-Engineering“ ist nicht ganz neu und mag zumindest in der Theorie einleuchtend klingen. Zwischen Sonne und Erde soll auf dem Mond gesammelter Staub ausgebracht werden. Die Partikel reflektieren das Sonnenlicht, was zu einer mehr oder weniger spürbaren Abkühlung der Erde führen soll. Als kosmisches Vorbild dient die Kollision zweier Kometen, die sich der Annahme der Forscher zufolge vor 466 Millionen Jahren ereignet und zu einer Eiszeit auf der Erde geführt haben soll.

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Erstes Problem: Selbst unter der Annahme, dass sich die Theorie auch in die Praxis umsetzen lässt und dieses Vorhaben ausschließlich positive Effekte hätte, so wäre diese künstliche „Weltraum-Wolke“ ständigen Sonnenwinden bzw. -stürmen ausgesetzt. Sie müsste also in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Zweites Problem: Die Auswirkungen einer von Menschenhand geschaffenen „Sonnenfinsternis“, oder auch nur einer dauerhaften Trübung, sind absolut unvorhersehbar. Prof. Frank Biermann von der Universität Utrecht gehört zu den größten Kritikern des „Solar Geo-Engineering“ und verweist im „Focus“ darauf, dass es dazu, wie in vielen anderen Bereichen der Klimaforschung, bisher nur Modellierungen gebe: „Aber ob es funktioniert, wird man erst nach einem Experiment auf Erdsystemniveau richtig herausfinden. Und hier wäre das ein Experiment mit acht Milliarden Menschen.“

Drittes Problem: Sollte in den ersten Jahren der Geo-Engineering-Forschung noch Mondstaub als Mittel zum Zweck dienen, kam bei ersten Versuchen im regionalen Kleinformat auch schon Schwefelstaub zum Einsatz. Dieser wiederum greift aber die ohnehin schon fragile Ozonschicht an, was das exakte Gegenteil der eigentlichen Absicht zur Folge haben könnte, nämlich einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur. Oder etwas drastischer ausgedrückt: Einmal aus der Flasche gelassen, ließe sich der Geist des „Solar Geo-Engineering“ nicht mehr einfangen.

Kommerzielle Interessen statt Wissenschaft

Als einer der Pioniere des modernen „Solar Geo-Engineering“ gilt der Meteorologe und Nobelpreisträger Paul J. Crutzen, der sich im Jahr 2006 in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Der Niederländer wollte darin zeigen, dass die Mondstaub-Theorie realistischer umzusetzen sei als das Vorhaben, die Regierungen dieser Welt durch das Ergreifen wie auch immer gearteter Maßnahmen zu mehr Klimaschutz zu bewegen.

Aber spätestens, seit sich Start-Ups mit milliardenschweren Investoren im Hintergrund für diese Art der „Wissenschaft“ zu interessieren beginnen, sollten alle Alarmglocken schrillen. So ließ ein US-Unternehmen mit dem vielsagenden Namen „Make Sunsets“ erst vor wenigen Monaten in Mexiko mehrere Testballons aufsteigen und mehrere hundert Gramm Schwefelstaub in die Atmosphäre spritzen. Böse Zungen werden nun argwöhnisch fragen, weshalb man das in Mexiko gemacht hat und nicht in den USA. Nun wird zumindest Frank Biermann nicht ernsthaft im Verdacht stehen, ein Verschwörungstheoretiker zu sein. Dennoch offenbare die Versuchsreihe in Mexiko „alles, was falsch und gefährlich ist an Solar Geoengineering“, so der Professor.

Und es wird noch besser: Im Februar 2021 wollten Forscher der Harvard-Universität in Lappland ein ähnliches Experiment durchführen, das erst durch energische Proteste der dort lebenden Ureinwohner abgebrochen wurde. Als einer der wichtigsten – wenn nicht dem wichtigsten – Geldgeber trat dabei kein Geringerer in Erscheinung als ein gewisser Bill Gates. Auch hier drängt sich die Frage auf: Weshalb suchte man sich für dieses Projekt den äußersten Norden Schwedens aus und nicht etwa Alaska oder einen anderen Ort auf US-Territorium?

Start-Ups wie „Make Sunsets“ verdienen ihr Geld unter anderem mit einer Art „Klima-Ablasshandel“, die einem altbekannten Prinzip folgt: Wer ein Flugticket kauft, kann ein paar Extra-Dollar auf das Konto des Unternehmens überweisen, das dann den entsprechenden Gegenwert in Form von Schwefelstaub in die Atmosphäre spritzt. Mit Wissenschaft hat das alles dann freilich wenig bis nichts mehr zu tun.

Jahr ohne Sommer - Warnschuss der Geschichte

Trotz eines seit dem Jahr 2010 bestehenden internationalen Moratoriums für praktische Experimente, wie sie zuletzt unter anderem in Mexiko und Schweden durchgeführt wurden, forschten in den vergangenen Jahren immer mehr Wissenschaftler am „Solar Geo-Engineering“. Inzwischen glaubt Biermann jedoch, eine Umkehr dieses Trends ausgemacht zu haben. Seiner Anfang 2022 gegründeten Initiative gegen diese hochriskante Disziplin der Wissenschaft – zumindest sofern sie außerhalb von Laboren und Computer-Modellen stattfindet – hätten sich inzwischen 460 Kollegen aus 63 Ländern und mehrere Umweltverbände angeschlossen, so der Professor.

Wie so oft, würde aber auch in diesem Fall ein einfacher Blick in die Geschichte reichen, um aus dieser zu lernen. Das sogenannte „Jahr ohne Sommer“ (1816) infolge des Ausbruchs des Tambora im April 1815 in Indonesien gilt als gut dokumentierte Warnung. Die Vulkanasche verteilte sich in den folgenden Monaten rund um den Globus in der gesamten Erdatmosphäre. Lang anhaltende Frostperioden mit ganzjährigen Schneefällen in den mittleren Höhenlagen Europas und Amerikas zogen massive Ernteausfälle und verheerende Hungersnöte nach sich.

Prof. Frank Biermann verweist die Illusion ins Reich der Fabel, dass das „Solar Geo-Engineering“ der Weisheit letzter Schluss sei: „Manche Regionen werden vermutlich kälter sein, andere wärmer. Manche werden möglicherweise feuchter sein, andere trockener. Was machen wir zum Beispiel, wenn die Amerikaner sagen, sie würden das gerne für Nordamerika maximieren, und wenn es in Afrika dann ein bisschen trockener wird, dann ist es halt so?“

Ausschreibung zur Fahndung durch die Polizei, Kontenkündigungen, Ausschluss aus der Bundespressekonferenz: Wer in Deutschland kritisch berichtet, sieht sich Psychoterror ausgesetzt. Und braucht für den Spott der rot-grünen Kultur-Krieger nicht zu sorgen. Ich mache trotzdem weiter. Auch, weil ich glaube, dass ich Ihnen das schuldig bin. Entscheidend fürs Weitermachen ist Ihre Unterstützung! Sie ist auch moralisch sehr, sehr wichtig für mich – sie zeigt mir, ich bin nicht allein und gibt mir die Kraft, trotz der ganzen Schikanen weiterzumachen! Ganz, ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung, und sei es nur eine symbolische!
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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: nitpicker/Shutterstock

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