Krankenhäuser fordern sofortiges Ende der Impfpflicht Prekäre Lage der Intensivmedizin wegen impfpflichtbedingten Personalmangels

Von Mario Martin

Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin angespannt. Obwohl weniger Covid-Patienten auf den Intensivstationen landen, geht die Anzahl der Notfallpatienten insgesamt kaum zurück. Die Auslastung ist weiterhin hoch, obwohl die Erkältungszeit bereits überwunden ist.

Divi-Sprecherin Nina Meckel bestätigt die angespannte Personallage: „Die Situation, wie sie jetzt ist, zeigt, in welcher prekären Lage sich die Intensiv- und Notfallmedizin befindet, weil wir ganz dringend mehr Personal brauchen und für das Personal noch keine Perspektiven geschaffen worden sind.“

Am 20. April war in 38 Landkreisen kein einziges Intensivbett mehr frei. Gleichzeitig sind bundesweit etwa 3.400 Intensivbetten nicht belegt. Seitdem Anreize für Kliniken geschaffen wurden, möglichst unter voller Auslastung zu operieren, um Subventionen zu erhalten, schwankt die Anzahl der freien Betten zwischen 2.500 und 4.000.

Mitverantwortlich für die prekäre Lage ist die Impfpflicht für das Pflegepersonal. Kollegen wurden aus dem Dienst entfernt oder sind schon vorher freiwillig ausgeschieden.

Nun melden sich die Klinken zu Wort. In einer Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu einer Anhörung im Bundestag geben die Verantwortlichen zu Protokoll, dass es für die Beschäftigten der Krankenhäuser nicht nachvollziehbar ist, warum sie zu Impfpflichten und anderen Arbeitsverboten verpflichtet werden, die Patienten aber nicht ebenfalls betroffen sind.

Die Kliniken fordern die sofortige Aussetzung der Impfpflicht für das Pflegepersonal.

Diese Einschätzung teilt auch der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, der Pflegeheimbetreiber vertritt. Um effektiv zu wirken, hätte es eine allgemeine Impfpflicht benötigt.

„Mit der Ablehnung der allgemeinen Impfpflicht gehört deshalb nun auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Prüfstand“, heißt es in der Stellungnahme für eine Anhörung im Gesundheitsausschuss an diesem Mittwoch.

Man könne den Mitarbeitern schlecht vermitteln, warum diese dem gesetzlichen Druck verpflichtet sind, während Angehörige und Besucher weiterhin ungeimpft bleiben können.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: Shutterstock
Text: mm

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