Lauterbach zur BKK-Affäre: Völlig losgelöst von der Realität Minister wieder auf Abwegen

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Vermutlich 2,5 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland seien wegen Impfnebenwirkungen in Behandlung, so das Ergebnis einer Analyse der Krankenkasse BKK Provita. Die Kasse schickte einen Brandbrief an die oberste Bundesbehörde mit Zuständigkeit für Impfungen – das Paul-Ehrlich-Institut. Das weist nämlich um ein Vielfaches geringere Zahlen aus. Die BKK sah sich sofort massiven Anfeindungen und Diffamierungen ausgesetzt – von Ärzten wie von Politikern. So war etwa von „Schwurbel-BKK” die Rede. Kurz vor einem anvisierten Treffen von BKK-Provita-Vorstand Andreas Schöfbeck mit dem PEI kam der Verwaltungsrat plötzlich und unerwartet zu einer Sitzung zusammen, in der er den langjährigen Chef feuerte. Als offizielle Begründung wurde unter anderem dessen vermeintliche  Nähe zu „Querdenkern“ angegeben (siehe Bericht hier, hier und hier).

In der Bundespressekonferenz von mir auf die Zahlen der BKK Provita angesprochen, antwortete Lauterbachs Sprecher Oliver Ewald mit einem Formulierungstrick. Impfnebenwirkungen seien in vielen Fällen im strengen Sinne eben gar keine Impfnebenwirkungen, selbst dann, wenn sie zu Krankmeldungen führten, so Ewald (siehe hier).

Kaum war der störende Vorstand Schöfbeck entlassen, schon wurde auch das klärende Gespräch mit dem Paul-Ehrlich-Institut über die Daten abgesagt. Die BKK Provita wendete sich um 180 Grad und gab sich sofort völlig handzahm. Die Analyse, die ein Krankenkassen-Vorstand als „heftiges Alarmsignal“ bezeichnete, wurde damit schlicht und einfach aus der Welt geschafft und derjenige, der sie thematisierte, entfernt. Das Gegenteil von Aufklärung und Transparenz. Ein Vorgehen, wie man es sonst eher aus autoritären Staaten kennt.

In funktionierenden Demokratien wäre es in so einer Situation die Aufgabe des Gesundheitsministers, Verdachtsmomenten nachzugehen und die Öffentlichkeit transparent aufzuklären. Doch was tut Karl Lauterbach? Genau das Gegenteil. In einem Interview mit der „Bild“ sagte er nun: „Ich erinnere mich, dass da mal vor kurzem eine Krankenkasse der Meinung war, da wären Nebenwirkungen, die da nicht erfasst werden. So etwas kann vorgetragen werden. Es war einfach so, nach einer Überprüfung: das war alles nicht stichhaltig. Da war nichts dran. Der Vorsitzende der Kasse musste zurücktreten.“

Was für eine Verdrehung der Realität! Schöfbeck musste nicht zurücktreten – er wurde, quasi in einer Nacht- und Nebenaktion, „gesäubert“, also gegen seinen Willen aus seinem Amt gejagt. Und die verdrehte Darstellung – einen angeblichen Rücktritt – bringt der Minister nun als Beleg dafür, dass die Analyse „nicht stichhaltig“ gewesen sei. Denn freiwillig den Hut nimmt man in der Regel dann, wenn man einen Fehler gemacht hat.

„So dreht sich die Argumentation in einem Zirkelschluss: Wenn jemand die Impfstrategie hinterfragt, wird er abgedrängt – und dass er abgedrängt wurde, gilt als Beweis dafür, dass die Impfstrategie richtig ist“, schreibt TE zu der Causa. Tatsächlich belegt sie zweierlei: Der Gesundheitsminister ist der Realität entrückt, und das ist eine Gefahr für unser Land und die Demokratie. Und der Umgang mit Zweifeln oder kritischen Fakten zum Thema Impfen hat etwas geradezu Totalitäres.

Zur BKK-Affäre und vielem anderem hätte ich einige Fragen an Lauterbach  – darf sie aber auf der Bundespressekonferenz nicht mehr stellen nach meinem hanebüchenen Ausschluss. Ich werde dagegen gerichtlich vorgehen – weil ich weiter die Fragen stellen will, die auch Sie bewegen! Ich freue mich sehr, wenn Sie mich bei dem juristischen Kampf unterstützten – via Paypal, Patenschaft oder Überweisung. 1000 Dank im Voraus! Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

 

Bild: Boris Reitschuster
Text: red

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