Kritischer BKK-Vorstand entlassen Regierung stellt Datenbasis der Auswertung in Frage

Von Mario Martin

Der Vorstandsvorsitzende der BKK Provita, Andreas Schöfbeck, ist heute im Anschluss an eine Verwaltungsratssitzung fristlos gekündigt worden, das berichtet der Journalist Tim Röhn.

Schöfbeck hatte in der letzten Woche Alarm geschlagen, wonach Impfschäden genauer untersucht werden müssten. Seine Analyse der an die Krankenkassen gemeldeten Abrechnungsdaten der Ärzte zeichnet ein Bild großflächiger Untererfassung von Impfschäden.

Für seine Aufforderung, die Lage genauer zu untersuchen, hagelte es für Schöfbeck heftige Kritik. „Undifferenzierte Schwurbelei mit falschen Zahlen“ wurde dem Vorstand vorgeworfen.

Nun scheint der Druck auf die Krankenkasse so groß geworden zu sein, dass man sich entschloss, den unbequemen Vorstand zu entlassen.

Das für heute anberaumte klärende Gespräch mit dem Paul-Ehrlich-Institut wird Schöfbeck nach der Kündigung nicht mehr selbst wahrnehmen können, meldet Tim Röhn.

Datenbasis von der Regierung in Zweifel gestellt

Auf der gestrigen Bundespressekonferenz erklärte das BMG in Person von Pressesprecher Ewald auf Frage von Boris Reitschuster, dass die für die Analyse genutzten Daten teilweise nicht den ICD-Legaldefinitionen und somit die gemeldeten Krankmeldungen nicht „der Definition von Impfreaktionen“ entsprechen.

Im initialen Brief Schöfbecks wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Daten für die Abfrage „die gültigen ICD-Codes für Impfnebenwirkungen beinhalten.“

In einer darauffolgenden Pressemitteilung der BKK vom 25. Februar (hier als PDF) sind die vier ausgewerteten ICD-Codes klar benannt. Diese Mitteilung ist im Laufe des heutigen Nachmittags von der BKK-Homepage entfernt worden.

Nun wäre also zu klären, welche der genutzten ICD-Codes für die Regierung keine “Legaldefinition” von Impfnebenwirkungen darstellen.

Womöglich hat Schöfbeck mit seinem Brief einen Stein ins Rollen gebracht, der nicht mehr so leicht von offizieller Seite aufzuhalten ist. Der Vorgang zeigt einmal mehr, wie rigoros Stimmen, die Zweifel an der Impfung anmelden, abgesägt werden. Wer so mit kritischen Nachfragen umgeht, der scheint keine Antworten zu haben.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: salajean / Shutterstock
Text: mm

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