Lauterbachs Stern sinkt nun auch in der Bevölkerung Erratischer Schlingerkurs verspielt Vertrauen der Bürger

Von Daniel Weinmann

Es ist nicht nur das Vertrauensverhältnis der Länder zu dem Gesundheitsminister, das bereits dort angekommen ist, wo es unter seinem Vorgänger Spahn erst spät war: ganz unten. Nun schmilzt auch die Unterstützung der Bundesbürger wie Eis in der Sonne. Nach der krachenden Niederlage bei der Impfpflicht und seiner Kehrtwende bei der Isolations-Pflicht für Corona-Infizierte innerhalb von nur zwei Tagen hat Karl Lauterbach deutlich an Zuspruch seitens der bisher so folgsam ihm huldigenden Bevölkerung verloren.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sind 55 Prozent der Menschen in Deutschland mit Lauterbachs Arbeit unzufrieden. Rational nicht nachzuvollziehen ist, dass immer noch 36 Prozent mit seinen Leistungen zufrieden sind. Zu gerne würde man wissen, was diese Menschen bewegt und was genau sie an Lauterbach und dessen Wirken goutieren.

Hoffnungsvoll stimmt gleichwohl, dass immer mehr Bundesbürger aufzuwachen scheinen. Denn beim Antritt der Ampel-Regierung im Dezember hatten noch 53 Prozent geglaubt, dass der SPD-Politiker ein guter Sachwalter seines Amtes sein wird. Der mit einem abnormen Selbstbewusstsein ausgestattete 59 Jahre alte Dürener war einer der beliebtesten Politiker. Vielen galt der Mann, der politische Entscheidungen bevorzugt in Fernseh-Shows oder via Twitter verkündet, als Hoffnungsträger. Nur 26 Prozent dachten damals, er würde seinen Job schlecht machen.

Tragischste Figur im Kabinett Scholz

Zwischenzeitlich charakterisieren immer häufiger auftretende kapitale Kommunikationsfehler und wissenschaftsfreie Entscheidungen im Alleingang, was Lauterbach wirklich kann. Das Isolationspflicht-Debakel und das Scheitern der Impfpflicht im Bundestag sind nur die jüngsten Beispiele. Lauterbachs Hauptkompetenz ist seine Omnipräsenz in den TV-Talks.

Er ist zwar der ungekrönte König von „Markus Lanz“. Wirklichen Problemen ist er aber nicht gewachsen. Viel lieber sonnt er sich in seiner Selbstinszenierung. Nicht ohne Grund bescheinigt ihm einer, der seinen Weg begleitet hat, ein „Unfehlbarkeitsego“.

Karl, den die Pandemie zum Großen machte, ist zur tragischsten Figur im Kabinett Scholz geworden. Sein ewiger Panikmodus und seine Impf-Hysterie werden den Bundesbürgern so lange erhalten bleiben, bis der Bundeskanzler die Reißleine zieht. Doch Scholz zieht es zumindest bislang vor, zu schweigen.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Boris Reitschuster
Text: dw

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