Querdenker gegen Antisemitismus Eine andere Perspektive

Ein Gastbeitrag von Thomas Zieringer, Initiator der Gedenkstätte „Jerusalem Friedensmal“

Mit der Bewegung Querdenken kam ich persönlich das erste Mal in Kontakt, als ich vor einigen Monaten hörte, dass sie eine offene Bühne haben. Ich hatte in 22-jähriger Arbeit das Projekt „Jerusalem Friedensmal“ entwickelt, ein Friedensmal in den deutsch-jüdischen Beziehungen. Es sollte ein Beitrag in der deutschen Erinnerungskultur sein, der einen ganz neuen Ansatz im Umgang mit der Vergangenheit zeigen sollte, nämlich auf das Leben ausgerichtet. Allerdings habe ich über viele Jahre die Erfahrung machen müssen, dass ich in der deutschen Gesellschaft schlicht nicht die Bühne (und Medienberichte) bekam, um mein Projekt überhaupt ausreichend vorstellen zu können. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Friedensmal weder mit Staatsgeldern finanziert worden war, noch dass sich irgendwelche politisch relevanten Gruppen hier in Szene setzen konnten. Es war freie Kunst, die sozusagen unkontrolliert einfach gewachsen war.

Nun dachte ich, dass ich dann doch mal die Bühne der Querdenker ausprobieren will. Ich hatte gehört, dass es bei ihnen einen freien Debattenraum gäbe und man seine Ideen für eine bessere Gesellschaft auf ihrer Bühne darstellen könne. Also fragte ich und ja, ich bekam die Bühne der Querdenker in Darmstadt. Meine Botschaft vom Friedensmal hatte zwar nichts mit Corona zu tun, aber dafür mit der Überwindung von Faschismus. Skurril war übrigens, dass abseits der Veranstaltung ein kleines Grüppchen der Antifa stand, die anscheinend auch etwas gegen Faschismus hatten, aber nicht auf die Bühne der Querdenker gehen wollten.

Die Leute hörten mir gut zu und danach bekam ich noch Tipps, wie ich das Mikrofon fürs nächste Mal halten müsse, damit meine Stimme besser im Publikum ankommen würde. Ich will das Publikum beschreiben: Es waren bereits älter gewordene Antifaschisten, das typische Publikum bei Selbstheilungsseminaren, Meditationen, Bessere-Welt-Kursen, Yoga-Retreats, Öko- und Gesundheitsfortbildungen, anthroposophischen Kursen und Kontaktimprovisationstanz und darunter auch die Gesichter ganz normaler Bürger wie man sie aus jeder Fußgängerzone kennt. „Reichskriegsflaggen“ fielen mir nicht auf, auch keine „Glatzköpfe“ oder Leute in Springerstiefeln, nie hörte ich irgendwo rechte Parolen, dafür aber sehr häufig: „Liebe, Freiheit, Frieden, Wahrheit“.

Seit mehreren Monaten beteilige ich mich an weiteren Aktionen. Ich lebe alleine und das war wohl auch meine Möglichkeit, mir die Vereinsamung und Depression wegen der Anti-Corona-Maßnahmen zu ersparen. Hier traf ich auf sehr verschiedene und interessante Menschen, die mir sogar eine ganz neue Erfahrung ermöglichten, denn zu Demonstrationen hatte es mich früher nie hingezogen. Ich machte auch eine tiefgreifende heilsame Erfahrung, die, wie mir andere berichteten, nicht ungewöhnlich ist: Ich hatte schon immer das Gefühl, nie ganz in unserer deutschen Gesellschaft angekommen zu sein, nie wirklich dazugehört zu haben, und da bleiben einem zwei Möglichkeiten der Interpretation: entweder mit einem selbst stimmt etwas nicht oder eben mit den vielen anderen. Natürlich hatte ich tief in mir bislang das erste gedacht. Und nun traf ich auf Leute, die das genauso erfahren haben wie ich und sich auch schon oft die Frage gestellt hatten: Was oder wer stimmt hier nicht? Bin ich es oder diese Gesellschaft? Es war eine solch heilsame Erfahrung, sich hier plötzlich nicht mehr alleine zu fühlen und damit auch zu wissen, dass man viel weniger neben der Spur läuft, als gedacht.

Ich war dann auch am 3. Oktober bei der Menschenkette am Bodensee dabei, wo ich auf viele Leute aus dem Umfeld des Yoga traf, und bei den Demos in Leipzig und Berlin. Jedes Mal traf ich auf wunderbar einfühlsame Menschen mit viel Liebe im Blick, die sogar auch noch einen Sinn für Kultur hatten. In Leipzig am 7. November sangen wir zusammen auf dem Augustusplatz als spontane Aktion – das war schon lange nach dem Abbruch der Demo durch den Organisator – „Freude schöner Götterfunken“ mit Kerzen in der Hand (so war es also wirklich). Die Stimmung war positiv. Es war ein stilles und schönes Friedensfest und es war tatsächlich schon etwas von einer neuen Welt zu spüren. Als ich am 18. November in Berlin war, schickte ich live die Bilder an eine ältere Freundin in Jerusalem. Sie schrieb mir zurück: „Das ist ja wie Woodstock damals„. Das Einzige, was hier an dieser Demo tatsächlich gefährlich war, das war nämlich die Staatsmacht in ihrer eingeschränkten, einseitigen und von Angst geprägten Wahrnehmung und Handlung.

Volle Breitseite antifaschistischer Erziehung

Als ich dann aber die Berichte über diese Demonstrationen im Fernsehen sah, im Radio hörte und in den Zeitungen las und dazu noch, was Politiker sagten, brach eine Welt für mich zusammen. Die Schilderungen hatten nichts zu tun damit, was ich selbst erlebt hatte. Die Medien schrieben etwas ganz anderes und anscheinend hatte der eine Journalist, der nicht selbst da war, falsch vom anderen abgeschrieben, der nicht selbst da war. Was kann man überhaupt noch glauben von dem, was Medien berichten und Politiker sagen? Ich hatte mir dieses Ausmaß an Falschheit vorher gar nicht vorstellen können, dass also extra dem Publikum ein falsches Bild vermittelt würde, um die Gesellschaft zu spalten. Vielleicht ging es darum, eine sich bildende außerparlamentarische Opposition gleich von Grund auf zu zerstören? Ich empfand diese Diffamierungen als schlimm und mir wurde klar, dass Demokratie und Freiheit tatsächlich kein Naturzustand sind, sondern sich beides ein Volk immer wieder durch eigenen Einsatz verdienen muss. Aber macht nicht genau das die gerade so arg von Politik und Medien bekämpfte Bewegung der Querdenker? Sie steht für unser aller Grundrechte auf und das mit einem Einsatz, der auch mit der Zeit auf die Knochen gehen muss. Zu dieser Wahrnehmung passt auch das Alter der Menschen, die meist um die 50 Jahre alt noch die volle Breitseite einer antifaschistischen Erziehung in den deutschen Schulen mitbekommen hatten.

Als dann die Querdenken-Bewegung als Ganzes noch als rechtsradikal unterwandert und antisemitisch bezeichnet wurde, wohl um eine Demo in Frankfurt zu verhindern und bei den Gerichten „vorzubauen“, war für mich eine rote Linie überschritten. Wer nämlich eine ganze bunte Bewegung als antisemitisch diffamiert, der stärkt doch gerade damit jene Stimmung, die zu Antisemitismus führt. Außerdem ist es eine Relativierung gerade dieser dunklen Zeit in Deutschland, die schließlich zum Verbrechen des Holocaust führte, wenn man heute so schnell mit so wenig Anhaltspunkten eine ganze Bewegung verurteilt: der Antisemitismusvorwurf als politische Waffe. Ich bin mir dabei recht sicher, dass die Zahl an Verrückten, Antisemiten und Rechtsradikalen bei den Querdenker ziemlich genau mit dem Bevölkerungsquerschnitt in Deutschland übereinstimmt.

Ja, eine junge Frau verglich sich auf einer Bühne der Querdenker mit Sophie Scholl und eine andere mit Anne Frank. Es ist auch nicht wirklich schwierig, auf eine Bühne der Querdenker zu kommen. Immerhin ließ man auch mich mit meinem das Judentum und die deutsche Vergangenheit betreffenden Thema auf der Bühne sprechen und da wusste vorher auch niemand genau, was ich sagen würde. Ja, es ist wahr: Was die jungen Frauen sagten, war weit überzogen. Aber wer nur kurz nachdenkt, kommt darauf, dass die Querdenker-Bewegung wohl kaum daran schuld sein konnte, gibt es diese Bewegung doch noch nicht wirklich lange. Es ist aber viel unangenehmer für die deutsche Gesellschaft, sich einzugestehen, dass es viel mehr mit ihr selbst und der Schulbildung dieser jungen Frauen zu tun haben könnte als mit der Möglichkeit, sich auf einer Bühne der Querdenker im offenen Debattenraum darzustellen.

Weil also mit der pauschalen Diffamierung der Querdenker als Rechtsradikale und Antisemiten für mich eine rote Linie überschritten war und ich das Friedensmal gegen jede Art von Ausgrenzung gebaut hatte, lud ich schließlich Querdenken-615 zu einer Kundgebung ans Friedensmal ein. Dort wollte ich ihnen dann meine Bühne geben, dass sie ihre Position beim Thema Antisemitismus öffentlich darstellen konnten. So trafen sich am Sonntag dem 6. Dezember ca. 70 Menschen am Jerusalem Friedensmal, um gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Die Querdenker aus Darmstadt dürften darunter die größte Gruppe gewesen sein.

Es war ein angemeldeter Protest: Menschen standen in der Kälte und im Nieselregen für eine menschlichere Welt ein. Aus dem Protest wurde eine 3-stündige Feier der Liebe zu Jerusalem. Es wurden Lieder von Shlomo Carlebach gesungen, es wurde gebetet, Psalmen rezitiert und für den Frieden meditiert. Chris, der bei Querdenken Darmstadt unter seinem Künstlernamen „Hugo Habicht“ bekannt ist, hielt eine engagierte und ernste Rede gegen Antisemitismus. Zur Halbzeit war es notwendig – unter Achtung des Distanzgebotes – miteinander zu tanzen, denn inzwischen war es den Leuten trotz dicker Winterkleidung arg kalt geworden. Chris leitete dann für alle Besucher den Jerusalema-Tanz im Jerusalem Friedensmal an. Der Kommunikationscoach Dirk Hüther führte die Menschen durch einen intensiven Prozess „Von der Wut in die Trauer und dann zu sich selbst“. Dann wurde mit Psalm 122 und dem Lied „Borchi Nafschi Es HaShem“ (Lobet G*tt, meine Seele) von Shlomo Carlebach zum Abschluss das Schild „Jerusalem Friedensmal“ gesetzt. Gegen Abend kam dann tatsächlich noch der bekannte Philosoph Gunnar Kaiser am Friedensmal vorbei. In kleiner Runde, belagert von seinen Fans, gab er vor dem „Stein der Begegnung“ einer philosophischen halben Stunde mit großem Tiefgang den Raum. Unter anderem redete er über das Phänomen der Verschwörungstheorien, was es bedeutet und wie es entsteht.

Die Veranstaltung war sehr bewegend. Ich möchte besonders auf die Videos „Rede gegen Antisemitismus von Querdenken 615“ und „Jerusalema Tanz im Jerusalem Friedensmal“ mit den sehr interessanten Diskussionsbeiträgen darunter hinweisen.

Es kam dann wie es kommen musste: Wir hatten ein schönes und würdiges Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt, das auch in die Querdenken-Bewegung selbst hineinwirken sollte. Doch es gab keine nennenswerte Berichterstattung bei den sogenannten etablierten Medien. Vermutlich hätte diese Realität die Vorurteile zu vieler Journalisten gefährdet. Denn bevor sich ein Mensch eingesteht, selbst in einer Lügenwelt zu leben, erfindet man sich lieber die anderen als „Querspinner“ und hat die Erklärung, mit der man in seiner gewohnten Welt bleiben kann. Auch Journalisten sind nur Menschen.

Aber dies ist das Gefährliche am Mechanismus der Diffamierung und Ausgrenzung: am Ende findet man dann auch zuverlässig, was man anfangs nur auf einen Menschen oder eine Bewegung an Vorurteilen und Ängsten projiziert hatte. Der Mechanismus der Radikalisierung funktioniert nämlich leider tatsächlich.

Und auch ein weiterer Mechanismus funktioniert zuverlässig: Wer seine Wahrheit ausspricht, macht sich damit keine Freunde. Wer aber erzählt, was sich – warum auch immer – zum Konsens geformt hat, der macht sich „Freunde“ und damit holt man sich den Zuspruch und den Beifall, auf Kosten natürlich der Ausgegrenzten und der Wahrheit jener, die auf den Straßen wirklich dabei waren.

Ich hoffe, dass diese Zeit, in der sich die Geister der Vergangenheit so deutlich zeigen und wir erkennen, dass sich Vergangenheit eben doch immer noch wiederholen kann, dass also keineswegs so viel im neuen und besseren Deutschland gelernt wurde, zu einem Lehrstück für die deutsche Gesellschaft wird. Wir brauchen wieder einen öffentlichen und freien Debattenraum und die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung, gerade auch wenn es sich um Meinungen handelt, die von der ideologischen Vorgabe der Regierung abweichen.

Links:
Alle Filme zur Veranstaltung „Herzen am Friedensmal – wir setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus“ finden Sie hier.
Informationen zum Jerusalem Friedensmal (Website)


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Und ich bin der Ansicht, dass gerade Beiträge von streitbaren Autoren für die Diskussion und die Demokratie besonders wertvoll sind. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen, und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.



Thomas Zieringer, 1968 in Bensheim geboren, machte nach einem wegen eines ernsten Unfalls abgebrochenen Elektrotechnikstudiums eine körpertherapeutische Ausbildung und entwickelte seine künstlerische Begabung. Seit knapp 22 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der deutschen Erinnerungskultur und hat dazu auf 3.200 qm das Jerusalem Friedensmal entworfen und gebaut, das im Jahr 2015 offiziell eingeweiht wurde. Auch schreibt er seit vielen Jahren philosophisch geprägte Texte über diese Thematik, die in diversen Blogs veröffentlicht wurden.

Bild: privat

Text: Gast


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Jasmin
2 Monate zuvor

In etlichen Ländern gehen die Menschen auf die Straßen und demonstrieren gegen die Corona-Maßnahmen, auch in Israel. Wie bezeichnet die deutsche Journaille diese Menschen?



ect, ect

 

Ben
2 Monate zuvor

Sehr guter Bericht und deckt sich auch mit meinen Erfahrungen!

Allerdings wundert mich schon lange etwas, das sich Juden nicht äussern, auch denen muss doch klar sein, was hier aktuell passiert! Und auch wo Steinmeier, Antifa, Jusos und Konsorten stehen! Denke ihr wisst, was ich meine, wo bleibt mal eine klare Stellungnahme der Juden zu den Vorgängen im Land, ich würde es mir wirklich wünschen! Das noch mehr wach werden, allein bei den Widersprüchen der oben genannten Personen und Organisationen, ein öffentlicher Mahnbrief der Juden könnte mal die Verlogenheit aufzeigen!

Miriam
Antwort an  Ben
2 Monate zuvor

Es gibt sie, aber sie kommen in den MSM nicht zu Wort. Dafür aber z.B. hier

„Es sind viele Menschen mit jüdischen oder israelischen Wurzeln, die die Auffassung teilen, dass Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung, und SPD-Vizevorsitzender Kevin Kühnert in ihrer Pressekonferenz am 24. November 2020 über die wachsende Radikalisierung und die Gefahr durch Antisemitismus und die Corona-Leugner-Szene den Bogen überspannt haben.“ https://www.rubikon.news/artikel/aufrechter-gang-2

Leon
2 Monate zuvor

Was leider wenig beachtet wird, ist, dass viele derjenigen, die teils plakative oder auch etwas ungeschickte Vergleiche mit der Zeit des Nationalsozialismus machen, dies nicht als rhetorisches Mittel nutzen, sondern ernsthafte Ängste um die Demokratie und das gesellschaftliche Miteinander haben. Von einer Situation wie 1933 ist man weit entfernt, das sollte außer Frage stehen, aber einzelne Analogien sind leider unverkennbar. Das systematische Einschränken von Grundrechten als „alternativloses“ Mittel; eine quasi-Gesetzgebung im Rahmen einer Ministerkonferenz am Parlament und den Parteien vorbei; ein Staat, der statt auf Kooperation zu setzen die Bürger bevormundet, von „hartem Durchgreifen“ spricht und versucht, jeden Aspekt des Alltagslebens vorzuschreiben, selbst wen man wo an Weihnachten treffen darf; die potentielle und rücksichtslose Ruinierung tausender Unternehmen mit in wenigen Tagen durchgewunkenen Verboten; Medien, die größtenteils unkritisch alle staatlichen Narrative mittragen und gutheißen; etc.
Der Staat hat leider das schlechteste gemacht, den man in einer Krise jemals machen kann: Den Menschen wurde mit voller Absicht Angst gemacht, als bloßes Mittel zum Zweck, um eine Verhaltensänderung zu erzwingen und sich politisch zu rechtfertigen. Abseits von perspektivlosen und inhaltsleeren Durchhalteparolen gab es praktisch keinerlei positive Meldung. Jeglicher Fortschritt wurde mit „aber“ kleingeredet und es wurden permanent neue Ziele gesetzt, wenn ein bisheriges in Sicht kam, wie bei einer Karottenrute.
Statt den Leuten die Angst zu nehmen und das alltägliche Leben so weit wie möglich und nicht nur so weit wir nötig zu ermöglichen, wurde ständig gewarnt und gemahnt, regelrecht gedroht, dass sofort alles wieder verboten wird, wenn man sich nicht „benimmt“. Das Stresslevel wurde durchgehend aufrecht erhalten. Seit 9 Monaten. Ich sehe das als eines der größten Politikversagen der letzten ca. 80 Jahre an.

Lara Berger
2 Monate zuvor

Ein wunderbarer und für mich sehr erhellender Artikel. Ich war ein wenig betroffen, zu hören, daß jüdische Mitmenschen es für antisemitsch hielten, die Neuordnung des Infektionsschutzgesetztes mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933 zu vergleichen. Die 6 Millionen Opfer des Naziregimes seien wohl nicht mit den heutigen Verhältnissen zu vergleichen, wird argumentiert. Das wäre eine Verhöhnung.  Da stimme ich selbstverständlich aus vollen Herzen zu! Stehe dem Vergleich aber trotzdem zustimmend gegenüber. Der Grund: ich möchte gerne mithelfen, ähnliches gigantisches Leid zu verhindern, auch wenn ich heute gar nicht weiß, ob es eintreten wird. Aber das Leid der damals Ermordeten war dermaßen gigantisch, dass ich heute nicht mehr abwarten will, ob soetwas wieder möglich wird, oder eintritt. Ich möchte schon weit im Vorfeld dagegen eintreten, dass erneut so vielen Menschen so schreckliches angetan werden könnte. Wir haben heute einige Anhaltspunkte, aus denen wir entnehmen können, dass ähnliches geschehen könnte. Natürlich können diese völlig falsch, überzogen oder an den Haaren herbeigezogen sein. Aber wir wissen heute, dass Regierungen wirklich zu den grauenhaftesten Planungen fähig sein können. In der Wannsee-Konferenz wurde die Ermordung aller europäischen Juden geplant. Ein unfaßbarer Vorgang! Aber es ist wirklich so gewesen. Wir haben also keinen Grund anzunehmen, dass es heute soetwas nicht mehr geben kann. Wir können davon ausgehen, dass auch unsere Regierungen weltweit, aber vor allem das WWF durchaus in der Lage sein könnten den Tod von Milliarden Menschen weltweit zu betreiben. Vielleicht sind sie diesmal etwas schlauer und achten darauf, dass man ihnen nicht so schnell auf die Schliche kommen kann. Vielleicht wollen sie heute lieber eine Pandemielegende benutzen um mit einem Impfstoff vor allem die „gefährdesten“ zu „behandeln“, nämlich die Alten, bei denen es ja schließlich normal wäre, wenn die mal irgendwann doch sterben. Man kann jeden Impftoten als Coronatoten ausgeben, weil die gefährlichste Impfreaktion erst bei Kontakt mit dem Virus entsteht. An dieser überschießenden Impfreaktion sollen alle Versuchstiere gestorben seien. Die Impflinge würden also nicht unmittelbar nach der Impfung sterben, was das Mißtrauen aller anderen wecken würde, sondern sie sterben erst bei Exposition, wann immer die eben erst eintritt. Ein zeitlicher Zusammenhang zur Impfung kann da schon lange vergessen worden sein. Wenn die Uroma im Seniorenheim 3 Monate nach der Impfung an der Impfung stirbt, wird niemand mehr daran denken. Und denkt man an die vielen möglichen Ausfälle junger, gesunder Menschen durch die Impfung und die damit verbundenen Konsequenzen zusammenbrechender Versorgungszweige, und bedenkt man die Pläne des WWF samt der Überlegungen zum Abbau der Weltbevölkerung, kann man zu dem Schluß kommen, dass uns im schlimmsten Fall ein Szenario bevorsteht, dass den Holocaust an Tragweite ebenso übertrifft wie alle anderen Menschheitsverbrechen der Sozialisten und Kommunisten zusammengenommen. Denn es gibt echte Überlegungen sehr mächtiger Leute, dass wir etwa 5 – 6 Milliarden Menschen „zuviele“ sind! Nachdem ich den great reset und die Dekarbonisierungspläne kennengelernt habe, kann ich den Schatten dieses Grauens hinter diesem so niedlich und harmlos daherkommenden „Infektionsschutzgesetz“ aufsteigen sehen. Die Parallele zum Holocaust erwuchs zwangsläufig in meinem Kopf. Allerdings mit einen sehr gewaltigen Unterschied: heute sind wir alle betroffen. Heute müssen wir alle Seite an Seite stehen, wollen wir dieser gigantischen Bedrohung widerstehen. Ich für meinen Teil wünsche mir nichts mehr, als dass die Kinder der Opfer in den Kindern der Täter nicht länger potentielle Mörder sehen. Wir Nachgeborenen sind völlig unschuldig. Aber wir sind zutiefst entsetzt über die Schuld unserer Vorväter. Und wir bejahen, was Hannah Arendt gesagt hat „das hätte nie geschehen dürfen“. Deswegen tragen wir die große Verantwortung dafür, dass aus unserer Mitte heraus nie wieder ein Holocaust entstehen kann. Und weil der Schock über die Verbrechen der Großväter so tief sitzt, bitte ich um Verständnis dafür, dass viele von uns diese Verantwortung auch auf die ganze Menschheit übertragen. Sind wir nicht eine große Menschheitsfamilie? Wollen wir nicht versuchen, diese wunderbare Familie vor ihren finsteren Anteilen zu schützen? Hand in Hand. Wir müssen weinen um die Opfer vergangener Schandtaten, aber dann müssen wir uns erheben und die nächsten Täter gemeinsam aufhalten.

AnMerker
Antwort an  Lara Berger
2 Monate zuvor

Man bläut uns seit der Schule ein „wehret den Anfängen“ und wenn man dies tut, wird man als Spinner, Verschwörungstheoretiker oder Nazi beschimpft.

A.F.
Antwort an  Lara Berger
2 Monate zuvor

Ein weltweiter Holocaust ist möglich, wenn man diese gruseligen Soziopathen um Klaus Schwab und das WWF gewähren lässt. Eugenik ist bei denen Programm. Und sie haben ja leider schon viel erreicht. Vor allem auf der Südhalbkugel unserer Mutter Erde verhungern die Menschen wegen der Unterbrechung der Lieferketten durch die Plandemiemassnahmen. Auch bei uns hier  im Norden werden viele Mühe haben, zu überleben. Sei es durch Hunger, Krankheiten, Impfung, sogar Krieg. Oder Menschen werden erst gar nicht geboren durch Sterilisationsstoffe, die man praktischerweise der C- Impfung beimischen kann.

aufklärer20
2 Monate zuvor

„…Ja, eine junge Frau verglich sich auf einer Bühne der Querdenker mit Sophie Scholl und eine andere mit Anne Frank….“. Über den Vergleich darf man streiten. Ich verstehe aber die Aufregung nicht. Durch ihren Vortrag haben die jungen Frauen ihre Verbundenheit mit ihren Vorbildern zum Ausdruck gebracht. Und das sicher überzeugender, als staatlich verordnete Erinnerungskultur es kann. Und man sollte auch die Gefühle verletzter junger Menschen respektieren, die sich (ohne Diktaturerfahrung) auf diesen Vergleich einließen. Ich denke Anne Frank und Sophie Scholl würden das ähnlich sehen. Meine Meinung. Ende.

Gert
2 Monate zuvor

Ehrlich gesagt gehen mir diese ganzen Distanzierungs- und Anbiederungsversuche auf den Zeiger.

Im Falle der AfD haben sie zu überhaupt nichts geführt. Außer zur Spaltung.

 

Und wenn ich auf eine Demo für meine Grundrechte gehe, muß ich mich weder von Nazis distanzieren noch mit Juden solidarisieren.

Ganz im Gegenteil: Ich kann mit Nazis (wenn es denn mal endlich welche gäbe)  und Juden Schulter an Schulter für unsere Rechte eintreten.

 

Ich frag doch auch den Feuerwehrmann nicht, wenn er löschen kommt, ob er vielleicht die falsche Partei wählt oder meinen Bäcker, ob er seine Frau schlägt.

Das sind alles Sachen, die völlig unäbhängig voneinander zu betrachten sind.

Dieser ganze Quatsch wurde nur ins Volk gestreut, um eventuelle Teilnehmer zu verunsichern und von der Teilnahme fernzuhalten. Und zu spalten.

 

 

Captain Beefheart
Antwort an  Gert
2 Monate zuvor

So ist es!

Captain Beefheart
2 Monate zuvor

Danke für den Artikel. Ich kenne keinen Querdenker, der Antisemit wäre. Aber die Medien mit ihren Schmierfinken wollen das der breiten Masse einreden.

macrotrader
2 Monate zuvor

Man benutzt politische Totschlagkeulen um Bewegungen zu diffamieren. In Deutschland funktioniert das recht gut, da wir viel besser konditioniert sind.

Aber das macht macht man meist nur mit Bewegungen, die man nicht einfach ignorieren kann, weil sie zu viele schlüssige Argumente vertreten.

Harri
2 Monate zuvor

ich würde dem Autor vorschlagen, diesen Artikel an alle möglichen Zeitungen etc zu verschicken.

Vielleicht bringt wider erwarten die Eine oder Andere dies als Gastkommentar.

Gonzo
Antwort an  Harri
2 Monate zuvor

@Harri: Sie glauben wirklich noch an eine unabhängige Presse?

Der Censor
Antwort an  Gonzo
2 Monate zuvor

Die können doch ihr Verslein drunter schreiben: „Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.“ und raus sind sie. Wenn wir noch eine freie Presse haben.

Der Censor
2 Monate zuvor

Ja, man fühlt sich anders, nicht so richtig in dieser Gesellschaft zugehörig… die Klärung der Frage, warum das (auch bei mir)  so ist, führte mich vor einiger Zeit zu verschiedenen Videos zum Phänomen der  sog. „Hochsensibilität“. Sie betrifft ca. 15-20% der Gesellschaft. Diese Menschen  haben eine tiefere Gefühlswelt, nehmen Stimmungen (und vor allem deren Veränderungen) stärker und eher wahr als der Durchschnitt, betrachten die Dinge detaillierter und auch komplexer. Sie besitzen eine überdurchschnittlich hohe Empathie sowohl in in Freude, als auch in Trauer und Gefahrwahrnehmung.  Von der breiten Masse der Gesellschaft werden sie oft nicht verstanden, obwohl die Gesellschaft von solchen einfühlsamen Personen in besonderem Maß profitiert.  Vielleicht ist das ja der Schlüssel zur Querdenkerbewegung? Eine Ansammlung von Hochsensiblen, welche die Gefahr, in der unsere Gesellschaft bis in die Fingerspitzen spüren, während die breite Masse der „Normalsensiblen“ (und Hyposensiblen, die gibts auch) noch schläft……  Ich sehe da viele Parallelen, (einfach mal die Definition des „Querdenkers“ googeln! Das bedeutet durchaus nichts Negatives.

Mir persönlich gibt es bereits viel, die Livestreams der Versammlungen zu verfolgen, denn selbst demonstrieren kann ich aus Gesundheitsgründen selbst leider nicht. Aber es tut gut zu sehen, dass man in seinem Empfinden, „nicht ganz von dieser Welt“ zu sein, doch nicht so allein ist, wie man glaubt. – In dieser Bewegung steckt deshalb ein starkes Potential für die Gesellschaft, was den Regierenden unheimlich ist – und das ist wohl auch der Grund, warum man sie von oben so versucht, in den Schmutz zu treten. Weil diese Menschen eher ihren eigenen Gefühlen vertrauen und Ideologien und Dogmen immer kritisch gegenüber stehen.

Man kann aus einem treuen Mainstreammedien-Gucker einen Querdenker machen. Umgekehrt funktioniert das nicht.

 

 

Eispickel
Antwort an  Der Censor
2 Monate zuvor

Schade, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein können. Bei mir persönlich war vor dem 01. und 29.08. richtig Druck, mich vor Ort mit anderen Menschen unterhalten zu können, die auch Antworten auf viele Fragen suchen. Alle, die ich getroffen hatte, waren freundlich, aufgeschlossen, kontaktfreudig und kommunikativ, aber gleichfalls in Sorge was unser aller Zukunft betrifft.

Als ich am Abend des 01.08. die Berichterstattung in den ÖRR sah, wusste ich, dass ich an diesem Tag die sprichwörtliche „rote Pille“ zu mir genommen hatte und seither die Welt mit anderen Augen sehe(n muss).

Salzsäule
Antwort an  Der Censor
2 Monate zuvor

Als die Grünen und die „Alternativen“ entstanden, traf sich wohl dieselbe Art von Leuten wie heute, denke ich, ich habe jedenfalls so einige Déjà-vus. 🙂 Keine Ahnung, ob das genau die Hochsensiblen sind, denn 1989 hatte ich wieder dieses Gefühl, dass sich sehr viele solidarisieren, die die Nase von ihrem sinnentleerten, verlogenen und unmenschlichen Knechtsystem einfach voll haben. Hochsensible haben angeblich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Vielleicht scheren die eher aus, auch wegen der unerträglichen kognitiven Dissonanz, die dreiste Lügen und offensichtliche Widersprüche verursachen. Die Live-Streams von den Corona-Demos auf den rechten Kanälen habe ich jedenfalls gerne an Normalos und Linke verteilt, damit sich Mitlesende ihre eigene Meinung bilden können. Ja, es hat heute oft was von Woodstock. Ich fürchte aber, dass die ehrliche Emotion, Sehnsucht und Angst der Leute auch von einigen Bauernfängern ausgenutzt wird. Wenn z.B. konservative, bisher total angepasste Bürgerliche plötzlich einen auf Esoterik und Revolution machen, inklusive dem Verkauf von Fanartikeln und Spendenaufrufen, da werde ich sehr misstrauisch. Die Geschäfte mit der Sinnsuche und den Lebensalternativen habe ich in den 80ern noch miterlebt, sie sind nie versiegt. In Umbruch- und Krisenzeiten haben die Hochkonjunktur.

Gert
Antwort an  Salzsäule
2 Monate zuvor

Die werden einfach nur in den Videos hervorgehoben, weil sie so bizarr sind.

Tatsächlich ist die große Mehrheit einfach nur Bevölkerung, die sich von Merkels Gossenjournalisten wegen noch nicht einmal mehr „besorgt“ nennen darf.

 

Andererseits stören die mich auch nicht.

Wer an der richtigen Seite vom Seil zieht, ist mir willkommen.

Um den Rest kümmern wir uns dann später mal.