Um Aiwanger zu diffamieren: Söder macht den Hitler Ein Ministerpräsident auf Abwegen

Aktualisierung, 30.8.23: Es gibt inzwischen auch eine andere Version der Rede, Verteidiger Söders machen geltend, er habe nicht Hitler imitiert und es handle sich um eine Falschmeldung des Deutschlandsfunks. Lesen Sie hier den entsprechenden Text in der „Jungen Freiheit“, damit Sie dann beide Versionen vergleichen und sich selbst ein Bild machen können.

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Die Bundesrepublik erlebt die schwerste Wirtschaftskrise seit ihrem Bestehen, viele Menschen müssen um ihre Existenz bangen, das Vertrauen der Bürger in die Demokratie ist so gering wie nie, die Gesellschaft extrem gespalten – und blickt man in die Medien, hat man den Eindruck, das größte Problem Deutschlands sei ein Flugblatt, das der Bruder von Hubert Aiwanger vor fast 35 Jahren verfasst hat. Der polit-mediale Komplex hyperventiliert seit Tagen, als gebe es keine anderen Themen mehr. Im bayerischen Wahlkampf, der gerade in die heiße Phase übergeht, dreht sich alles um das alte Papier. Beispiel: Die vier obersten Artikel bei „Welt.de“ (Stand 29.8.2023, 16:30) drehen sich alle um Aiwanger. Und es wird versucht, den Agrar-Ingenieur als „Nazi“ darzustellen. „Framing“ in Reinform. Eigentlich ist damit schon alles gesagt über die Medien, das Meinungsklima und die politische Kultur in Deutschland.

Doch es kommt noch schlimmer. Der CSU-Chef Markus Söder, der nach Ansicht seines Vorgängers Horst Seehofer zu „Schmutzeleien neigt“, hat nun auf einer öffentlichen Veranstaltung seinen Koalitionspartner und Stellvertreter als Ministerpräsidenten mit Hitler-Stimme imitiert. Laut Beobachtern machte er nicht nur mit der Stimme, sondern auch in Gestik und Mimik Adolf Hitler nach, als er brüllte: „Ich werde in München mal auf den Tisch hauen!“ (anzuhören hier ab Minute 0:50)

Mein Lesetipp

Der Korrespondent des „Deutschlandfunks“ sagte dazu: „Söder macht mit Adolf-Hitler-gleicher Stimme und Gestik seinen Koalitionspartner und Wirtschaftsminister nach. Er nennt Aiwanger zwar nicht beim Namen, spricht aber in dessen Heimat-Stimmkreis in Landshut unmissverständlich von einem Politiker, der vor Ort große Reden schwinge, in München aber ganz zahm sei, ein politischer Winzling geradezu.“

Es kommt noch absurder: Obwohl jeder, der Ohren hat, hören kann, dass Söder Aiwanger mit Hitler-Intonation imitierte, lässt er über seine Parteizentrale das Offensichtliche bzw. offen Hörbare abstreiten: „Die aus der Bierzeltrede in Landshut gezogenen Vergleiche sind vollkommen abwegig. Die aus dem Zusammenhang gerissene Redepassage, die mit aktuellen Entwicklungen nichts zu tun hat und seit Längerem unverändert ist, wurde bereits oft in Anwesenheit vieler Journalisten gehalten. Daraus nun historische Vergleiche zu konstruieren, ist absurd und eine bewusste Manipulation.“

Das hat Orwellsche Qualität. In einer reifen Demokratie müsste so ein Verhalten Söders der eigentliche Skandal sein – und nicht ein Flugblatt, das vor 35 Jahren der Bruder seines Stellvertreters als Minderjähriger verfasst hat.

Aber nicht so im Deutschland des Jahres 2023.

Die Absurditäten gehen hier noch weiter. So, als hätte es nie eine Unschuldsvermutung gegeben, verlangt Söder nun von seinem Vize Aiwanger, er möge seine Unschuld beweisen. Nach dem Motto: Wenn wir seine Schuld schon nicht beweisen können, soll er selbst die Unschuld nachweisen.

Das hat mit Rechtsstaatlichkeit und Moderne nichts mehr zu tun – das ist eine Rückkehr in eine Denkweise, die zu Zeiten der Hexenverbrennung herrschte. Wobei die Logik der Hexenverbrennung nur für Nicht-Linke gilt – während Rot-Grünen selbst die schlimmsten Jugendsünden verziehen werden.

Auch die „Süddeutsche“-Zeitung, die die Rufmord-Kampagne gegen Aiwanger gestartet hatte, reitet sich immer tiefer in ihren eigenen Sumpf. Statt sich für ihre Falschbehauptungen zu entschuldigen, setzte sie noch eines obendrauf. „Auf die Urheberschaft kommt es nicht mehr an, der Rest ist schon schrecklich genug“, schrieb Chefredakteur Wolfgang Krach, den ich noch in gemeinsamen Korrespondenten-Zeiten als linken Kulturkämpfer erlebte, in einem Kommentar.

Frei nach Hegel: Wenn die Fakten nicht mit meiner Weltsicht übereinstimmen – umso schlimmer für die Fakten.

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Mein Dechiffrier-Video über die Methoden von Markus Lanz hat das ZDF dreimal auf Youtube sperren lassen. Der Schuss ging nach hinten los. Ich habe es im freien Internet auf Rumble hochgeladen. Da wurde es sage und schreibe 6,5 Millionen Mal aufgerufen. Offenbar, weil die Algorithmen „kritische“ Inhalte nicht ausbremsen wie bei Youtube. Ein Leser rechnete aus, dass damit mehr Zuschauer meine kritische Analyse der Sendung gesehen haben als die Sendung selbst. Auch mein Dechiffriert-Video zu dem Hetzstück des ZDF über Hans-Georg Maaßen wurde auf Rumble 6,2 Millionen Mal geklickt. Das macht Mut! Aber es kostet auch sehr viel Zeit und Energie – im konkreten Fall eine Nachtschicht. Umso dankbarer bin ich für Ihre Unterstützung. Ohne die wäre meine Arbeit nicht möglich, weil ich weder Zwangsgebühren noch Steuermillionen bekomme, und auch keinen Milliardär als Sponsor habe. Dafür bin ich unabhängig!
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Rufmord: Die Süddeutsche erklärt jetzt auch Aiwanger zum Nazi, und blamiert sich bis auf die Knochen.

Bild: Screenshot Youtube-Video WELT

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